Novo Nordisk-Aktie profitiert weiter kräftig von breiter Verfügbarkeit der Wegovy-Abnehmpille in USA

Zwei Wochen nach der Zulassung ist die neue Wegovy-Abnehmpille von Novo Nordisk flächendeckend in den USA verfügbar - und treibt dadurch den Kurs der Novo Nordisk-Aktie an.
Die Tablette - eine orale Variante der bekannten Wegovy-Spritze - ist bei über 70.000 US-Apotheken wie CVS und Costco sowie bei diversen Telemedizinanbietern wie Ro, LifeMD, Weight Watchers, NovoCare Pharmacy und GoodRx verfügbar. Das teilte der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk am gestrigen Montag per Pressemitteilung mit. Die Novo Nordisk-Aktie zog daraufhin zum Wochenstart an ihrer Heimatbörse in Kopenhagen kräftig an und schloss letztlich 4,99 Prozent höher bei 346,75 DKK. Auch am Dienstag setzten sich die starken Kursgewinne fort: Die Novo Nordisk-Aktie gewann letztlich weitere 4,99 Prozent auf 364,05 DKK.
Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte die Zulassung für das Medikament am 22. Dezember erteilt. Die einmal täglich einzunehmende Tablette ist das erste orale GLP-1-Abnehmpräparat auf dem Markt. Der Konkurrent Eli Lilly hat erst kürzlich die US-Zulassung für seine eigene GLP-1-Abnehmtablette beantragt.
Die Wegovy-Tablette wird zu einem Preis von 149 Dollar pro Monat für die Anfangsdosis von 1,5 Milligramm verkauft. Die 4-Milligramm-Dosis ist bis zum 15. April ebenfalls für 149 Dollar pro Monat erhältlich, danach steigt der Preis auf 199 Dollar pro Monat.
Die höchsten Dosierungen von 9 und 25 Milligramm sollen nach Unternehmensangaben 299 Dollar pro Monat kosten.
Studien zur Wegovy-Tablette haben gezeigt, dass Patienten bei konsequenter Einnahme über 64 Wochen durchschnittlich 16,6 Prozent ihres Gewichts verlieren, sofern die Einnahme mit einer kalorienreduzierten Diät und mehr Bewegung einhergeht.
Analyst Richard Vosser von JPMorgan veranschlagt für die Wegovy-Pille im laufenden Jahr in den USA einen Umsatz von 750 Millionen US-Dollar. Insgesamt prognostiziert der Experte für das Abnehmmittel auf dem US-Markt 2026 aber einen Umsatzrückgang von 10 bis 15 Prozent. Voraussichtliche Preisrückgänge dürften von steigenden Volumina nicht ausgeglichen werden.
DOW JONES / dpa-AFX
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