11.12.2020 21:06

Kursverluste beim Euro nach deutlichen Worten der EZB - Pfund unter Druck

Gemeinschaftswährung schwach: Kursverluste beim Euro nach deutlichen Worten der EZB - Pfund unter Druck | Nachricht | finanzen.net
Gemeinschaftswährung schwach
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Der Euro hat am Freitag im späten US-Devisenhandel zur Schwäche geneigt.
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Er reagierte damit auf deutliche Worte aus den Reihen der Europäischen Zentralbank (EZB). Nachdem der französische Notenbankchef und EZB-Rat Francois Villeroy de Galhau die kräftigen Kursgewinne des Euro in den vergangenen Monaten thematisiert hatte, fiel die Währung bis auf 1,2106 US-Dollar. Zuletzt lag der Euro mit 1,2114 nur knapp darüber. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2127 (Donnerstag: 1,2115) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8246 (0,8254) Euro gekostet.
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EZB-Rat Villeroy de Galhau sagte, die Notenbank sei mit Blick auf den Eurokurs "sehr wachsam". Eine derartige Formulierung kann als verbale Intervention gegen einen zu starken Euro aufgefasst werden. Ähnlich wie Villeroy hatte sich im September EZB-Chefökonom Philip Lane geäußert, als er sagte, der Wechselkurs sei für die Wirtschaft der Eurozone von hoher Bedeutung. Damals hatten Analysten auf die Marke von 1,20 US-Dollar verwiesen, deren Überschreiten der EZB offenbar Sorge bereite.

Eine starke Währung kann einerseits Ausdruck wirtschaftlicher Robustheit sein. Andererseits lastet eine zu starke Währung auf der wirtschaftlichen Entwicklung, da der Außenhandel durch teurere Exporte belastet wird. Viele Analysten sehen die Kursgewinne des Euro jedoch vor allem als Folge eines schwachen US-Dollar. Wesentlicher Grund sind die Fortschritte in der Herstellung von Corona-Impfstoffen, was die Nachfrage nach der Weltreservewährung Dollar gedämpft hat.

Unter anhaltendem Druck stand vor dem Wochenende das britische Pfund. Die Währung Großbritanniens leidet unter dem zunehmend wahrscheinlichen Szenario eines Brexit Ende des Jahres ohne Handelsabkommen mit der Europäischen Union. Nach Einschätzung vieler Ökonomen wäre dies mit wirtschaftlichem Schaden vor allem für die Briten verbunden. Großbritannien und die EU haben sich eine Verhandlungsfrist bis Sonntag gesetzt.

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: Sergey Nivens / Shutterstock.com, OlegDoroshin / Shutterstock.com
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