finanzen.net
11.02.2019 17:52
Bewerten
(3)

Deutsche Post-Briefporto soll offenbar später und stärker steigen - Aktie zieht an

Bis auf 90 Cent: Deutsche Post-Briefporto soll offenbar später und stärker steigen - Aktie zieht an | Nachricht | finanzen.net
Bis auf 90 Cent
DRUCKEN
Die Hoffnung auf eine nun doch deutliche Portoerhöhung hat die leidgeprüften Anleger der Deutschen Post erfreut.
Die Aktien des Logistikers zogen am Montag um 2,45 Prozent auf 25,88 Euro an, nachdem es in den ersten XETRA-Handelsminuten sogar um 2,69 Prozent auf 25,94 Euro nach oben gegangen war, und zählten damit zu den Favoriten im deutschen Leitindex DAX.

Das Briefporto soll einem Zeitungsbericht zufolge zwar statt im April erst im Sommer steigen, dann aber womöglich stärker als bislang erwartet. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Entwurf zur Änderung der Post-Entgeltregulierungsverordnung des Bundeswirtschaftsministeriums. Ein Sprecher der Bundesnetzagentur sagte: "Wir sind informiert über die Pläne, die Verordnung anzupassen." Details nennen wollte er nicht. Die Netzagentur ist dem Ministerium unterstellt.

Der Zeitung zufolge gesteht das Ministerium der Post nun eine höhere Umsatzrendite zu. Dazu werde der bisher gebräuchliche europäische Vergleichsmaßstab zugunsten der Post angepasst. Durch die neuen Vorgaben werde die Bundesnetzagentur, welche die Portoanträge der Post genehmigen muss, gezwungen, einen größeren Erhöhungsspielraum einzuräumen. Aus der Branche hieß es dem Bericht zufolge, es sei eine Anhebung in Richtung 85 bis sogar 90 Cent denkbar.

Wie hoch genau das Porto für einen Standardbrief tatsächlich sein soll, legt die Post später selbst fest. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums sagte schon einmal, dass er das Porto im laufenden Jahr nicht bei 90 Cent sieht. Nach diesen Aussagen büßten die Aktien einen Teil ihrer Tagesgewinne von in der Spitze gut 3 Prozent wieder ein.

Mitte Januar hatte es die Post-Papiere noch belastet, dass der von der Bundesnetzagentur eingeräumte Spielraum für eine Preiserhöhung recht gering ausfallen soll. Für große Enttäuschung hatte damals die Aussage der Post gesorgt, dass dann zusätzliche Kostensenkungen nötig werden würden, um die Unternehmensziele noch zu erreichen.

Der Experte Damian Brewer vom Analysehaus RBC sieht nun aber gute Chancen, dass die Portoanhebung für Standardbriefe mit einem Plus von fast 29 Prozent erheblich höher ausfallen könnte als die bisher festgesetzten 4,8 Prozent. Eine derart deutliche Preissteigerung könne dem Rückgang beim Briefaufkommen und den steigenden Lohnkosten entgegenwirken.

Auch Analyst Adrian Pehl von der Commerzbank wertete die Nachricht positiv. Die deutliche Erhöhung könnte für einige Zeit Bestand haben. Damit würde es dem Konzern auch leichter fallen, wie geplant bis 2020 einen operativen Gewinn von 5 Milliarden Euro zu erwirtschaften. Zudem wären dann wohl weniger zusätzliche Umstrukturierungen über die bereits verkündeten Maßnahmen hinaus notwendig.

Unabhängig vom Briefporto äußerte sich am Montag auch die Schweizer Großbank UBS zur Post-Aktie: Analyst Dominic Edridge hielt an seiner Kaufempfehlung fest. In Deutschland scheine der Online-Händler Amazon im Gegensatz zu Großbritannien noch keine größere Bedrohung für die Post- und Paketdienstleister zu sein. Das sei gut für die Deutsche Post, da das Risiko eines schrumpfenden Paketaufkommens abnehme und Preissteigerungen wahrscheinlicher würden.

