Aktien von Rheinmetall, RENK, HENSOLDT und TKMS im Fokus: Rheinmetall und OHB bestätigen Kooperationsgespräche - OHB +35%

Der Satellitenhersteller OHB hat Kooperationsgespräche mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall bestätigt.
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Dabei gehe es "um eine Zusammenarbeit für die Beteiligung an möglichen Vergabeverfahren der öffentlichen Hand", teilten die Bremer am Montagnachmittag mit ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Zuvor hatten die Financial Times (FT) und das Handelsblatt unter Berufung auf informierte Personen berichtet, die beiden Unternehmen sprächen über eine gemeinsame Bewerbung für ein Satellitenprojekt der Bundeswehr. Es soll sich dabei um die Satellitenkonstellation "SATCOMBw Stufe 4" handeln. Mit mindestens hundert Satelliten sollen bis 2029 Panzer, Schiffe oder Soldaten miteinander vernetzt werden.
Der Auftragswert könnte laut FT bei bis zu 10 Milliarden Euro liegen. Die Ausschreibung für das Bundeswehr-Projekt könne schon im Februar erfolgen und auch Airbus könnte sich bewerben, berichtete das Handelsblatt. .
Das Projekt soll bis 2029 mit bis zu 200 Satelliten Panzer, Schiffe oder Soldaten vernetzen. Es ähnelt dabei in technischen Details dem Satellitennetzwerk Starlink, das von SpaceX betrieben wird, der Weltraumfirma von Elon Musk. Schon im Februar könnte die Ausschreibung erfolgen, wie ein Insider dem Blatt sagte.
Der Aktienkurs von OHB war daraufhin zwischenzeitlich um rund 40 Prozent nach oben geschossen. Allerdings befinden sich nur sehr wenige der Papiere im Streubesitz. Dies kann leicht zu starken Kursausschlägen führen. Das Papier von Rheinmetall notierte am frühen Nachmittag hingegen gut ein Prozent tiefer.
Rheinmetall kooperiert bereits mit Iceye
Rheinmetall will künftig verstärkt im Geschäft mit Aufnahmen von Weltraum-Satelliten mitmischen. Eine Zusammenarbeit mit OHB wäre hier bereits die zweite Kooperation des Rüstungskonzerns mit einem Satellitenhersteller: Im Dezember hatte sich Rheinmetall bereits mit Iceye aus Finnland zusammengetan, um einen 1,7 Milliarden Euro schweren Großauftrag der Bundeswehr an Land zu ziehen - mit Erfolg.
Damals ging es um Zugang zu weltraumgestützten Aufklärungsdaten. Die Rüstungsfirma hat dafür ein Gemeinschaftsunternehmen mit Iceye gegründet, um im zweiten oder dritten Quartal 2026 mit der Produktion von Satelliten in Neuss zu beginnen. In dem dortigen Rheinmetall-Werk wurden bislang Autoteile gebaut, dieser Geschäftsbereich wird aber abgegeben und die Produktion auf Militärgüter und Satelliten umgestellt.
Rheinmetall stellt bisher vor allem Panzer, Munition und Artillerie her. Der Ukraine-Krieg hat den Bedarf an solchen Militärgütern deutlich steigen lassen, die Auftragsbücher der Rüstungsfirma mit ihrer Zentrale in Düsseldorf und ihrem größten Werk im niedersächsischen Unterlüß sind so voll wie noch nie.
Inzwischen arbeitet Rheinmetall daran, sein Portfolio zu erweitern. Deutschlands größter Rüstungskonzern hatte sich mit der Bremer Werftengruppe Lürssen bereits auf einen Kauf ihrer Militärsparte NVL geeinigt. Zu NVL zählen noch weitere Werft-Standorte in Hamburg und Wilhelmshaven.
Bund investiert 35 Milliarden Euro in Weltraumsicherheit
Im November hatte die Bundesregierung ihre erste Weltraumsicherheitsstrategie vorgestellt - mit dem Ziel, Deutschland "glaubwürdig abschreckungs- und verteidigungsfähig aufzustellen". Im Zentrum steht dabei der Schutz von Satelliten und Kommunikationstechnik. Bis 2030 will allein das Bundesministerium der Verteidigung 35 Milliarden Euro für Raumfahrt und Weltraumsicherheit aus seinem Etat zur Verfügung stellen.
So reagieren die Aktien des Rüstungssektors
Auf XETRA gab die Rheinmetall-Aktie letztlich 2,13 Prozent auf 1.791,00 Euro ab. RENK fielen daneben um 3,31 Prozent auf 57,48 Euro, HENSOLDT gaben um 3,43 Prozent auf 84,55 Euro nach und TKMS verloren um 2,93 Prozent auf 96,85 Euro. Die OHB-Aktie sprang letztlich um 35,26 Prozent auf 234,00 Euro hoch.
DOW JONES /
BREMEN/DÜSSELDORF (dpa-AFX)
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