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03.07.2018 16:43

FinTech Group: Volatilität als zusätzlicher Treiber

Folgen
Die FinTech Group hat in 2017 solide Zuwächse erwirtschaftet, im laufenden Jahr soll die Dynamik noch zunehmen. Eine höhere Börsenvolatilität könnte dabei helfen.
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Eine Kolumne von Holger Steffen. Der Anlageexperte ist Berater für den Value-Stars-Deutschland-Index, der seit Auflage im Dezember 2013 einen Kurszuwachs von 114,3% verzeichnet hat (Stand 02.07.18, 7.30 Uhr).

Die FinTech Group hat die detaillierten Zahlen für 2017 vorgelegt, die den vorläufigen Werten (abgesehen von einer kleinen positiven Abweichung beim EBITDA, die aus einer Umbuchung von Personalkosten ins Finanzergebnis resultierte) weitgehend entsprachen. So konnte der Umsatz um 12,6 % auf 107 Mio. Euro gesteigert werden, während der Jahresüberschuss um 36,4 % auf 16,8 Mio. Euro zulegte. Die überproportionale Steigerung beim Nettoergebnis wurde trotz einer Normalisierung der Steuerquote (von 16,3 auf 32,4 %) durch die ausgelaufenen Belastungen aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (-0,22 Mio. Euro gegenüber -8,0 Mio. Euro im Vorjahr) ermöglicht. Ein Highlight des Jahres war zweifelsohne das Wachstum der Kundenzahl im eigenen Brokerage-Geschäft um 19,7 % auf 253,8 Tsd. Die Zahl der ausgeführten Transaktionen konnte mit einem Zuwachs von 7,7 % auf 11,3 Mio. nicht ganz mithalten, was insbesondere auf die außergewöhnlich niedrige Volatilität im Verlauf des Börsenjahres zurückzuführen war.

Sehr optimistisch

Eine höhere Schwankungs­intensität treibt die Handelsaktivität der kurzfristig orientierten Anleger an, und diesbezüglich sieht es dieses Jahr deutlich besser aus als in 2017. Aufgrund eines kräftigen Aufs und Abs hatte FinTech Group schon im März einen sehr erfolgreichen Jahresstart mit einem Anstieg der Transaktionen um rund 40 % in den ersten zwei Monaten und einem weiterhin dynamischen Kundenwachstum vermeldet. Die Kunden- und Transaktions­zahl soll nicht zuletzt wegen dieses Rückenwinds in 2018 um 10 bis 20 % steigen, das EBITDA des zugehörigen Geschäfts­segments Financial Services könnte sogar mehr als 20 % zulegen. Da auch für die zweite Sparte Technology Zuwächse um 10 bis 20 % erwartet werden, soll der Konzernumsatz im Gesamtjahr auf 120 Mio. Euro (+12 %) und das Ergebnis auf 24 Mio. Euro (+43 %) steigen. Vor diesem Hintergrund bietet die Konsolidierung, die die Aktie im Mai ausgehend von einem neuen Allzeithoch gestartet hat, eine attraktive Einstiegs­chance.

Die Aktie von FinTech Group ist seit September 2015 Mitglied im Value-Stars-Deutschland-Index und hat seitdem ohne Berücksichtigung von Dividenden um rund 102,8 % zugelegt (Stand 02.07.18, 7.30 Uhr). Der Nebenwerte-Index ist fokussiert auf Investments in aussichtsreiche Smallcaps und deutsche Nebenwerte.

Der Autor dieser Kolumne, Holger Steffen, ist Berater für den Value-Stars-Deutschland-Index

Über Holger Steffen

Holger Steffen vom Value-Stars-Deutschland-Index Holger Steffen ist einer der erfahren­sten Nebenwerte-Experten. Mit dem von ihm mitverant­worteten Muster­depot des Anlegerbriefs erzielte er seit Start im Jahr 1999 eine Rendite von 2.100 Prozent, das entspricht einer durch­schnittlichen Rendite von 18,1 Prozent pro Jahr (Stand: 31.12.2017).
Der gelernte Diplom-Kaufmann hat als wissen­schaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Finanzwirtschaft der RWTH Aachen gearbeitet. Seit mehr als 15 Jahren ist Steffen in der Finanzbranche aktiv, sein Schwerpunkt liegt in der Unternehmens- und Kapitalmarktanalyse. Der Analyst hat bereits zahlreiche Studien zu deutschen Nebenwerten verfasst und sich als Buchautor betätigt. Der Anlageexperte ist zudem Berater für den Value-Stars-Deutschland-Index, der seit Auflage im Dezember 2013 einen Kurszuwachs von 114,3% verzeichnet hat (Stand 02.07.18, 7.30 Uhr).

Hinweis zu möglichen Interessenkonflikten (§34b WpHG):

Der Autor hält über eine Gesellschaft Geschäftsanteile an der Anlegerbrief Research GmbH, die ein entgeltliches Beratungsmandat für den Value-Stars-Deutschland-Index hat. Darüber hinaus können hinsichtlich der in dieser Finanzanalyse genannten Aktien grundsätzlich folgende Interessenkonflikte vorliegen (zutreffendes gefettet):

  • Der Autor oder ein Mitautor halten direkt oder indirekt folgende in diesem Artikel analysierte Aktien: - (keine)
  • Der von der Anlegerbrief Research GmbH herausgegebene Börsenbrief "Der Anlegerbrief" hält folgende in diesem Artikel analysierte Aktien in seinen Modellportfolios: FinTech Group
  • In einem Zertifikat auf den Value-Stars-Deutschland-Index (ISIN DE000LS8VSD9) sind folgende in diesem Artikel analysierte Aktien enthalten: FinTech Group

Hinweis: Die finanzen.net GmbH unterhält geschäftliche Verbindungen zur Anlegerbrief Research GmbH, dem Berater des Referenzportfolios, und partizipiert an den Einnahmen aus der Verwaltungsgebühr und der erfolgsabhängigen Gebühr des Endlos-Zertifikats auf den Value-Stars-Deutschland-Index (WKN LS8VSD).

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