Nach kurzer Erholung

Darum gibt der Eurokurs etwas nach

13.03.20 17:11 Uhr

Darum gibt der Eurokurs etwas nach | finanzen.net

Der Euro hat am Freitag nicht von einem umfangreichen Hilfspaket der Bundesregierung profitieren können.

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Bis zum späten Nachmittag fiel die Gemeinschaftswährung bis auf 1,1090 US-Dollar. Sie kostete damit über einen Cent weniger als im Tageshoch. Der Dollar legte dagegen zu vielen Währungen zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1104 (Donnerstag 1,1240) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9006 (0,8897) Euro.

Der Euro beendet damit eine äußerst turbulente und auch verlustreiche Woche. Zum Wochenstart hatte die gemeinsame Währung der 19 Euroländer noch bei 1,14 Dollar notiert, am Donnerstag waren es zeitweise fast vier Cent weniger gewesen. Hauptbelastungsfaktor waren die schweren Börsenturbulenzen, die viele Anleger in den amerikanischen Dollar getrieben haben. In unruhigen Zeiten wird die US-Währung gerne als sicherer Hafen angesteuert.

Schwer wiegt auch die starke Verbreitung des Coronavirus in Italien und Spanien. In Deutschland kündigte die Bundesregierung am Freitag ein großes Unterstützungspaket an. Es umfasst unter anderem Kreditprogramme in Milliardenhöhe, die bedrohten Unternehmen zugute kommen sollen. Deutschland schalte auf "whatever it takes", kommentierte Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer. Mit der englischen Redewendung spielt Krämer auf die Worte des ehemaligen EZB-Chefs Mario Draghi an, die dieser im Krisenjahr 2012 zur Rettung des Euro gewählt hatte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,89070 (0,88623) britische Pfund, 119,11 (116,84) japanische Yen und 1,0608 (1,0549) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1541 Dollar gehandelt. Das waren 35 Dollar weniger als am Vortag./bgf/fba

FRANKFURT (dpa-AFX)

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