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22.09.2018 11:30
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Fondsmanagerin Haubelt: "Bei Banken halten wir uns zurück"

Euro am Sonntag-Interview: Fondsmanagerin Haubelt: "Bei Banken halten wir uns zurück" | Nachricht | finanzen.net
Ilga Haubelt
Euro am Sonntag-Interview
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Dividendenfonds: Ausschüttungsstarke Aktien haben zwei magere Jahre hinter sich. Nun lohnt sich der Blick wieder, wie Deka-Fondsmanagerin Ilga Haubelt überzeugt ist.
€uro am Sonntag
von Ralf Ferken, Euro am Sonntag

Globale Dividendenfonds sind in Deutschland populär. Das zeigt etwa der Deka-DividendenStrategie, in den Anleger mittlerweile rund sechs Milliarden Euro investiert haben. Seit Januar 2014 managt Ilga Haubelt von Frankfurt aus den größten Aktienfonds von Deka Investment, der Fondstochter der Sparkassen. €uro am Sonntag sprach mit der promovierten Volkswirtin über ihre Strategie und die künftigen Aussichten für Dividendenwerte.


€uro am Sonntag: Frau Haubelt, worauf können sich Anleger einstellen, wie Sie in den Deka-DividendenStrategie investieren?
Ilga Haubelt:
Wir möchten Anlegern mit diesem Fonds eine defensive Aktienanlage anbieten. Dazu investieren wir weltweit in Aktien, die im Schnitt eine höhere Dividendenrendite aufweisen als ein breit aufgestellter globaler Aktienindex. Zweimal pro Jahr schütten wir die angesammelten Erträge jeweils an die Anleger aus.


Wie hoch ist die Dividendenrendite momentan im Fonds?
Sie liegt im Schnitt bei 3,4 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt mehr als im MSCI-World-Index und deutlich mehr als bei vergleichbaren Unternehmensanleihen in Europa, Japan und Asien. Nestlé-Aktien bieten zum Beispiel drei Prozent Rendite, Nestlé-Anleihen null Prozent.

Sie achten auf hohe Dividenden. Worauf noch?
Auf die Mischung kommt es an. Wir achten auf die Höhe, die Stabilität und das Wachstum der Dividenden. Zudem schätzen wir Unternehmen mit starken Marken und guten Geschäftsmodellen. Dagegen meiden wir Unternehmen, die ihre Gewinne übermäßig stark an die Aktionäre ausschütten und die zu stark verschuldet sind.


Welche Aktien passen besonders gut zu Ihrer Strategie?
Wir investieren überwiegend in klassische Dividendensektoren wie Konsum, Pharma und Versicherungen, die vergleichsweise hohe Ausschüttungsrenditen bieten. Zu unseren zehn größten Einzelwerten zählen beispielsweise Allianz, Münchener Rück, Nestlé, Novartis und Roche.

Banken meiden Sie?
Ja, wir halten uns da zurück. Bei den Finanzwerten bevorzugen wir Versicherungen oder Börsenbetreiber.

Kaufen Sie auch IT-Werte?
Selektiv ja, wenn sie eine Dividende zahlen und unsere Kriterien erfüllen. Derzeit besitzen wir etwa Anteile an Cisco und Microsoft.

Inwiefern spielen kleine und mittelgroße Unternehmen für Ihre Strategie eine Rolle?
Unser Schwerpunkt liegt auf den Large Caps, allein schon aufgrund der Größe des Portfolios. Nebenwerte sind aber mein Steckenpferd, die ich gern beimische. Aufgrund der Deregulierung und der Steuerreform in den USA haben wir beispielsweise einige schöne Möglichkeiten bei US-Nebenwerten gefunden.

Seit Mitte 2016 entwickeln sich globale Dividendenaktien schwächer als der breite Markt. Woran liegt das?
Klassische Dividendentitel aus dem Tabak-, Telekom- oder Immobiliensektor liefen in dieser Zeit schlechter als Momentum- und Growth-Werte. Dadurch ist die Bewertung unserer Aktien im Quervergleich jedoch attraktiver geworden.

Wo liegen aus heutiger Sicht die größten Risiken für Dividendenaktien?
Unruhig schlafen würde ich, falls es zu einem plötzlichen Anstieg der Inflation käme. Dann würden vermutlich die Zinsen steigen, sodass Anleihen zu einer Konkurrenz für Dividendenaktien würden.

Defensive Aktienstrategie
Dividendenwerte taten sich zuletzt schwer, sind dadurch aber relativ attraktiv bewertet. Falls die Märkte korrigieren, könnten defensive Qualitätsaktien aus relativer Sicht profitieren.




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