Preisdaten im Fokus

Aus diesen Gründen steigt der Euro zum US-Dollar etwas

29.08.25 21:23 Uhr

Euro Dollar Kurs: So beeinflussen die Inflationsdaten den Eurokurs am Freitag | finanzen.net

Der Kurs des Euro ist am Freitag nach der Veröffentlichung von aktuellen Wirtschaftsdaten aus den USA leicht gestiegen.

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Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung im New Yorker Handel bei 1,1698 US-Dollar, nachdem das Tagestief zuvor nahe der Marke von 1,1650 Dollar gelegen hatte.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1658 (Donnerstag: 1,1676) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8578 (0,8565) Euro.

Am Vormittag hatte sich die Aufmerksamkeit zunächst auf Preisdaten aus der Eurozone gerichtet. In Frankreich und in Spanien waren die Inflationsraten für August jeweils geringer als erwartet ausgefallen. In Deutschland dagegen hat sich das Leben im August wieder stärker verteuert. Die Verbraucherpreise lagen um 2,2 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

"Die bislang veröffentlichten Details zeigen, dass vorerst mit keinem weiteren spürbaren Rückgang der Inflationsrate zu rechnen ist", schrieb Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. Die Kerninflationsrate, bei der die stark schwankenden Preise für Nahrungsmittel und Energie ausgeklammert werden, scheine keine Anstalten zu machen, weiter nachgeben zu wollen. Gleichzeitig lässt der preisdämpfende Effekt der Energiepreise Gitzel zufolge nach und die Lebensmittelpreise könnten tendenziell wieder etwas stärker zulegen.

Später wurden dann auch aus den USA aktuelle Preisdaten bekannt. Die Kernrate des PCE-Deflators, der ein bevorzugtes Preismaß der US-Notenbank Fed ist, erfüllte mehr oder weniger die Erwartungen. Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, legte leicht auf 2,9 Prozent zu. Wie es hieß, macht es dies den Währungshütern mit möglichen Zinssenkungen nicht leicht. Der Preisdruck bleibt größer als erwünscht.

Des Weiteren wurde bekannt, dass die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Juli etwas stärker gestiegen waren als im Juni. Wie außerdem das von der Universität Michigan erhobene Konsumklima zeigte, hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im August etwas stärker eingetrübt als erwartet.

FRANKFURT (dpa-AFX)

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