Neu: Nutzen Sie neue Funktionen auf finanzen.net als Erstes - hier informieren!
18.01.2022 17:50

AUTO1-Aktie mit Rekordtief: Eigene Verkaufsvorgabe nur knapp erfüllt

Wachstum geplant: AUTO1-Aktie mit Rekordtief: Eigene Verkaufsvorgabe nur knapp erfüllt | Nachricht | finanzen.net
Wachstum geplant
Folgen
Der Online-Gebrauchtwagenhändler AUTO1 (Autohero, wirkaufendeinauto.de) hat im vergangenen Jahr das eigene Absatzziel gerade so erreicht.
Werbung
Die Zahl der verkauften Fahrzeuge sei 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf fast 597 000 Stück gestiegen, teilte das im MDAX notierte Unternehmen am Dienstag in Berlin mit. Der Wert liegt damit noch im Rahmen der im Hebst präzisierten Prognose von rund 600 000 verkauften Fahrzeugen. Angaben zum Umsatz oder Gewinn machte das Unternehmen nicht. Diese Kennziffern sollen am 23. März bekanntgegeben werden. Die seit einiger Zeit massiv unter Druck stehende Aktie sackte weiter ab.

Der Konzern will künftig immer kurz nach dem Quartalsende seine Absatz- und Ankaufszahlen veröffentlichen. Die Zahl der angekauften Fahrzeuge legte 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 39 Prozent auf etwas mehr als 617 000 zu. Im vierten Quartal kaufte AUTO1 knapp 181 000 Fahrzeuge an - das waren 42 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Damit sei das Unternehmen "sehr gut" für weiteres Wachstum im ersten Quartal gerüstet, hieß es weiter. Zuletzt hatten sich Investoren besorgt gezeigt, dass das derzeit knappe Angebot an Gebrauchtwagen auf das Wachstum drücken könnte.

Dem Kurs der Aktie halfen die veröffentlichten Zahlen aber nur kurz auf die Beine. Nach einem freundlichen Start rutschte das Papier schnell in die Verlustzone und fiel mit bis zu rund sieben Prozent auf ein Rekordtief bei etwas mehr als 15 Euro. Damit sackte der Kurs in diesem Jahr bereits um ein Fünftel ab. Der Verlust im Vergleich zum Ausgabepreis von 38 Euro summiert sich auf 60 Prozent. Zum Handelsschluss verlor die AUTO1-Aktie via XETRA noch 3,9 Prozent auf 15,76 Euro.

Die Marktkapitalisierung liegt nur noch bei rund 3,2 Milliarden Euro, nachdem der Börsenwert in der Euphorie des ersten Handelstags zwischenzeitlich bis auf rund zwölf Milliarden Euro gestiegen war. Größter Anteilseigner ist Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge mit rund 16 Prozent der japanische Technologieinvestor Softbank. Die beiden Gründer Christian Bertermann und Hakan Koc halten jeweils noch knapp 13 Prozent. Bertermann leitet das Unternehmen, während sich Koc in den Aufsichtsrat zurückgezogen hat.

Selbst ein im Herbst abermals erhöhtes Umsatzziel konnte den Absturz der Aktie nicht aufhalten. Das Management peilte zuletzt einen Anstieg beim Erlös auf 4,5 bis 4,6 Milliarden Euro an nach einem Umsatz von 2,8 Milliarden 2020. Zudem hatte AUTO1 seine Prognose für die operative Marge im Herbst präzisiert. Der Vorstand erwartet 2021 einen operativen Verlust von 2,5 Prozent des Umsatzes, gemessen an dem um Sondereffekte bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda).

Gemessen an diesen Zielen könnte der operative Verlust im vergangenen Jahr rechnerisch bis auf 115 Millionen Euro gestiegen sein - das wären rund 100 Millionen mehr als 2020. Von Bloomberg befragte Experten rechnen mit einem Umsatz von 4,5 Milliarden Euro. Dabei gehen sie von einem operativen Verlust von rund 130 Millionen Euro aus. Für 2022 erwarten die Experten im Schnitt einen Erlös von 6,2 Milliarden sowie einen operativen Verlust von 126 Millionen.

Das Unternehmen will bei der Bilanz-Pressekonferenz die Prognose für 2022 veröffentlichen. AUTO1-Finanzchef Markus Boser hatte im November der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX gesagt, dass er sich mit den Schätzungen der Analysten für 2022 und 2023 wohlfühlt. Diese rechnen damit, dass der Umsatz im kommenden Jahr auf knapp 7,9 Milliarden Euro anzieht und sich das Unternehmen dabei operativ an die Gewinnschwelle heranrobbt.

