Schärfster Verfolger

BVB-Aktie in Grün: Dortmund bleibt Bayern nach Kantersieg auf den Fersen

16.02.26 11:49 Uhr

BVB-Aktie gewinnt: Bayern-Jäger Borussia Dortmund weiter in der Erfolgsspur | finanzen.net

Der BVB unterstreicht seine Rolle als Bayern-Verfolger durch einen souveränen Erfolg gegen Mainz 05.

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Gegen den FSV Mainz 05 gewann die Mannschaft von Trainer Niko Kovac souverän mit 4:0 (3:0). Die Rheinhessen unter Urs Fischer kassierten damit nach drei Siegen wieder eine Niederlage, bleiben aber vorerst über dem Abstiegsstrich.

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Vor 81.365 Zuschauern im ausverkauften Dortmunder Stadion sorgten Serhou Guirassy (10. und 42. Minute) und Maximilian Beier (15.) mit ihren Treffern frühzeitig dafür, dass Dortmund zu Hause in dieser Bundesliga-Saison ungeschlagen bleibt. Zudem traf Ramy Bensebaini (84.). Julian Ryerson bereitete alle vier Tore vor.

"Wir waren heute nach Standards sehr gefährlich. Wir wussten nach den Hinrunde, dass wir da noch Potenzial haben. Es öffnet uns ganz oft so ein bisschen die Dose", sagte BVB-Mittelfeldspieler Julian Brandt im RTL-Interview.

"Bei jeder Standardsituation hat es lichterloh gebrannt", räumte der Mainzer Sportdirektor Niko Bungert bei Sky ein. Und Trainer Urs Fischer meinte: "Man ist enttäuscht von der Art und Weise, besonders in der ersten Halbzeit. Der BVB hat es gut gemacht. Wir nicht."

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Mainz startet mutig, doch Dortmund schlägt früh zu

Für den gelbgesperrten Kapitän Nico Schlotterbeck, der seit dem 10. Spieltag keine Ligaminute verpasst hatte, rückte Bensebaini in die Abwehrreihe, der jedoch gesundheitlich angeschlagen separat ins Stadion gereist war. Brandt übernahm die Kapitänsbinde. Auf der anderen Seite verzichtete Fischer nach dem 2:0-Erfolg gegen Augsburg auf Änderungen in der Startelf.

Mainz startete mutig. Doch schon früh verursachte Gästekapitän Silvan Widmer durch ein Foul an Brandt einen Freistoß am rechten Strafraumeck. Den Ball brachte Ryerson scharf vors Tor, wo sich Guirassy im Kopfballduell durchsetzte und ins linke Eck zur Führung einköpfte. Nur fünf Minuten später nickte der einlaufende Beier eine weitere Ryerson-Flanke zum 2:0 ein.

Drittes Kopfballtor, dritter Assist von Ryerson

Die zur Fastnacht bunt kostümierten Gästefans, die mit reichlich Konfetti in Rot, Weiß, Blau und Gelb vor Anpfiff für Stimmung sorgten, sahen eine gute Chance durch Silas (21.), der knapp verzog, und jubelten kurz, als Widmer (38.) BVB-Keeper Gregor Kobel mit einem Flachschuss überwand: Er stand dabei jedoch knapp im Abseits.

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Doch weil Dortmund weiter äußerst effektiv agierte, musste Mainz - das ansonsten sehr kompakt verteidigte und keineswegs schlechte Leistung zeigte - noch vor der Pause das dritte Gegentor hinnehmen. Ryerson schlug eine Ecke in den Strafraum, wo Guirassy sich erneut hochschraubte und aus kurzer Distanz zum Doppelpack einköpfte.

Mainz ohne Durchschlagskraft

Nach der Pause ging es schwungvoll weiter und beide Mannschaften zeigten offensiv Willen. Die Hausherren ruhten sich dabei keineswegs auf ihrer komfortablen Führung aus und kamen immer wieder gefährlich vor das Mainzer Tor. Dort glänzte Keeper Daniel Batz, der innerhalb kürzester Zeit gleich dreimal stark gegen Felix Nmecha (52.), Beier (55.) und Julian Brandt (57.) parierte.

