Moderna-Aktie mit Kurssprung: BioNTech-Rivale legt Patentstreit durch Milliardenvergleich bei

Der US-Biotechnologiekonzern Moderna hat eine umfassende Einigung in einem Rechtsstreit um grundlegende Technologien für seine mRNA-Impfstoffe erzielt.
Werte in diesem Artikel
• Moderna räumt bedeutenden Rechtsrisikofaktor aus dem Weg
• Patentstreit über COVID-19-Impfstoff-Technologie beigelegt
• Jefferies-Analysten bleiben zurückhaltend
Moderna konnte eine jahrelange Auseinandersetzung über Patentrechte an zentraler Impfstofftechnik beilegen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat sich das Unternehmen bereit erklärt, insgesamt bis zu 2,25 Milliarden US-Dollar an Arbutus Biopharma und Genevant Sciences - eine Tochtergesellschaft von Roivant Sciences - zu zahlen. Damit werden die juristischen Auseinandersetzungen um die Technologie der Lipid-Nanopartikel (LNP) beigelegt, die eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des COVID-19-Impfstoffs spielten. Diese Technologie soll es ermöglichen, empfindliche mRNA intakt in menschliche Zellen zu transportieren.
Die Details der Einigung
Die finanzielle Einigung ist in mehrere Tranchen unterteilt. Nach Angaben von Reuters wird Moderna im Juli 2026 eine erste, nicht rückzahlbare Pauschalsumme von 950 Millionen US-Dollar leisten. Eine weitere Zahlung in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar ist an den Ausgang eines laufenden Berufungsverfahrens geknüpft. Dieser zusätzliche Betrag werde fällig, sofern Moderna bei einer separaten Rechtsbeschwerde unterliegt oder die Berufung nicht weiterverfolgt. Im Gegenzug erhält Moderna eine weltweite, unbefristete und lizenzgebührenfreie Lizenz für die strittigen Patente sowie die Zusage, dass keine weiteren Klagen im Zusammenhang mit seinen mRNA-Impfstoffen gegen Infektionskrankheiten erhoben werden.
Analysteneinschätzung: Jefferies bleibt bei "Hold"
Analysten reagieren bisher zurückhaltend auf die Nachricht. Laut Investing.com hat Jefferies die Einstufung für Moderna nach Bekanntgabe des Vergleichs auf "Hold" belassen und das Kursziel bei 37,00 US-Dollar bestätigt. Die Analysten heben hervor, dass die Einigung zwar die rechtliche Unsicherheit beseitigt, die Aktie jedoch weiterhin von der operativen Entwicklung abhängig bleibt. Nach Angaben von Investing.com richten die Marktbeobachter ihr Augenmerk nun auf die Erreichung des Cash-Break-even, der weiterhin für das Jahr 2028 angestrebt wird.
So reagieren die Aktien
Bei Anlegern kam diese Entwicklung gut an: Die an der NASDAQ gelistete Moderna-Aktie stieg letztlich um 16,14 Prozent auf 57,88 Dollar. Die BioNTech-Aktie stieg um 3,02 Prozent auf 103,80 Dollar.
Redaktion finanzen.net
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