Schwache Daten belasten

Euro Dollar Kurs: Darum gibt der Euro erneut nach

07.09.23 16:49 Uhr

Euro Dollar Kurs: Darum gibt der Euro erneut nach | finanzen.net

Nach erneut schwachen Wirtschaftsdaten ist es für den Euro am Donnerstag weiter bergab gegangen.

Werte in diesem Artikel
Devisen

0,1225 EUR 0,0001 EUR 0,12%

8,1620 CNY -0,0091 CNY -0,11%

0,8677 GBP 0,0000 GBP 0,00%

9,0971 HKD 0,0039 HKD 0,04%

183,0200 JPY 0,0400 JPY 0,02%

1,1683 USD 0,0002 USD 0,02%

1,1525 EUR -0,0002 EUR -0,02%

0,0055 EUR 0,0000 EUR -0,02%

0,8561 EUR -0,0003 EUR -0,04%

Bei 1,0686 US-Dollar notierte die Gemeinschaftswährung Euro so niedrig wie seit mehr als drei Monaten nicht mehr. Im New Yorker Handel kostete sie mit zuletzt 1,0698 Dollar unwesentlich mehr. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0710 (Mittwoch: 1,0745) Dollar festgesetzt, und der Dollar hatte damit 0,9337 (0,9306) Euro gekostet.

Die Gesamtproduktion der deutschen Industrie ging im Juli im Vergleich zum Vormonat mit 0,8 Prozent doppelt so stark zurück wie von Analysten prognostiziert. "Kein wirkliches Desaster, aber wieder eine Zahl, die das anhaltende Abbröckeln der Konjunktur unterstreicht", kommentierte Ökonom Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg. Die Industrie in der größten Volkswirtschaft der Eurozone leidet seit längerem unter einer Vielzahl von Belastungen, darunter die schwache Weltwirtschaft.

Zudem wuchs die Wirtschaft in der Eurozone im zweiten Quartal schwächer als zunächst ermittelt. Bereits in den beiden Vorquartalen war die wirtschaftliche Entwicklung der 20 Euro-Staaten schwach ausgefallen.

Der Euro wird schon seit einiger Zeit von einer Kombination aus schwachen heimischen Wirtschaftsdaten und soliden US-Konjunkturzahlen in die Zange genommen. So gingen an diesem Donnerstag die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den Vereinigten Staaten deutlich zurück, wogegen Ökonomen mit einem Anstieg gerechnet hatten. Hinzu kommt die Erwartung, dass die EZB auf ihrer nächsten Sitzung in einer Woche mit ihren Zinsanhebungen zumindest pausieren könnte - auch das schmälert tendenziell die Attraktivität des Euro als Anlagewährung.

NEW YORK (dpa-AFX)

Bildquellen: Nagy-Bagoly Arpad / Shutterstock.com, Sergey Nivens / Shutterstock.com