Siemens-Aktie reagiert mit Rekord: Partnerschaft mit NVIDIA wird erweitert

Siemens hat eine Erweiterung der Partnerschaft mit NVIDIA angekündigt. Ziel der intensivierten Zusammenarbeit ist es, Künstliche Intelligenz (KI) zum Betriebssystem der Industrie zu machen.
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Ziel der intensivierten Zusammenarbeit ist es, Künstliche Intelligenz (KI) zum Betriebssystem der Industrie zu machen, wie der Münchener DAX-Konzern auf der CES 2026 in Las Vegas mitteilte. Mit neuen Angeboten solle die industrielle und physische KI in alle Branchen und industriellen Arbeitsabläufe gebracht werden. Während NVIDIA die KI-Infrastruktur, Simulationsbibliotheken, Modelle, Frameworks und Blaupausen bereitstellen werde, bringe Siemens Hunderte Experten für industrielle KI sowie führende Hardware- und Softwarelösungen ein.
KI mit konkretem Nutzen
"Gemeinsam machen wir Künstliche Intelligenz zum industriellen Betriebssystem - und definieren neu, wie die physische Welt entworfen, gebaut, und betrieben wird. Wir skalieren KI und schaffen konkreten Nutzen für die reale Welt", sagte Siemens-Vorstandsvorsitzender Roland Busch. "Wir kombinieren NVIDIAs Führungsrolle bei beschleunigtem Computing und bei KI-Plattformen mit Siemens' führender Hardware-, Software-, Industrie-KI- und Datenkompetenz. Gemeinsam ermöglichen wir es unseren Kunden, mit dem umfassendsten digitalen Zwilling Produkte schneller zu entwickeln und ihre Produktion in Echtzeit anzupassen - und beschleunigen Technologien, von Chips bis hin zu AI Factories."
Die beiden Unternehmen wollen zudem die weltweit ersten vollständig KI-gesteuerten adaptiven Fertigungsstandorte errichten. Den Anfang soll 2026 das Elektronikwerk von Siemens in Erlangen machen.
Fabriken in Echtzeit simulieren
Zu den konkreten Neuerungen gehört der "Digital Twin Composer". Das ist ein neues Tool, mit dem Unternehmen physikalisch korrekte, virtuelle Abbilder (Digitale Zwillinge) ihrer Fabriken und Produkte erstellen können. Ingenieure sollen damit ganze Fabriken in Echtzeit simulieren, Roboter virtuell trainieren und Probleme lösen, bevor die echte Fabrik überhaupt gebaut wird.
Beide Unternehmen erklärten das Ziel, gemeinsam eine Art Betriebssystem für den Einsatz künstliche Intelligenz in der Industrie zu schaffen. Siemens liefert dabei das Fachwissen zu den industriellen Prozessen, die Automatisierungs-Hardware und die Software. NVIDIA steuert wiederum mit seinen Chips die KI-Infrastruktur sowie eine Simulationsplattform bei.
Busch sagte, dass es mit den neuen Tools möglich sei, bei der Konstruktion von Zügen oder Autos nicht nur in einem virtuellen Windkanal die Aerodynamik der Fahrzeuge zu erfassen, sondern mit Hilfe der KI konkrete Vorschläge zur Optimierung des Designs zu erarbeiten.
Metaverse in der Fabrikhalle
Bei einer weiteren Neuerung arbeitet Siemens mit dem US-Facebook-Konzern Meta (Meta Platforms (ex Facebook)) zusammen. Dabei geht es um intelligente Brillen, mit denen Industriearbeiter KI-gestützte Anweisungen direkt in ihr Sichtfeld oder aufs Ohr gespielt bekommen, während sie an Maschinen arbeiten.
Siemens positioniert sich mit den Aussagen von CEO Busch in Las Vegas stärker als Technologieanbieter für industrielle KI und digitalisierte Produktion - weg vom klassischen Maschinenbauer, hin zu einem "Tech-Partner für KI in der realen Welt".
Aktien von Siemens und NVIDIA im Fokus
Im XETRA-Handel am Mittwoch zeigte sich die Siemens-Aktie letztlich 3,51 Prozent höher bei 256,25 Euro. An der NASDAQ schloss die NVIDIA-Aktie am Dienstag derweil 0,45 Prozent tiefer bei 187,28 US-Dollar. Am Mittwoch notiert sie zeitweise 1,35 Prozent fester bei 189,78 US-Dollar.
Die Ausweitung der Zusammenarbeit mit NVIDIA im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) hat am Mittwoch die Siemens-Aktien auf ein Rekordhoch getrieben. Mit bis zu 254,40 Euro waren sie erstmals in ihrer Geschichte über der 254-Euro-Marke. Laut einem Händler erinnern die Aussagen die Anleger daran, dass Siemens mitunter als bedeutendes deutsches Unternehmen mit KI-Fantasie übersehen wird.
In der Keynote-Ansprache zur Eröffnung der Technikmesse CES kündigte Siemens-Vorstandschef Roland Busch zusammen mit NVIDIA-Chef Jensen Huang mehrere Initiativen an, um KI nicht nur bei der Simulation von Arbeitsabläufen und Designveränderungen einzusetzen, sondern den KI-Einsatz stärker in die physische Realität zu holen. "Wir stehen am Anfang einer neuen industriellen Revolution", sagte Huang. Beide Unternehmen erklärten das Ziel, gemeinsam eine Art Betriebssystem für den KI-Einsatz in der Industrie zu schaffen.
Hinzu kam noch, dass sich das Analysehaus Bernstein Research optimistisch äußerte, indem die Siemens-Bewertung mit "Outperform" wieder aufgenommen wurde. Für Siemens spreche eine zu erwartende Erholung im Segment Automatisierung, schrieb der Experte Alasdair Leslie in seiner Studie.
DOW JONES / LAS VEGAS (dpa-AFX)
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