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22.01.2021 17:54

VW-Aktie im Plus: Trotz Erholung im vierten Quartal mit deutlichem Gewinrückgang 2020

Corona-Pandemie: VW-Aktie im Plus: Trotz Erholung im vierten Quartal mit deutlichem Gewinrückgang 2020 | Nachricht | finanzen.net
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Für den Volkswagen-Konzern ist es im vierten Quartal zwar weiter aufwärts gegangen.
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Der VW-Konzern rechnet für das abgelaufene Jahr nach starken Absatzverlusten in der Corona-Krise mit einem etwa noch halb so hohen Gewinn im laufenden Geschäft. Wie die Wolfsburger am Freitag mitteilten, wird ein Wert von rund 10 Milliarden Euro für das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen - darunter vor allem weitere Rechtskosten zur Bewältigung der Dieselkrise - angenommen.

Dies gelte auf Basis vorläufiger Zahlen, Ende Februar sollen dann die abschließenden Daten folgen. Konkrete Angaben zum Nettogewinn 2020 machte VW noch nicht, die "Dieselgate"-Belastungen waren zuletzt aber spürbar gesunken. 2019 hatte der Konzern im Tagesgeschäft noch ein bereinigtes Betriebsergebnis von gut 19,3 Milliarden Euro verbucht.

Den sogenannten Netto-Cashflow im Auto-Kerngeschäft gab der Konzern für 2020 nun mit voraussichtlich rund 6 Milliarden Euro an - die Entwicklung der verfügbaren flüssigen Mittel war durch den Verkaufseinbruch bei weiterlaufenden Kosten zwischenzeitlich unter Druck geraten. Im ersten Lockdown flossen bis zu 2 Milliarden Euro pro Woche ab, Volkswagen gab neue Anleihen aus.

Die Autoverkäufe zogen jüngst wieder an. Es habe zum Jahresende eine "sehr positive Entwicklung" gegeben, hieß es aus dem Unternehmen. Auch die Kernmarke VW Pkw habe im vierten Quartal operativ wieder die Gewinnschwelle erreicht. Bei Audi und Porsche sei das Geschäft ebenfalls gut gelaufen. In den internen Programmen zur Verbesserung der Effizienz und Kostensenkung gebe es wichtige Fortschritte.

Volkswagen wies gleichzeitig auf die "beispiellosen andauernden COVID-19-Herausforderungen" hin. Im Frühjahr war die gesamte Branche wegen geschlossener Autohäuser, unterbrochener Lieferketten und des allgemeinen Nachfragerückgangs in große Schwierigkeiten geraten. Zuletzt erholte sich der Absatz wieder. "Die Umsatzerlöse stiegen entsprechend ebenfalls erheblich." Details wurden noch nicht genannt.

2019 hatte die VW-Gruppe weltweit 252,6 Milliarden Euro erlöst, der Nettogewinn war auf 13,3 Milliarden Euro geklettert. Es gibt jedoch auch aktuell Probleme, etwa wegen fehlender Mikrochips für die Kfz-Elektronik und neuer Shutdowns in zahlreichen Ländern.

Insgesamt ließ die Pandemie 2020 die Auslieferungen des Konzerns um 15,2 Prozent abrutschen. Deutliche Zuwächse gab es allerdings bei den alternativen Antrieben: Für reine E-Fahrzeuge wurde mehr als eine Verdreifachung auf knapp 232 000 Stück gemeldet, bei Plug-in-Hybriden eine Steigerung um 175 Prozent auf rund 190 000 Exemplare. Die neuen Flotten-Vorgaben der EU zum CO2-Ausstoß verfehlte die VW-Gruppe knapp. Aufgrund entsprechender Rückstellungen soll das Ergebnis im vierten Quartal dadurch jedoch nicht zusätzlich belastet werden.

Bei der Vorlage der Geschäftszahlen zum dritten Quartal Ende Oktober hatte VW bereits von einer stabileren Entwicklung berichtet, nachdem es im Frühling noch dramatisch abwärtsgegangen war. Der auf die Aktionäre entfallende Nettogewinn pendelte sich zwischen Juli und September bei knapp 2,6 Milliarden Euro ein. Verglichen mit den Vorjahreswerten machte sich die Pandemie jedoch weiter bemerkbar.

Volkswagen-Eckzahlen überzeugen - Hoffnung für Autosektor

Die Volkswagen-Vorzüge haben am Freitag nach überzeugenden Eckdaten schnell in die Spur zurückgefunden. Analyst Patrick Hummel von der Schweizer Bank UBS sprach in einer ersten Reaktion vom besten Quartal in der Geschichte des Konzerns. Die Erwartungen an 2021 dürften nun steigen. Arndt Ellinghorst von Bernstein Reseach titelte in seiner Studie: "Diamanten werden unter Druck gemacht" und erhöhte sein Kursziel von 180 auf 190 Euro. Volkswagen habe im Schlussquartal unglaublich stark abgeschnitten.

Die am Freitag zunächst um teils mehr als zwei Prozent schwächeren Volkswagen-Papiere drehten nach den Eckdaten rasch ins Plus. Zum Handelsschluss gewannen sie als zweitbester DAX 30-Wert 1,88 Prozent auf 165,08 Euro. Mit in der Spitze 170,58 Euro schlossen sie eine wichtige Kurslücke und holten ihre Verluste seit Beginn des Corona-Börsencrashs komplett auf.

Der Kursschwung half auch dem europäischen Autosektor. Im DAX wurden Daimler mit ins Plus gezogen. BMW notierten nur noch leicht schwächer.

Volkswagen habe das Jahr stark zu Ende gebracht, schrieb Jefferies-Analyst Philippe Houchois in einer ersten Reaktion. Dies hätten die Wolfsburger zwar zuvor bereits in Telefonkonferenzen mit Analysten signalisiert, die nun aber sehr deutlich übertroffenen Erwartungen seien sehr willkommen und sollten sich als Stütze erweisen für die bevorstehenden Jahreszahlen aus der Branche.

Analyst Frank Schwope von der NordLB hob sein Kursziel für Volkswagen von 150 auf 155 Euro an, blieb aber bei seiner Einstufung "Halten". Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen sei mit rund zehn Milliarden Euro überraschend stark ausgefallen, schrieb der Experte. Er verwies zudem darauf, dass der Konzern im vierten Quartal auch überraschend starke Auslieferungszahlen ausgewiesen habe, obwohl wegen der Pandemie in vielen Ländern Lockdowns verhängt worden seien. Schwope geht aber davon aus, dass infolge der gegenwärtigen Lockdowns in zahlreichen Ländern das erste Quartal noch einmal starke Herausforderungen mit sich bringen wird.

FRANKFURT (Dow Jones) / FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: pokchu / Shutterstock.com

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