Nach mehreren Wechseln auf beiden Seite flachte das Spieltempo ein wenig ab. Mainz, dass keineswegs wie ein Abstiegskandidat auftrat, kam gegen souverän verteidigende Dortmunder nicht gefährlich genug vors Tor. Die mitgereisten Fans, die vor der Partie ein Banner mit "Internationaler Karnevalverein" präsentiert hatten, feierten trotzdem ausgelassen bis zum Abpfiff.

Cheftrainer und Führungsriege nach Kantersieg zufrieden

Ökonomisch, torreich und ohne Gegentreffer: Borussia Dortmunds (BVB (Borussia Dortmund)) Führungskräfte waren nach dem souveränen 4:0 gegen den FSV Mainz 05 mit der Spielweise ihres Teams sehr zufrieden. "Wir waren sehr effizient heute. Einfach mal vier Tore zu schießen und keines zu kassieren, tut gut" sagte BVB-Sportdirektor Sebastian Kehl nach der Partie.

Auch Niko Kovac wirkte nach dem deutlichen Erfolg am Freitagabend glücklich: "Wir haben zu null gespielt, was nach den letzten Spielen auch mal wieder vonnöten war. Mit der Leistung bin ich zufrieden. Mit der Art und Weise auch", sagte der Trainer, der vor allem Tore nach Standardsituationen bejubeln konnte. Dass dabei der Mainzer Torhüter Daniel Batz immer wieder bedrängt und beim Blocken behindert wurde, war auch nach Abpfiff noch ein großes Thema.

"Ich glaube, sehr viele Tore fallen nach Standardsituationen. Daher muss man das mit ins Repertoire reinnehmen. Das kann ein Dosenöffner sein", sagte Kovac und ergänzte: "Letzten Endes ist es eine Überladung des Fünf-Meter-Raums - nicht nur von meinen Spielern, sondern auch von den gegnerischen Spielern. Nicht nur meine Spieler behindern den gegnerischen Torhüter, sondern auch die eigenen."

Mit der 15. Liga-Partie ohne Niederlage in Serie bleibt Dortmund erster Verfolger des FC Bayern München und rückt vorerst bis auf drei Punkte an den Rekordmeister heran. Die Münchener konnten den Vorsprung am Samstagnachmittag aber mit einem Sieg bei Werder Bremen wieder auf sechs Zähler ausbauen.

"Natürlich können wir die Tabelle lesen. Wir haben jetzt 51 Punkte. Zu diesem Zeitpunkt sicher ein sehr guter Wert. Aber es ist Februar und es ist noch sehr viel, was auf der Straße liegt", sagte Kehl und blickte zugleich auf die kommenden Spiele.

Der Blick auf die kommenden Aufgaben

"Die nächsten Wochen sind richtungsweisend, sowohl in der Liga als auch in der Champions League. Ich hoffe, dass wir die Situation in zwei Wochen genauso positiv beäugen können, wie heute", sagte der 46-jährige Kehl an seinem Geburtstag. Bereits am Dienstagabend (21.00 Uhr) geht es für den BVB in der Königsklasse gegen Atalanta Bergamo im ersten von zwei Duellen um den Einzug ins Achtelfinale.

Auch Kovac blickte nach dem Sieg gegen Mainz bereits auf die wichtige Partie in der kommenden Woche: "Es gibt nur Siegen oder Fliegen. Wir müssen schon zusehen, dass wir dieses gute Ergebnis mit rüber nehmen. Aber wir wissen auch, dass in der Champions League noch eine Schippe draufgesetzt werden muss", sagte der 54-Jährige. "Mit dem Ergebnis heute hoffe ich, dass wir dann auch am Dienstag ein gutes Spiel machen werden."

Torjäger Guirassy befeuert Königsklassen-Träume beim BVB

Die sportliche Auferstehung von Torjäger Serhou Guirassy befeuert die Königsklassen-Träume von Borussia Dortmund (BVB (Borussia Dortmund)). Rechtzeitig vor den Play-Off-Duellen des Bundesliga-Zweiten mit Atalanta Bergamo hat der offenbar wechselwillige Stürmer seine Treffsicherheit wiedergefunden.

