AMS Osram sieht Wachstumspotential bei Digital Photonics - Aktie beflügelt
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ZÜRICH (dpa-AFX) - AMS Osram (ams-OSRAM) sieht sich nach dem Verkauf des nicht-optischen Sensorgeschäfts an Infineon in einer guten Position. Das Unternehmen soll zum führenden Anbieter im Bereich Digital Photonics werden. Dabei liegt der Fokus auf optischen Halbleitern für die Erzeugung von Licht und für Sensoren. "Wir sind künftig das Photonic Powerhouse", sagte Konzernchef Aldo Kamper am Mittwoch. Verwendet werden die optischen Halbleiter etwa in der Autoindustrie, bei Augmented-Reality-Brillen, in der Robotik oder für optische Datenverbindungen in KI-Rechenzentren.
Die in der Schweiz notierten Aktien sprangen am Vormittag um rund elf Prozent nach oben. Damit notieren die seit längerem unter Druck stehenden Papiere wieder auf den Niveaus vom Anfang des Jahres. Positiv aufgenommen wird von den Analysten nicht zuletzt der Kaufpreis, der von den Experten durchgehend als attraktiv bezeichnet wird. Das Unternehmen könne damit seine Verschuldung deutlich reduzieren.
Die Analysten der ZKB betonen ebenfalls die deutliche Entlastung der Bilanz. Zudem erhalte das Management mehr Zeit für eine strategische Neuausrichtung, schreibt Analyst Michael Inauen. Das laufende Geschäftsjahr sieht der Experte als Übergangsjahr mit tendenziell tieferen Ergebnissen, während die Neuausrichtung einiges an Zeit benötigen werde, um die vollen Stärken zu entfalten. Den Bereich Digital Photonics sehe er generell als sehr spannend an, dieser sei aber noch am Beginn eines möglichen Aufschwungs. Das Autolampen-Geschäft werde derweil wohl die "Cash Cow" bleiben.
Der Verkauf des hochmargigen Geschäfts mit den nicht-optischen Sensoren habe allerdings auch einen Preis, kommentiert derweil Vontobel-Analyst Mark Diethelm. So dürften zumindest im laufenden Jahr noch weitere Kosten anfallen, zudem scheine auch das neue Wachstumsziel für das Halbleiter-Geschäft niedriger auszufallen. Die neuen Ziele implizierten zudem, dass der freie Mittelzufluss im Zeitraum 2026 bis 2029 unter Druck bleiben werde. AMS Osram hatte am Vorabend den Verkauf an Infineon angekündigt. Damit sinkt die Verschuldung markant. Konkret erhält AMS Osram für den Geschäftsbereich, der nicht-optische Sensoren für die Automobil-, Industrie- und Medizintechnik anbietet, 570 Millionen Euro. Rund 230 Mitarbeitende wechseln zu Infineon. Produktionsstätten seien aber nicht Teil der Transaktion. Der Abschluss der Transaktion wird im zweiten Quartal 2026 erwartet.
Der Verkauf kommt nicht völlig überraschend. Das Unternehmen hatte im letzten Frühling angekündigt, "strategische Optionen für bestimmte Unternehmensteile mit angestrebten Erlösen von deutlich über 500 Millionen Euro" zu prüfen. Hintergrund war die noch immer hohe Schuldenlast des Konzerns.
Mit dem Verkauf konzentriert sich AMS Osram auf optische Halbleiter. Das stabile traditionelle Autolampen-Geschäft inklusive des Ersatzlampengeschäfts verbleibt im Konzern. Es soll mit seinem stetigen freien Mittelzufluss das Wachstum im Halbleiter-Geschäft unterstützen. Mit dem Verkauf des nicht optischen Automotive-, Industrie- und Medizinsensorgeschäfts schlage AMS Osram "zwei Fliegen mit einer Klappe", so Kamper: "Wir reduzieren unsere Verschuldung deutlich schneller als geplant und formen den führenden Anbieter in Digital Photonics."
Der Konzern gibt sich daher auch neue Mittelfristziele. Bis 2030 sollen im Bereich Semiconductors jährliche Wachstumsraten im mittleren bis hohen einstelligen Bereich erzielt werden. Und es werde ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von mindestens 25 Prozent angepeilt.
Für das gerade angelaufene Jahr dämpfte das Unternehmen allerdings die Erwartungen. So werde das bereinigte Ebitda des Konzerns vorübergehend niedriger ausfallen - aufgrund der Veräußerungen und eines zeitweisen Kostenüberhangs/cf/cg/AWP/nas/jha/
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