Vorsichtiger Einstieg

Bitcoin-Konkurrenz: Bringt Russlands Zentralbank bald eine goldgedeckte Kryptowährung heraus?

07.06.19 20:53 Uhr

Bitcoin-Konkurrenz: Bringt Russlands Zentralbank bald eine goldgedeckte Kryptowährung heraus? | finanzen.net

Christine Lagarde, die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hat die Zentralbanken aufgefordert, eigene Kryptowährungen in Betracht zu ziehen. In Russland kommt man dieser Empfehlung womöglich nach.

Werte in diesem Artikel
Devisen

64.821,5636 CHF 180,8749 CHF 0,28%

70.774,5318 EUR 108,6920 EUR 0,15%

61.267,9710 GBP 23,6963 GBP 0,04%

12.982.215,7581 JPY 32.076,7545 JPY 0,25%

83.894,2503 USD -660,9680 USD -0,78%

2.085,6421 CHF -68,8265 CHF -3,19%

2.277,1796 EUR -78,1067 EUR -3,32%

1.971,3048 GBP -69,9616 GBP -3,43%

417.704,4474 JPY -13.922,5596 JPY -3,23%

2.699,3082 USD -118,9099 USD -4,22%

1,3340 CHF -0,0459 CHF -3,33%

1,4565 EUR -0,0521 EUR -3,45%

1,2609 GBP -0,0466 GBP -3,56%

267,1683 JPY -9,2889 JPY -3,36%

1,7265 USD -0,0786 USD -4,35%

50,4297 CHF -0,1047 CHF -0,21%

55,0610 EUR -0,1838 EUR -0,33%

47,6651 GBP -0,2141 GBP -0,45%

10.099,8678 JPY -24,2158 JPY -0,24%

65,2678 USD -0,8353 USD -1,26%

426,7862 CHF 3,1832 CHF 0,75%

465,9806 EUR 2,8937 EUR 0,62%

403,3892 GBP 2,0437 GBP 0,51%

85.475,1048 JPY 610,3445 JPY 0,72%

Grundsätzlich stehen Kryptowährungen in Konkurrenz zu Fiatgeld, den nationalen Währungen, die von den weltweiten Notenbanken herausgegeben werden. Doch ihre zahlreichen Vorteile stoßen auch bei den Währungshütern auf vorsichtiges Interesse.

Sie möchten in Kryptowährungen investieren? Unsere Ratgeber erklären, wie es innerhalb von 15 Minuten geht:
» Bitcoin kaufen, Ripple kaufen, IOTA kaufen, Litecoin kaufen, Ethereum kaufen, Monero kaufen.

Geteilte Meinungen

Sicher, einfach und benutzerfreundlich - so beschreibt beispielsweise die Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF) Cyberwährungen. Und sie stieß zumindest teilweise auf offene Ohren: Im Mai 2019 etwa transferierten die Bank of Canada (BoC) und die Monetary Authority of Singapore (MAS) Digitalwährungen mit Hilfe der Blockchain-Technologie. Es war das erste Mal, dass Zentralbanken die Blockchain-Technologie nutzten, um Digitale Währungen auszutauschen.

Doch nicht alle sind so optimistisch, was das Internetgeld angeht. So ist Jerome Powell, der Präsident der US Federal Reserve, kein Fan von Kryptowährungen. So hat er in 2018 im Rahmen des Financial Service Committee heftige Kritik geäußert und vor hohen Risiken für Investoren und Nutzer gewarnt.

Zurückhaltend hat sich auch EZB-Direktor Benoit Coeure gezeigt. So seien Notenbanken aus seiner Sicht noch lange nicht so weit, eigene Kryptowährungen einzuführen, da sich die meisten von ihnen mit ihren Untersuchungen zu Digitalwährungen noch in einem frühen Stadium befinden. Deshalb halte er es für unwahrscheinlich, dass eine digitale Zentralbank-Währung, in welcher Form auch immer, innerhalb der nächsten Dekade eingeführt wird, sagte er Ende 2018.

Russland befasst sich mit Kryptogeld

Auch Elvira Nabiullina, die Chefin der russischen Zentralbank, hat den Einsatz von Kryptogeld als Zahlungsmittel in der Vergangenheit kategorisch abgelehnt. Doch dann schrieb die Duma eine Studie über eine mögliche Nutzung und staatliche Regulierung von Kryptowährungen aus. Dahinter könnte Präsident Vladimir Putin stehen, der sich schon mehrfach zu deren Chancen und Gefahren geäußert hatte.

Wie "BTC Echo" nun unter Berufung auf die russische Nachrichtenagentur "Tass" berichtet, erwägt die russische Notenbank nun jedoch eine goldgedeckte Kryptowährung, die bei internationalen Ausgleichszahlungen zum Einsatz kommen könnte, nicht aber im Inland. Wie diese jedoch genau ausgestaltet sein soll, wird nicht erwähnt.

Nabiullina wird mit den Worten zitiert: "Im Rahmen wechselseitiger Ausgleichszahlungen werden wir natürlich den Vorschlag einer goldgedeckten Kryptowährung bedenken. Aber meiner Meinung nach ist es wichtiger, Ausgleichszahlungen in Landeswährungen zu ermöglichen" Sie schränkte aber auch gleich ein: "Grundsätzlich sehen wir Kryptowährungen für nationale Angelegenheiten kritisch. Die Möglichkeit, dass Kryptowährungen als monetärer Ersatz herhalten, sehen wir nicht. Jedenfalls nicht in diesem [nationalen] Bereich".

Redaktion finanzen.net

Das könnte Sie auch interessieren: finanzen.net Ratgeber Bitcoin kaufen - So geht's

Bildquellen: Lukasz Stefanski / Shutterstock.com, r.classen / Shutterstock.com