Trotz des Kursgewinns zu Wochenbeginn hinkt die Postaktie dem Markt seit einiger Zeit hinterher. In den letzten 12 Monaten ergibt sich ein Minus von fast 30 Prozent, während der Dax lediglich 9 Prozent verloren hat. Die Papiere hatten vor allem unter einer Gewinnwarnung im letzten Sommer gelitten. Gegen Jahresende waren sie dann im insgesamt sehr schwachen Börsenumfeld auch zunehmend durch den internationalen Handelsstreit unter Druck geraten.

/la/tih/jha/

-----------------------

dpa-AFX Broker - die Trader News von dpa-AFX

-----------------------

FRANKFURT (dpa-AFX Broker)

Bildquellen: Oliver-Marc Steffen / Shutterstock.com, Deutsche Post
Anzeige

Nachrichten zu Deutsche Post AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu Deutsche Post AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
18.02.2019Deutsche Post kaufenDZ BANK
11.02.2019Deutsche Post buyUBS AG
11.02.2019Deutsche Post Sector PerformRBC Capital Markets
07.02.2019Deutsche Post buyUBS AG
30.01.2019Deutsche Post buyDeutsche Bank AG
18.02.2019Deutsche Post kaufenDZ BANK
11.02.2019Deutsche Post buyUBS AG
07.02.2019Deutsche Post buyUBS AG
30.01.2019Deutsche Post buyDeutsche Bank AG
23.01.2019Deutsche Post kaufenDZ BANK
11.02.2019Deutsche Post Sector PerformRBC Capital Markets
21.01.2019Deutsche Post HoldJefferies & Company Inc.
21.01.2019Deutsche Post HoldHSBC
17.01.2019Deutsche Post HaltenIndependent Research GmbH
16.01.2019Deutsche Post market-performBernstein Research
06.11.2018Deutsche Post ReduceKepler Cheuvreux
05.09.2018Deutsche Post UnderperformCredit Suisse Group
07.08.2018Deutsche Post ReduceKepler Cheuvreux
26.07.2018Deutsche Post UnderperformCredit Suisse Group
13.06.2018Deutsche Post UnderperformCredit Suisse Group

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für Deutsche Post AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Anzeige
Anzeige
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX schließt kaum bewegt -- Wall Street im Feiertag --Wirecard: Ermittlungen gegen FT-Journalist -- Deutsche Bank-Aktionär HNA senkt Anteil -- Vapiano-Zahlen enttäuschen --PATRIZIA, Autowerte im Fokus

Bertrandt-Aktien schwach - H&A: Preisdruck und steigende Personalkosten. Commerzbank: Orphanides-Regel spricht gegen EZB-Zinserhöhung 2019. thyssenkrupptrotz EU-Bedenken optimistisch für Stahl-JV mit Tata Steel. Airbus droht mit "German-Free-Products". Arbeitslosenzahlen in Deutschland weiter gesunken. ifo: US-Sonderzölle könnten deutsche Auto-Exporte fast halbieren.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Die korruptesten Länder der Welt
In diesen Staaten ist die Korruption am höchsten
Die beliebtesten Marken im Social Web 2018
Kundenlieblinge 2018
Die teuersten Scheidungen
Diesen Menschen kommt das Liebes-Aus teuer zu stehen
Städte für Millionäre
Hier fühlen sich die Vermögenden am wohlsten
So viel verdienen die reichsten Amerikaner pro Stunde
Wer ist an der Spitze?
mehr Top Rankings

Umfrage

Sind Sie in Cannabis-Aktien investiert?

finanzen.net Brokerage

Online Brokerage über finanzen.net

Das Beste aus zwei Welten: Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade unmittelbar aus der Informationswelt von finanzen.net!
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
CommerzbankCBK100
Amazon906866
Apple Inc.865985
Aurora Cannabis IncA12GS7
Allianz840400
Deutsche Telekom AG555750
BASFBASF11
Volkswagen (VW) AG Vz.766403
Siemens AG723610
TUI AGTUAG00
Infineon AG623100
SteinhoffA14XB9