Infineon-Aktie nach Zahlen gefragt: Analysten erhöhen Kursziele teils kräftig

Nach den Quartalszahlen bestätigen Analysten ihre Zuversicht für Infineon und erhöhen teils die Kursziele deutlich. Vor allem das KI-Geschäft treibt die Erwartungen.
Werte in diesem Artikel
• Berenberg, Deutsche Bank und UBS sehen Kursziele bei bis zu 48 Euro
• JPMorgan bleibt vorsichtig mit Neutral-Rating und 40-Euro-Ziel
• KI-Geschäft ab 2027 zentraler Kurstreiber laut Analysten
Analysten erhöhen Kursziele nach Zahlen
Nach der Vorlage der Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 haben mehrere Analysten ihre positiven Einschätzungen zur Infineon-Aktie bekräftigt und die Kursziele teils angehoben.
Die Privatbank Berenberg bestätigte ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 48 Euro und verwies auf die weiterhin herausragende Nachfrage nach KI-Chips.
Auch die Deutsche Bank zeigte sich optimistisch: Analyst Johannes Schaller erhöhte das Kursziel von 44 auf 48 Euro und sieht das KI-Geschäft des Halbleiterkonzerns auf einem klaren Wachstumspfad. Spätestens 2027 dürfte sich dieser laut Analysten deutlich im Ergebnis niederschlagen.
Bruttomarge überzeugt - KI-Ausblick rückt stärker in den Fokus
Ebenfalls positiv äußerte sich die UBS, die das Kursziel von 44 auf 47 Euro anhob und an der Kaufempfehlung festhielt. Besonders die Bruttomarge habe im abgelaufenen Quartal positiv überrascht. Zudem sei der Ausblick für das KI-Geschäft im Jahr 2027 höher ausgefallen als bislang erwartet.
Vorsichtiger bleibt dagegen JPMorgan. Die US-Bank erhöhte das Kursziel zwar leicht von 39,20 auf 40 Euro, beließ die Einstufung jedoch auf "Neutral". Zwar seien die jüngsten Ergebnisse dank starker Margen besser als gedacht ausgefallen, der Ausblick entspreche jedoch weitgehend den Erwartungen und sei noch nicht an den aktuellen Dollar-Kurs angepasst.
Strukturelle Weichenstellungen ergänzen die KI-Fantasie
Neben den Analystenkommentaren rücken auch strategische Weichenstellungen bei Infineon in den Fokus. Mit der geplanten Übernahme des Sensorportfolios von ams-OSRAM stärkt der Konzern sein Geschäft in margenstarken Anwendungen für Automotive, Industrie und Medizintechnik. Parallel optimiert Infineon seine Fertigungsstruktur, unter anderem durch den Verkauf eines Backend-Standorts in Thailand, um Effizienz und Flexibilität zu erhöhen.
An der Börse geht es vor dem Wochenende leicht nach oben: Die Infineon-Aktie notiert zuletzt 0,42 Prozent fester bei 41,58 Euro und hat damit den Analysten zufolge noch ein spürbares Aufwärtspotenzial von bis zu 15 Prozent.
Redaktion finanzen.net
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