"Wir brauchen seine Tore, die sind immens wichtig", sagte BVB-Trainer Niko Kovac vor dem Hinspiel gegen den Tabellensechsten der italienischen Serie A am Dienstag (21.00 Uhr/Amazon Prime) vor heimischer Kulisse. "Umso schöner, dass er wieder trifft. Denn wenn er trifft, erhöht das die Wahrscheinlichkeit, Spiele zu gewinnen."

Guirassy beendet Torflaute

Zwei Tore gegen Heidenheim, ein Treffer gegen Wolfsburg und zuletzt der Doppelpack gegen Mainz - nach einem monatelangen Leistungstief ist Guirassy wieder ganz der Alte. Der Nationalspieler Guineas hat im Februar genauso oft getroffen wie zuvor seit Mitte September in 26 Pflichtspielen, bei denen er teilweise sogar nur auf der Bank saß.

"Es ist wichtig, dass man einen Stürmer unterstützt. Das habe ich auch getan. Er hat einige Spiele draußen gesessen, aber die Reaktion ist sensationell gut", sagte Kovac über den 29 Jahre alten Angreifer.

Auch Sportdirektor Sebastian Kehl stärkte dem Torjäger den Rücken. "Er musste zwischenzeitlich leiden. Die letzten Tore hat er sich hart erarbeitet", sagte Kehl und stellte klar: "Wir brauchen einen sehr guten Serhou Guirassy, um am Ende auch erfolgreich zu sein."

Verlässt der Stürmer den BVB im Sommer?

Da stören die jüngsten Spekulationen um die Zukunft des Torjägers natürlich. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung soll Guirassy trotz eines Vertrages bis 2028 mit einem Wechsel im Sommer liebäugeln, um noch einmal große Kasse zu machen. Bereits im vergangenen Jahr soll sein Bruder und Berater den Stürmer bei Vereinen aus Saudi-Arabien angeboten haben.

Jetzt zählt aber erst einmal nur Bergamo. Da muss alles passen, soll der Einzug ins nicht nur sportlich lukrative Achtelfinale gelingen. Immerhin gibt es für das Weiterkommen elf Millionen Euro. Dabei mithelfen soll auch Nationalverteidiger Nico Schlotterbeck, der beim 4:0 gegen den FSV Mainz 05 wegen einer Gelb-Sperre fehlte.

Wenig Mut macht allerdings die jüngste BVB-Bilanz gegen italienische Clubs. In den letzten sieben Duellen gab es nur einen Sieg, dafür aber drei Remis und drei Niederlagen. Zudem gewann Atalanta die letzten drei Europacupspiele gegen deutsche Teams alle zu null.

Kehl und Kovac zuversichtlich

Die BVB-Bosse lassen sich davon aber nicht beeindrucken und bemühen lieber die eindrucksvolle Saison-Statistik in der Fußball-Bundesliga. Da gingen die Dortmunder bisher nur einmal als Verlierer vom Platz - Mitte Oktober beim 1:2 in München. "Wir haben einen unheimlich guten Lauf, haben uns spielerisch weiterentwickelt, sind stabil. Warum sollen wir diesen Weg nicht konsequent weitergehen? Ich glaube an die Qualität der Mannschaft", sagte Kehl.

Nach dem 3:3 in Frankfurt zum Jahresauftakt gab es sechs Liga-Siege in Serie. Entsprechend groß ist das Selbstvertrauen. "Siege sind immer wichtig und Balsam. Sie helfen für die Stimmung und um daran zu glauben, dass man etwas schaffen kann. Mal schauen, was wir gegen Atalanta zelebrieren", sagte Kovac und fügte mit Blick auf die Bayern-Jagd im Meisterrennen hinzu: "Wenn wir weiterkommen, kann das einen Boost geben."

Die BVB-Aktie notiert im XETRA-Handel zeitweise 0,62 Prozent im Plus bei 3,27 Euro.

DORTMUND (dpa-AFX)

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