finanzen.net
07.06.2019 20:53
Bewerten
(1)

Bitcoin-Konkurrenz: Bringt Russlands Zentralbank bald eine goldgedeckte Kryptowährung heraus?

Vorsichtiger Einstieg: Bitcoin-Konkurrenz: Bringt Russlands Zentralbank bald eine goldgedeckte Kryptowährung heraus? | Nachricht | finanzen.net
Vorsichtiger Einstieg
DRUCKEN
Christine Lagarde, die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hat die Zentralbanken aufgefordert, eigene Kryptowährungen in Betracht zu ziehen. In Russland kommt man dieser Empfehlung womöglich nach.
Grundsätzlich stehen Kryptowährungen in Konkurrenz zu Fiatgeld, den nationalen Währungen, die von den weltweiten Notenbanken herausgegeben werden. Doch ihre zahlreichen Vorteile stoßen auch bei den Währungshütern auf vorsichtiges Interesse.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Geteilte Meinungen

Sicher, einfach und benutzerfreundlich - so beschreibt beispielsweise die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) Cyberwährungen. Und sie stieß zumindest teilweise auf offene Ohren: Im Mai 2019 etwa transferierten die Bank of Canada (BoC) und die Monetary Authority of Singapore (MAS) Digitalwährungen mit Hilfe der Blockchain-Technologie. Es war das erste Mal, dass Zentralbanken die Blockchain-Technologie nutzten, um Digitale Währungen auszutauschen.

Doch nicht alle sind so optimistisch, was das Internetgeld angeht. So ist Jerome Powell, der Präsident der US Federal Reserve, kein Fan von Kryptowährungen. So hat er in 2018 im Rahmen des Financial Service Committee heftige Kritik geäußert und vor hohen Risiken für Investoren und Nutzer gewarnt.

Zurückhaltend hat sich auch EZB-Direktor Benoit Coeure gezeigt. So seien Notenbanken aus seiner Sicht noch lange nicht so weit, eigene Kryptowährungen einzuführen, da sich die meisten von ihnen mit ihren Untersuchungen zu Digitalwährungen noch in einem frühen Stadium befinden. Deshalb halte er es für unwahrscheinlich, dass eine digitale Zentralbank-Währung, in welcher Form auch immer, innerhalb der nächsten Dekade eingeführt wird, sagte er Ende 2018.

Russland befasst sich mit Kryptogeld

Auch Elvira Nabiullina, die Chefin der russischen Zentralbank, hat den Einsatz von Kryptogeld als Zahlungsmittel in der Vergangenheit kategorisch abgelehnt. Doch dann schrieb die Duma eine Studie über eine mögliche Nutzung und staatliche Regulierung von Kryptowährungen aus. Dahinter könnte Präsident Vladimir Putin stehen, der sich schon mehrfach zu deren Chancen und Gefahren geäußert hatte.

Wie "BTC Echo" nun unter Berufung auf die russische Nachrichtenagentur "Tass" berichtet, erwägt die russische Notenbank nun jedoch eine goldgedeckte Kryptowährung, die bei internationalen Ausgleichszahlungen zum Einsatz kommen könnte, nicht aber im Inland. Wie diese jedoch genau ausgestaltet sein soll, wird nicht erwähnt.

Nabiullina wird mit den Worten zitiert: "Im Rahmen wechselseitiger Ausgleichszahlungen werden wir natürlich den Vorschlag einer goldgedeckten Kryptowährung bedenken. Aber meiner Meinung nach ist es wichtiger, Ausgleichszahlungen in Landeswährungen zu ermöglichen" Sie schränkte aber auch gleich ein: "Grundsätzlich sehen wir Kryptowährungen für nationale Angelegenheiten kritisch. Die Möglichkeit, dass Kryptowährungen als monetärer Ersatz herhalten, sehen wir nicht. Jedenfalls nicht in diesem [nationalen] Bereich".

Redaktion finanzen.net

Das könnte Sie auch interessieren: finanzen.net Ratgeber Bitcoin kaufen - So geht's

Bildquellen: Lukasz Stefanski / Shutterstock.com, r.classen / Shutterstock.com

Devisenkurse

NameKurs+/-%
Dollarkurs1,12180,0024
0,21
Japanischer Yen121,54500,1350
0,11
Pfundkurs0,8882-0,0036
-0,40
Schweizer Franken1,1169-0,0029
-0,26
Russischer Rubel71,6432-0,0593
-0,08
Bitcoin8112,9302-1,3101
-0,02
Chinesischer Yuan7,74430,0158
0,20

Heute im Fokus

DAX schließt mit kleinem Minus-- Steinhoff schreibt erneut Milliardenverlust -- Adobe: Cloud-Geschäft treibt Umsatz -- 1&1 Drillisch, Carl Zeiss, Sanofi, FMC, Vossloh, HELLA im Fokus

Harley-Davidson schließt trotz Trump-Kritik Partnerschaft in China. Siltronic- und Infineon-Aktie ziehen an: Deutsche Chipwerte im Erholungsmodus. Hummels-Transfer von Bayern zum BVB anscheinend perfekt. Daimler-, VW- und BMW-Aktie im Fokus: US-Kartellklagen gegen deutsche Autobauer vorerst abgewiesen.
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Glauben Sie die Anschuldigung der USA, dass der Iran für die Angriffe gegen Tanker im Golf von Oman verantwortlich ist?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
SteinhoffA14XB9
Deutsche Bank AG514000
NEL ASAA0B733
Daimler AG710000
Beyond MeatA2N7XQ
Amazon906866
Infineon AG623100
TeslaA1CX3T
Lufthansa AG823212
BayerBAY001
CommerzbankCBK100
Microsoft Corp.870747
BASFBASF11
Apple Inc.865985