EU erlaubt Merck Übernahme von Sigma-Aldrich unter Auflagen

Der Pharmakonzern Merck KGaA hat von der EU-Kommission grünes Licht für die Übernahme des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich erhalten - allerdings unter Auflagen.
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Der Pharmakonzern Merck KGaA hat für die Übernahme des US-Laborausrüsters Sigma-Aldrich eine wichtige Hürde genommen. Die EU-Kommission erteilte grünes Licht für den Zukauf, wenn auch unter Auflagen. Der Beschluss unterliege der Bedingung, dass bestimmte Vermögenswerte von Sigma-Aldrich, insbesondere Produktionsanlagen in Deutschland, bestimmte Markenrechte sowie Vertriebspersonal, veräußert bzw. abgetreten werden, teilte die EU-Kommission mit.
Die Kommission befürchtete durch die Übernahme einen unzureichendem Wettbewerbsdruck auf dem Markt für bestimmte Laborchemikalien und daraus folgende Preisanstiege. Durch die Verpflichtungen der Unternehmen, sich von bestimmten Assets zu trennen, seien diese Bedenken ausgeräumt worden, so die Behörde.
Unter anderem haben sich Merck und Sigma-Aldrich bereit erklärt, Sigma-Produktionsanlagen im deutschen Seelze zu verkaufen. Weiterhin sollen weltweite Marken bzw. Markenzeichen veräußert werden.
Sigma-Aldrich ist mit 13 Milliarden Euro die größte Übernahme in der Firmengeschichte von Merck. Der Darmstädter Konzern verspricht sich dadurch ein kräftiges Wachstum im Life-Science-Geschäft.
Zuletzt hatten auch die japanische Wettbewerbsbehörde (JFTC) sowie das chinesische Handelsministerium (MOFCOM) ihr Plazet erteilt. Die Freigaben aus den USA, Taiwan, Südafrika, Russland, Serbien und der Ukraine waren bereits erfolgt.
"Mit diesen Genehmigungen sind wir bei der Übernahme von Sigma-Aldrich einen ganz entscheidenden Schritt vorangekommen", sagte Bernd Reckmann, Mitglied der Merck-Geschäftsleitung laut Pressemitteilung. Die Auflagen sollen nun zügig umgesetzt werden.
Den Vollzug der im September vergangenen Jahres vereinbarten Transaktion strebt Merck nach wie vor Mitte 2015 an. Es stehen allerdings noch die kartellrechtlichen Genehmigungen unter anderem aus Brasilien, Israel und Korea aus. Merck teilte mit, weiterhin eng mit den Behörden zusammenzuarbeiten.
FRANKFURT (Dow Jones)
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