21.01.2022 06:16

Krypto-Ausblick 2022: Das trauen die Bloomberg-Experten Bitcoin und Ethereum im neuen Jahr zu

Bullenmarkt stabil?: Krypto-Ausblick 2022: Das trauen die Bloomberg-Experten Bitcoin und Ethereum im neuen Jahr zu | Nachricht | finanzen.net
Bullenmarkt stabil?
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Kryptoanleger haben ein erfolgreiches Jahr 2021 erlebt. Trotz starker Schwankungen konnten Bitcoin & Co. kräftig an Wert gewinnen. Ob sich dieser Trend auch 2022 fortsetzt, haben Experten von Bloomberg unter die Lupe genommen.
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• Bloomberg-Analysten sehen konsolidierenden Bullenmarkt
• Kryptomarkt: Nachfrage wird Angebot übersteigen
• Bitcoin auf dem Weg zu 100.000 US-Dollar

Der Markt für Kryptoanlagen war auch im alten Jahr 2021 vor allem von Volatilität geprägt. Die starken Schwankungen sind es auch, die viele Kritiker immer wieder als Argument gegen Investments in Bitcoin, Ethereum & Co. anführen. Die Experten von Bloomberg sehen diesbezüglich aber zunehmend Entspannungstendenzen im neuen Jahr. In ihrem "Global Cryptocurrencies Outlook 2022 Report" werfen die Analysten des Finanzdienst einen Blick auf digitale Assets und haben für den gesamten Markt aber insbesondere für die größten Vertreter unter den Kryptowährungen, Bitcoin und Ethereum, weiter bullishe Prognosen im Gepäck.

Bloomberg-Analysten bleiben für Bitcoin bullish

Dem Krypto-Urgestein Bitcoin trauen die Experten einen weiteren Preisanstieg zu. Die Preisrückschläge im späten Jahresverlauf 2021 bezeichnen sie als einen "sich konsolidierenden Bullenmarkt" und glauben nicht daran, dass die Kryptowährung ihren Höchststand schon erreicht hat.

Der Bitcoin sei auf dem Weg zur 100.000 US-Dollar-Marke, schreiben die Analysten weiter. Als Hauptgrund für die positive Preisprognose führt Bloomberg die "wirtschaftlichen Grundlagen von steigender Nachfrage vs. sinkendem Angebot" an. Zudem schreite die Adaption der Kryptowährung im Mainstream immer weiter voran. Die Experten verweisen dabei insbesondere auf Bitcoin-ETFs und -Futures in den USA, Kanada und Europa sowie auf die Freigabe von Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel in El Salvador.

Darüber hinaus gehen sie davon aus, dass die starken Schwankungen beim Bitcoin-Preis künftig zunehmend nachlassen werden, da der Markt reifer werde. So könnte etwa das Wachstum von NFTs die Akzeptanz von Kryptowährungen verstärken. Und auch die Regulierungslage werde sich zugunsten von Bitcoin und dem gesamten Kryptomarkt entwickeln: "Wir erwarten, dass die USA im Jahr 2022 Kryptowährungen mit einer angemessener Regulierung einbinden werden, was damit verbundene bullishe Preisimplikationen mit sich bringt", heißt es im Krypto-Ausblick von Bloomberg weiter.

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Auch für Ethereum positive Preisaussichten

Auch die Nummer zwei unter den Kryptowährungen, Ethereum, wird im Jahr 2022 wohl positiv performen. Auch hier sehen die Experten eine steigende Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot als Preistreiber für den Cybercoin.

Ethereum habe als Anführer bei der Digitalisierungswelle, bei Tokenisierung, DeFi, Fintech und NFTs eine Spitzenposition inne. Insbesondere die Tatsache, dass die meisten NFTs auf Ethereum laufen, spreche bei einer Expansion des Ökosystems für eine steigende ETH-Nachfrage, betonen die Bloomberg-Analysten. Während Bitcoin auf dem Weg zur globalen digitalen Reservewährung sei, übernehme Ethereum diese Position im Internet.

Eine konkrete Preisprognose geben die Experten für Ethereum aber nicht ab.

2022 als Jahr der "deflationären Kräfte"

Alles in allem geht Bloomberg in seinem Ausblick auf das neue Jahr davon aus, dass Bitcoin und Ethereum Profiteure "deflationärer Kräfte" sein dürften, das bestätigte der leitende BI-Analyst Mike McGlone auch in einem Tweet:

Dies komme insbesondere dann zum Tragen, wenn die Politik der US-Notenbank zu einem anhaltenden Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen und niedrigen Aktienrenditen führen werde. "Die Tatsache, dass Kryptowährungen gegen Ende des Jahres 2021 im Vergleich zu Aktien eine divergente Stärke aufweisen, deutet auf eine mögliche, anhaltende Outperformance der digitalen Assets im Jahr 2022 hin."

McGlone betonte zuletzt, dass Vermögensverwalter, die bei ihren Investments Kryptowährungen außer Acht lassen, "größeren Risiken" ausgesetzt seien, was er damit begründet, dass Bloombergs Krypto-Index seit 2019 um 1.200 Prozent gestiegen ist, während der S&P 500 im gleichen Zeitraum nur 90 Prozent zugelegt hat: "Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist kein Indikator für zukünftige Ergebnisse, aber wenn eine neue Anlageklasse die etablierten Unternehmen übertrifft, haben Neinsager keine andere Wahl, als mitzumachen", heißt es im Global Cryptocurrencies Outlook 2022 Report weiter.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Primakov / Shutterstock.com, Lukas Gojda/Shutterstock.com
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