AUTO1 selbst geht davon aus, im kommenden Jahr - wie zum Börsengang angekündigt - auf Basis des bereinigten Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schwarze Zahlen zu schreiben. AUTO1 hatte zuletzt die Investitionen hochgefahren, um weiter vom anhaltenden Trend eines stärkeren Gebrauchtwagenhandels über das Internet zu profitieren. "Um das Wachstum zu stemmen, wollen wir bis Ende 2023 rund 200 Millionen Euro investieren. Das ist etwas mehr, als wir beim Börsengang angekündigt haben", verkündete Boser im November.

Der Konzern versucht seine Bekanntheit unter anderem durch Fußball-Sponsoring zu steigern. So ist AUTO1 seit dieser Saison auf dem Trikot des Fußballvereins Hertha BSC Berlin zu sehen und auch Partner von Paris Saint-Germain. AUTO1 ist sowohl im Privat- als auch im Firmenkundengeschäft tätig, war bislang aber vor allem auf den Großhandel spezialisiert. Unter der Marke wirkaufendeinauto.de können Privatleute ihre Fahrzeuge verkaufen.

Gekauft werden kann auf der Plattform Autohero, die der Konzern derzeit mit viel Werbung zu starkem Wachstum bringen will. Über diese Marke wurden 2021 etwas mehr als 41 000 Fahrzeuge veräußert, das ist ein Plus von etwas mehr als 300 Prozent. Der Absatz im Großhandelssegment zog um rund ein Viertel auf rund 555 000 Stück an. Damit lag der Absatz im Privatkundensegment im Bereich der zuletzt präzisierten Prognose und im Großhandelsbereich etwas darunter.

/zb/tav/jha/

BERLIN (dpa-AFX)

Ausgewählte Hebelprodukte auf AUTO1
Mit Knock-outs können spekulative Anleger überproportional an Kursbewegungen partizipieren. Wählen Sie einfach den gewünschten Hebel und wir zeigen Ihnen passende Open-End Produkte auf AUTO1
Long
Short
Hebel wählen:
5x
10x
Name
Hebel
KO
Emittent
Bildquellen: IgorGolovniov / Shutterstock.com

Nachrichten zu AUTO1

  • Relevant
    1
  • Alle
    6
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu AUTO1

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
08:01 UhrAUTO1 UnderweightJP Morgan Chase & Co.
19.05.2022AUTO1 BuyGoldman Sachs Group Inc.
17.05.2022AUTO1 BuyUBS AG
12.05.2022AUTO1 BuyDeutsche Bank AG
11.05.2022AUTO1 BuyGoldman Sachs Group Inc.
19.05.2022AUTO1 BuyGoldman Sachs Group Inc.
17.05.2022AUTO1 BuyUBS AG
12.05.2022AUTO1 BuyDeutsche Bank AG
11.05.2022AUTO1 BuyGoldman Sachs Group Inc.
11.05.2022AUTO1 OverweightBarclays Capital
28.04.2022AUTO1 NeutralJP Morgan Chase & Co.
13.04.2022AUTO1 NeutralJP Morgan Chase & Co.
30.03.2022AUTO1 NeutralJP Morgan Chase & Co.
23.03.2022AUTO1 NeutralJP Morgan Chase & Co.
09.02.2022AUTO1 NeutralJP Morgan Chase & Co.
08:01 UhrAUTO1 UnderweightJP Morgan Chase & Co.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für AUTO1 nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Neue Funktionen als Erstes nutzen
Sie nutzen finanzen.net regelmäßig? Dann nutzen Sie jetzt neue Funktionen als Erstes!
Hier informieren!
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub
Werbung

AUTO1 Peer Group News

Keine Nachrichten gefunden.

Heute im Fokus

Ukraine-Krieg im Ticker: DAX geht mit Gewinnen ins Wochenende -- Canopy Growth verfehlt Erwartungen -- Klage gegen Musk und Twitter wegen Übernahme -- VW, Mercedes-Benz, Henkel, DiDi im Fokus

China sperrt offenbar Luftraum für russische Boeing- und Airbus-Flugzeuge. Jayden Braaf und Alexander Meyer wechseln zu Borussia Dortmund. Ortstermin in Peru in Zusammenhang mit Klimaklage gegen RWE. Lufthansa-Crews müssen Maskenpflicht nicht mehr durchsetzen. Beiersdorf und Rheinmetall sind DAX-Aufstiegskandidaten. BER muss durch easyJet-Abbau wohl mehrere Millionen Passagiere weniger hinnehmen.

Umfrage

Wenn morgen Bundestagswahl wäre, wen würden Sie wählen?

finanzen.net zero
finanzen.net zero

Oskar

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln