Bayer-Aktie: Asundexian senkt Schlaganfall-Risiko merklich

Der Gerinnungshemmer Asundexian von Bayer reduziert das Risiko eines ischämischen Schlaganfalls substanziell, und zwar um 26 Prozent.
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Das ist das Ergebnis der zulassungsrelevanten Studie Oceanic Stroke mit mehr als 12.300 Teilnehmern, deren Details der deutsche Pharma- und Agrarchemiekonzern bei der International Stroke Conference 2026 in New Orleans vorstellte. Damit stehen die Chancen gut, dass das Mittel, ein sogenannter FXIa-Hemmer, für Bayer doch noch zu einem Verkaufserfolg wird.
Ende 2023 hatte Bayer mit dem Prüfpräparat in seiner anderen Indikation zunächst einen Forschungsrückschlag bei der eigentlichen Hauptindikation erlitten, die Untersuchung zur Schlaganfallprävention in Kombination mit einem Thrombozytenaggregationshemmer aber fortgesetzt. Im vergangenen November erklärte Bayer dann, Asundexian habe das Schlaganfall-Risiko im Rahmen der Oceanic-Stroke-Studie signifikant verringert. Die Details wurden jetzt veröffentlicht.
Nach Angaben von Bayer waren die Ergebnisse über alle klinisch relevanten Patientengruppen konsistent, unabhängig von wesentlichen Patientenmerkmalen wie Alter, Geschlecht, Ursache des Schlaganfalls oder Schwere des Schlaganfalls. Das Leverkusener Unternehmen wird nun die Studiendaten bei den Gesundheitsbehörden zur Beantragung von Marktzulassungen für Asundexian einreichen. Bei der US-Gesundheitsbehörde FDA hat das Mittel einen Fast Track-Status bekommen.
Der Chef der Bayer-Pharmaforschung Christian Rommel sagte, er glaube, dass "Asundexian... einen bedeutenden Beitrag zur Verbesserung des Lebens von Schlaganfallpatienten und Angehörigen sowie positive Auswirkungen auf die Gesundheitssysteme weltweit haben könnte".
Asundexian gilt noch immer als möglicher Blockbuster mit Spitzenumsätzen von 1 Milliarde Euro jährlich. Weltweit etwa 12 Millionen Menschen pro Jahr erleiden einen Schlaganfall. Trotz Behandlung erleidet einer von fünf Überlebenden binnen fünf Jahren einen weiteren Schlaganfall. Wiederkehrende ischämische Schlaganfälle führen tendenziell zu größeren Behinderungen und sind mit einem höheren Sterblichkeitsrisiko verbunden als der erste Schlaganfall.
DJG/rio/sha
DOW JONES
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