Apple-Aktie unter Druck: NVIDIA kauft Chips weg - kehrt der iKonzern zu Samsung zurück?

Apple verliert offenbar immer mehr den Zugriff auf TSMC-Chips: NVIDIA kauft die besten Halbleiter weg. Droht jetzt die Rückkehr zu Samsung?
Werte in diesem Artikel
• NVIDIA überholt Apple als größten TSMC-Kunden
• Chip-Engpässe und steigende Preise zwingen Apple zum Umdenken
• Rückkehr zu Samsung für bestimmte Chips möglich
Die Chip-Industrie erlebt derzeit einen dramatischen Wandel: Laut GameStar unter Berufung auf Angaben des Wall Street Journals hat NVIDIA Apple als wichtigsten Kunden des taiwanischen Auftragsfertigers TSMC überholt. Der KI-Boom sorge dafür, dass Unternehmen wie NVIDIA Milliardenschecks für Chips, Speicher und spezialisierte Komponenten ausstellen und damit die Vormachtstellung Apples ins Wanken bringen, heißt es.
Chip-Engpässe bedrohen Apples Lieferkette
Apple-Chef Tim Cook bestätigte die neue Realität in einem Investorengespräch zu den Ergebnissen für das vierte Quartal 2025: Es gebe "Engpässe bei der Chip-Versorgung" und "deutlich steigende Speicherpreise", weshalb der iKonzern nach Alternativen suchen müsse. Die Dominanz, die Apple über Jahre in der Elektronik-Lieferkette innehatte, bröckelt. Lieferanten, die früher strikt nach Apples Vorgaben arbeiteten, nutzen nun ihre gestiegene Verhandlungsmacht und treiben die Preise in die Höhe.
Für Apple bedeutet das konkret: Nicht alle Chips können künftig über TSMC bezogen werden. Einige Branchenbeobachter sehen dies als Signal, dass der Konzern seine Strategie überdenken muss, um die Produktionssicherheit zu gewährleisten.
Samsung könnte wieder ins Spiel kommen
Bereits in der Vergangenheit hatte Apple Samsung als Chip-Lieferanten genutzt - vom ersten iPhone bis zum A7-Prozessor im iPhone 5s. Danach verlagerte Apple die Produktion schrittweise zu TSMC, um unabhängiger von dem bei Smartphones und Tablets konkurrierenden Unternehmen zu werden. Jetzt zeichnet sich jedoch erneut eine Trendwende ab: Wie GameStar unter Berufung auf das Wall Street Journal berichtet, prüfe Apple, weniger komplexe Chips wieder bei Samsung fertigen zu lassen.
Konkrete Schritte gibt es bereits: Im August 2025 kündigte Apple an, gemeinsam mit Samsung die Chip-Fabrik in Austin, Texas, weiterzuentwickeln. Ziel sei, "eine innovative neue Technologie zur Chip-Fertigung zu entwickeln, die es noch nie auf der Welt gab". Neben der Produktion von ISOCELL-Kamerasensoren für iPhones könnten dort künftig auch weitere Chips entstehen - mit Fokus auf Energieeffizienz und Performance.
Konsequenzen für die Tech-Industrie
Die Neuordnung der Chip-Lieferketten zeigt, wie stark der KI-Boom die Branche durchschüttelt. Unternehmen wie NVIDIA investieren massiv in ihre Versorgung, während ehemalige Branchenriesen wie Apple sich neu orientieren müssen. Experten sehen darin ein Beispiel dafür, dass selbst marktführende Konzerne ihre Abhängigkeiten hinterfragen müssen, wenn lukrativere Kunden auftauchen.
Für Apple könnte die mögliche Rückkehr zu Samsung nicht nur Produktionssicherheit bedeuten, sondern womöglich auch eine Chance, Innovationspartnerschaften auszubauen. Ob dies die Vormachtstellung von TSMC langfristig gefährdet, bleibt abzuwarten.
Bettina Schneider / Redaktion finanzen.net
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