22.12.2020 06:46

BioNTech-Aktie im Plus: EU-Kommission gibt Corona-Impfstoff von BioNTech grünes Licht - Erste Impfungen in Deutschland nach Weihnachten

Corona-Impfstoff: BioNTech-Aktie im Plus: EU-Kommission gibt Corona-Impfstoff von BioNTech grünes Licht - Erste Impfungen in Deutschland nach Weihnachten | Nachricht | finanzen.net
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Die Impfungen gegen das Coronavirus können nun auch in der Europäischen Union beginnen.
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Die EU-Kommission erteilte dem Präparat des Mainzer Unternehmens BioNTech und seines US-Partners Pfizer die bedingte Marktzulassung, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag sagte. "Heute fügen wir dem Kampf gegen Covid-19 ein wichtiges Kapitel hinzu."

Es ist der erste Impfstoff gegen das Coronavirus, der in der EU genutzt werden darf. Am Nachmittag hatte die Europäische Arzneimittelagentur EMA eine bedingte Marktzulassung empfohlen. Die EU-Kommission folgte dieser Empfehlung nun. Die EMA habe den Impfstoff sorgfältig geprüft, sagte von der Leyen. Diese Prüfung habe ergeben, dass das Vakzin sicher und wirksam gegen das Coronavirus sei. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte bereits nach der EMA-Empfehlung von einem "Meilenstein in der Pandemiebekämpfung" gesprochen.

In Deutschland sollen die ersten Dosen an diesem Sonntag gespritzt werden. Bis dahin soll das bundeseigene Paul-Ehrlich-Institut (PEI) die Impfchargen prüfen und freigeben. Zunächst soll es für Deutschland rund 400 000 Dosen geben. Als erstes sollen die über 80-Jährigen, Personal und Bewohner von Pflegeheimen sowie auch Gesundheitspersonal mit sehr hohem Infektionsrisiko geimpft werden. Nach den klinischen Studien gibt BioNTech die Wirksamkeit des Impfstoffs mit 95 Prozent an.

Im Januar könnten nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums drei bis vier Millionen Dosen zur Verfügung stehen. Im ersten Quartal rechnet Spahn mit 11 bis 13 Millionen Impfdosen. Da das Präparat zweimal verabreicht werden muss, würde diese Menge in etwa für 5,5 bis 6,5 Millionen Menschen reichen. Insgesamt hat sich der Bund über einen EU-weiten Schlüssel und nationale Vereinbarungen bisher mehr als 300 Millionen Dosen gesichert - von BioNTech und anderen Herstellern.

In anderen Ländern wie den USA oder Großbritannien wird das Präparat von BioNTech/Pfizer bereits auf Grundlage einer Notfallzulassung genutzt.

BioNTech will mit Lieferung starten

Nach der bedingten Zulassung ihres Corona-Impfstoffs in der Europäischen Union wollen BioNTech und Pfizer sofort die ersten Lieferungen des Präparats in die EU-Mitgliedsstaaten veranlassen. "Die Lieferungen werden sofort beginnen und schrittweise im Laufe der Jahre 2020 und 2021 erfolgen, um eine gerechte Verteilung der Impfstoffe entsprechend der Vertragsbedingungen in der EU zu gewährleisten", teilten die Unternehmen am Montagabend mit. Die Impfstoffdosen für Europa werden den Angaben zufolge in den BioNTech-Produktionsstätten in Deutschland sowie im Pfizer-Werk im belgischen Puurs hergestellt.

"Die heutige bedingte Marktzulassung durch die Europäische Kommission ist eine historische Errungenschaft", erklärte BioNTech-Chef und Mitgründer Ugur Sahin. Der Impfstoff sei der erste, der in nicht einmal einem Jahr in einer großen Studie an mehr als 44 000 Probanden getestet und zugelassen worden sei. "Diese große Leistung basiert auf der jahrzehntelangen Arbeit vieler Wissenschaftler weltweit und ist außerdem ein Beleg für unsere erfolgreiche Zusammenarbeit mit unserem Partner Pfizer", sagte Sahin.

"Wir glauben, dass Impfungen dazu beitragen können, die Zahl der Menschen in der Hochrisikobevölkerung zu verringern, die im Krankenhaus stationär behandelt werden müssen", fügte er hinzu. BioNTech und Pfizer würden in den nächsten zwei Jahren weitere Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit erheben und "den Impfstoff gegenüber allen neu auftauchenden Mutationen untersuchen".

Der Impfstoff wird laut BioNTech in der EU unter dem Namen Comirnaty vermarktet. Der Name vereine die Wörter Covid-19, mRNA (Bezeichnung des Botenmoleküls), Community (englisch für Gemeinschaft) und "Immunity" (Immunität). Mit der Bezeichnung will das Unternehmen nach eigenen Angaben die erste Zulassung eines Impfstoffs auf Basis von messenger RNA (mRNA) hervorheben. Zudem solle der Namen die gemeinschaftlichen Bemühungen unterstreichen, die diese Zulassung jetzt ermöglicht hätten.

An der Nasdaq legte die BioNtech-Aktie 2,08 Prozent auf 106,26 US-Dollar zu.

BRÜSSEL (dpa-AFX)

Bildquellen: Thomas Lohnes/Getty Images, Pavlo Gonchar/SOPA Images/LightRocket via Getty Images

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