TUI-Aktie knickt ein: Geopolitische Spannungen und steigende Ölpreise belasten

Die TUI-Aktie gerät vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen im Nahen Osten und weiter steigender Ölpreise erneut unter Druck.
Werte in diesem Artikel
• TUI-Aktie erleidet erneut Verluste
• Sicherheitsbedenken und steigende Ölpreise belasten
• Oman-Partnerschaft vorerst auf Eis
Die Aktien des Touristikkonzerns TUI setzten am Donnerstag ihre jüngste Schwäche fort und gaben im XETRA-Handel 4,98 Prozent auf 6,72 Euro nach. In den letzten vier Wochen haben die Anteilsscheine 20,5 Prozent an Wert verloren, seit Jahresbeginn schlägt ein Minus von 24,5 Prozent zu Buche (Stand: Schlusskurs vom 11.03.2026).
Krieg im Nahen Osten
Die Unsicherheit im Nahen Osten trifft den Reisekonzern besonders hart, da die Region ein wichtiges Winter- und Frühjahrsziel darstellt, vor allem Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate. Anleger befürchten eine zurückhaltende Buchungslage, da Sicherheitsbedenken und die Gefahr einer Eskalation Reisende verunsichern.
Gleichzeitig belasten die gestiegenen Ölpreise die Margen der TUI-eigenen Fluggesellschaften und Kreuzfahrtschiffe, was die Erwartungen für ein operativ starkes Jahr 2026 dämpft. Am Donnerstag überschritt der Brent-Ölpreis kurzzeitig erneut die 100-Dollar-Marke, was einem Anstieg von rund neun Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Auch die US-Sorte WTI verzeichnete ähnliche Zuwächse. Um die Versorgung zu stabilisieren, plant die Internationale Energieagentur (IEA) die Freigabe von insgesamt 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven der 32 Mitgliedsländer.
Geplante Partnerschaft mit Oman vorerst auf Eis
Zudem hat TUI die geplante Zusammenarbeit mit Omans staatlicher Tourismusgesellschaft Omran verschoben. Das Projekt, das den Bau und Betrieb von fünf Hotels in der Region Dhofar sowie einen Anteilserwerb Omans an TUI vorsah, kann nach Angaben des Unternehmens nicht wie geplant umgesetzt werden.
Die Partnerschaft war erst im September vereinbart worden: Geplant war ein Joint Venture, an dem Omran und TUI jeweils 45 Prozent und ein privater Investor zehn Prozent halten sollten. Omran wollte Grundstücke und Kapital einbringen, während TUI die Buchungsprozesse organisiert hätte. Laut TUI-Strategiechef Peter Krüger gibt es für den Oman eine hohe Nachfrage nach Urlaubsmöglichkeiten, das Angebot sei bislang jedoch zu gering. Beide Seiten betonten, den Dialog fortsetzen zu wollen.
Letzte Kreuzfahrtgäste aus Nahost auf dem Weg zurück
Die letzten Kreuzfahrtgäste von TUI Cruises, die infolge des Iran-Kriegs im Nahen Osten festsaßen, sind auf dem Weg zurück nach Deutschland. Die verbliebenen 180 Passagiere der "Mein Schiff 5" seien inzwischen in einem Flugzeug auf dem Weg nach Frankfurt, sagte ein Unternehmenssprecher der Deutschen Presse-Agentur.
Die Gäste seien mit einem Airbus A380 der Qatar Airways von Doha, der Hauptstadt von Katar, gestartet und sollten am Abend gegen 18.35 Uhr in Frankfurt am Main landen. Ein Teil der Crew sei ebenfalls an Bord. "Somit haben wir jetzt alle Gäste von den Schiffen runter", sagte der Sprecher.
Die Passagiere der "Mein Schiff 4", die ebenfalls in der Region lag, seien bereits vor einigen Tagen nach Deutschland zurückgebracht worden. Beide Schiffe haben zusammen Platz für gut 5.000 Passagiere.
Auch nahezu alle Dertour-Gäste zurück in Deutschland
Auch der Reiseveranstalter Dertour hat nach eigenen Angaben den Großteil seiner Gäste aus den betroffenen Regionen inzwischen zurück nach Deutschland gebracht. "Stand heute befinden sich fast alle Gäste wieder zu Hause", teilte das Unternehmen mit. Für die wenigen noch verbliebenen Urlauber sei die Rückreise bereits organisiert.
Reiseverband: Rückholung war logistische Herausforderung
Dem Deutschen Reiseverband zufolge waren seit Ausbruch des Nahost-Konflikts mehrere zehntausend Veranstaltergäste in den Golfstaaten gestrandet. Wegen anhaltender Luftraumsperrungen und stark eingeschränkter Flugverbindungen sei die Rückholung eine enorme logistische Herausforderung gewesen. Die Lage in der Region sei weiterhin äußerst volatil.
Redaktion finanzen.net / dpa-AFX
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Bildquellen: Dafinchi / Shutterstock.com, TUI