Aufwand lohnt sich nicht

Rechnungslegungsgremien: Bitcoin & Co. werden in 5 Jahren verschwunden sein

14.06.19 22:05 Uhr

Rechnungslegungsgremien: Bitcoin & Co. werden in 5 Jahren verschwunden sein | finanzen.net

Die auf internationaler Ebene einflussreichen Rechnungslegungsgremien FASB und IASB glauben nicht an das Fortbestehen von Kryptowährungen. Der Grund: Zu selten finden Bitcoin und Co. tatsächlich Anwendung. Was an der Adaption hindert? Fehlende Regulierung, wie durch die FASB und IASB.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,8025 CHF 0,0001 CHF 0,02%

0,8634 EUR 0,0022 EUR 0,25%

0,7495 GBP 0,0027 GBP 0,36%

157,8323 JPY -0,3038 JPY -0,19%

0,9996 USD -0,0000 USD -0,00%

76.412,5554 CHF 80,7798 CHF 0,11%

82.215,0382 EUR 279,4873 EUR 0,34%

71.367,4355 GBP 321,5207 GBP 0,45%

15.028.708,3770 JPY -15.401,5185 JPY -0,10%

95.181,9625 USD 83,4455 USD 0,09%

2.683,5838 CHF 29,1671 CHF 1,10%

2.887,3651 EUR 38,0786 EUR 1,34%

2.506,4008 GBP 35,7985 GBP 1,45%

527.803,2902 JPY 4.648,4605 JPY 0,89%

3.342,7592 USD 35,7341 USD 1,08%

1,6465 CHF -0,0090 CHF -0,54%

1,7715 EUR -0,0055 EUR -0,31%

1,5378 GBP -0,0030 GBP -0,20%

323,8258 JPY -2,4400 JPY -0,75%

2,0509 USD -0,0115 USD -0,56%

587,8446 USD 4,1772 USD 0,72%

60,3112 CHF 0,2741 CHF 0,46%

64,8910 EUR 0,4464 EUR 0,69%

56,3292 GBP 0,4495 GBP 0,80%

Fehlende Standards bei Kryptowährungen

Obwohl es den Bitcoin schon seit über zehn Jahren gibt und seit dessen Schaffung viele weitere Kryptowährungen das Licht der Welt erblickten, wurde das Thema Regelungen von den wichtigsten Rechnungslegungsgremien bisher weitgehend ignoriert. So sagte der Vorsitzende des International Accounting Standards Board (IASB), welches Richtlinien für Rechnungslegung weltweit schafft, Hans Hoogervorst, im Dezember 2018 Folgendes: "Das IASB benötigt normalerweise fünf Jahre, um einen neuen Rechnungslegungsstandard zu entwickeln… und ich erwarte, dass Kryptowährungen vor dem Ablauf dieser Zeit verschwunden sein werden". Es würde sich also nicht lohnen, die Zeit und Mühe in notwendige Standards zu investieren, wenn diese keinen Fortbestand haben, wie Hoogervorst glaubt.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Orientierungshilfe gefordert

Nun verlangte die kalifornische Vereinigung von Wirtschaftsprüfern (CalCPA) in einem Brief an das US-Rechnungslegungsgremium Financial Accounting Standards Board (FASB) allerdings, die nötigen rechtskräftigen Regeln festzulegen, an denen sich die Wirtschaftsprüfer in puncto Kryptowährungen orientieren können. Sind solche Bilanzierungsregeln erst einmal festgesetzt, wird es für Wirtschaftsprüfer deutlich einfacher, ihre Kunden in dem noch relativ jungen Bereich der Cyberdevisen fachmännisch zu beraten. Darüber hinaus ist Nancy Rix vom CalCPA davon überzeugt, dass "Kryptowährungen nicht mit der Zeit verschwinden werden", sondern stattdessen "weiterhin in Volumen und Anwendungsfeldern wachsen" werden.

Cyberdevisen kranken an unzureichender Adaption

Jedoch reiht sich der FASB-Vorsitzende Russell Golden in die Riege der Kryptoskeptiker. Seiner Meinung nach sei das Problem bei digitalen Vermögenswerten, dass es nach wie vor zu wenige Unternehmen gäbe, die mit ihnen arbeiten würden. Die tatsächliche Nutzung von Bitcoin und Co. sei nach wie vor zu gering. Allerdings wird die Adaption von Kryptowährungen maßgeblich dadurch behindert, dass internationale Standards fehlen.

Sinneswandel?

Um das zu ändern, traf sich vor wenigen Tagen die zum IASB gehörende IFRS-Stiftung in London. Hier sollte nun doch eine endgültige Position zum Thema Cyberdevisen als Orientierungshilfe für Wirtschaftsprüfer weltweit gefunden werden. Dabei wurde mehrheitlich dem Vorstand empfohlen, Standards für Kryptowährungen festzusetzen und diese wie immaterielle Vermögenswerte zu behandeln. Darüber hinaus bot die Stiftung drei Definitionen für Cyberdevisen an. Nach diesem Treffen könnte es also sein, dass in das Thema Standards bei Kryptowährungen doch noch Bewegung kommt.

Redaktion finanzen.net

Das könnte Sie auch interessieren: finanzen.net Ratgeber Bitcoin kaufen - So geht's

Bildquellen: Wit Olszewski / Shutterstock.com