Goldpreis

COT-Report: Comeback der Goldspekulanten

27.06.15 15:00 Uhr

COT-Report: Comeback der Goldspekulanten | finanzen.net

Der am Freitagabend veröffentlichte wöchentliche Commitments of Traders-Report der US-Aufsichtsbehörde CFTC wies bei großen und kleinen Spekulanten einen markanten Zuwachs an Optimismus aus.

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von Jörg Bernhard

Auch bei der Anzahl offener Kontrakte (Open Interest), war in der Woche zum 23. Juni ein signifikantes Plus von 415.718 auf 430.978 Futures (+3,7 Prozent) registriert worden. Ein noch stärkeres Interesse an Gold-Futures wurde zuletzt vor drei Monaten festgestellt. Mit dem Optimismus großer und kleiner Spekulanten ging es ebenfalls bergauf. Bei der kumulierten Netto-Long-Position (optimistische Markterwartung) der spekulativen Marktakteure kam es auf Wochensicht zu einem kräftigen Anstieg von 76.637 auf 100.888 Kontrakte (+31,6 Prozent). Maßgeblich verantwortlich für das dicke Plus waren in erster Linie die Großspekulanten (Non-Commercials), deren Netto-Long-Position von 75.723 auf 95.114 Futures anzog. Bei den Kleinspekulanten (Non-Reportables) erhöhte sich die Netto-Long-Position von 914 auf 5.774 Futures.

Goldpreis: Trotz Griechen-Drama schwächer

Angesichts der immer akuter drohenden Staatskrise Griechenlands kann man die Entwicklung des Goldpreises als eher enttäuschend bezeichnen. Die Gelassenheit der Akteure an den Goldmärkten lässt nur einen Schluss zu. Das Thema Griechenland hat offensichtlich nicht das Zeug dazu, die internationalen Finanzmärkte in eine größere Krise zu stürzen. Entweder, weil man den Griechen nicht zutraut das Hilfsangebot abzulehnen, oder weil man im Falle einer Staatspleite keine weitere Ansteckungsgefahr für die anderen weniger solide aufgestellten Euro-Länder sieht. Ein Punkt verwundert dabei dennoch etwas: Sowohl an der Shanghai Gold Exchange als auch beim weltgrößten Gold-ETF SPDR Gold Shares gab es in der abgelaufenen Handelswoche markante Umsatzzuwächse bzw. Kapitalzuflüsse zu beobachten. Im Goldpreis hat sich dies allerdings nicht positiv niedergeschlagen - dieser verbuchte nämlich einen Wochenverlust in Höhe von 2,4 Prozent.

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