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12.03.2019 17:56
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Volkswagen-Aktie dreht ins Minus: Zahlen zum Geschäftsjahr 2018 - Kernmarke verfehlt Renditeziel

Detaillierte Ergebnisse: Volkswagen-Aktie dreht ins Minus: Zahlen zum Geschäftsjahr 2018 - Kernmarke verfehlt Renditeziel | Nachricht | finanzen.net
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Am Dienstagmorgen präsentierte Volkswagen seinen Geschäftsbericht zum abgelaufenen Jahr.
Volkswagen hat dank guter Geschäfte des Sportwagenherstellers Porsche und der schwedischen Lkw-Marke Scania 2018 den Gewinn gesteigert. Rückenwind erhielt der DAX-Konzern auch von der spanischen Marke Seat. Die Belastungen aus dem neuen Abgasverfahren WLTP und hohe Vorleistungen für Elektromobilität konnte der DAX-Konzern somit ebenso kompensieren wie einen spürbaren Gewinnrückgang bei Audi und der Kernmarke.

Für das laufende Jahr bekräftigte der Konzern den Ausblick, der nach Vorlage der Eckzahlen für 2018 bereits Ende Februar gegeben wurde. Demnach soll der Absatz leicht steigen und der Umsatz um bis zu 5 Prozent. Die operative Rendite soll wie im Vorjahr zwischen 6,5 und 7,5 Prozent liegen.

Die nun anlässlich der Jahrespressekonferenz der Volkswagen AG veröffentlichten Geschäftszahlen für die Marken des Konzerns bestätigen weitgehend die Erwartungen von Analysten. Der Sportwagenhersteller Porsche, der traditionell hohe Margen erzielt, steigerte die Umsätze um 9,2 Prozent auf 23,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis kletterte um 2,7 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro.

Skoda steigerte die Umsätze laut Mitteilung zwar um 4,4 Prozent auf 17,3 Milliarden Euro, das operative Ergebnis sank allerdings spürbar um 14,6 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Bei der Kernmarke VW und bei Audi ging es, belastet vom neuen Abgasverfahren WLTP, beim Ergebnis nach unten. Die Hauptmarke erzielte einen Umsatz von 84,6 Milliarden Euro, ein Anstieg von 6,8 Prozent. Der operative Gewinn sank dagegen auf 3,2 Milliarden nach 3,3 Milliarden Euro im Vorjahr. Beim Premiumhersteller Audi sank der Betriebsgewinn auf 4,7 Milliarden von 5,1 Milliarden Euro.

VW hatte vor drei Wochen bereits Eckzahlen für das vergangene Jahr genannt. Demnach kletterte der Umsatz um knapp 3 Prozent auf 235,8 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen, bei dem Kosten für den Dieselskandal außen vor bleiben, kletterte marginal auf 17,1 (Vorjahr 17,0) Milliarden Euro. Die operative Marge lag mit 7,3 (Vorjahr: 7,4) Prozent am oberen Ende des angestrebten Korridors von 6,5 bis 7,5 Prozent.

VW-Kernmarke verfehlt Renditeziel

Die Kernmarke von Volkswagen hat vergangenes Jahr trotz steigender Umsätze weniger verdient. Das Ziel einer bereinigten operativen Marge von 4 bis 5 Prozent hat die Hauptmarke des DAX-Konzerns zudem mit 3,8 Prozent verfehlt. Im Jahr zuvor hatte VW Pkw noch eine Rendite von 4,2 Prozent erzielt. Zur Begründung verwies VW anlässlich der Jahrespressekonferenz des Konzerns auf Wechselkurseffekte und Vorleistungen für neue Produkte.

Grund für den Gewinnrückgang sind aber auch die Turbulenzen infolge der Umstellung auf die neuen Abgasregeln WLTP. VW konnte Kunden wegen Verzögerungen bei der Zertifizierung auf den neuen Standard lange Zeit nur eine begrenzte Anzahl von Autos liefern. Angesichts der zudem schwierigen Branchenlage zum Ende des Jahres hatte VW bereits im Herbst angekündigt, dass die Rendite eher am unteren Ende der prognostizierten Bandbreite liegen dürfte.

Dieses Ziel wurde, wie bereits in Medien berichtet, nun aber verfehlt. Das dürfte auch ein Grund für die nun offenbar zusätzlich geplanten Effizienzmaßnahmen sein. Zwar hatte das Topmanagement in den vergangenen Monaten immer wieder betont, die Kosten bei der Kernmarke weiter senken zu wollen, um die Gelder für Investitionen in Elektromobilität und autonomes Fahren frei zu legen. Die nun im Raum stehenden Maßnahmen könnten aber über die Ziele hinausgehen, die das Management mit dem Betriebsrat im sogenannten Zukunftspakt vereinbart hat. Im Rahmen des Paktes sollen bis 2020 in Deutschland netto bis zu 14.000 Stellen wegfallen.

Volkswagen-Chef Diess erhält deutlich mehr Gehalt

Die gute wirtschaftliche Entwicklung von Volkswagen und der Aufstieg zum CEO haben Herbert Diess vergangenes Jahr einen Gehaltssprung beschert. Die Gesamtvergütung des Managers lag 2018 bei knapp 8,5 Millionen Euro, wie aus dem Geschäftsbericht des Konzerns hervorgeht. Im Jahr davor, als er die Kernmarke geführt hat aber noch nicht Konzernchef war, hatte Diess gut 5,2 Millionen Euro verdient. Diess hatte im Frühjahr 2018 Matthias Müller an der Spitze der Volkswagen AG abgelöst. Müller hatte 2017 ein Gesamtgehalt von rund 10,3 Millionen Euro erhalten.

Die gesamten Vorstandsbezüge bei der Volkswagen AG kletterten dem Geschäftsbericht 2018 zufolge auf 50,34 Millionen von 50,29 Millionen Euro.

In den genannten Summen sind das Festgehalt, die variable Vergütung, Versorgungsansprüche sowie Langzeitboni enthalten. Seit gut zwei Jahren gilt bei VW ein neues Vergütungsystem, mit dem die Bezüge des Chefs und aller weiterer Vorstandsmitglieder gedeckelt sind.

Im frühen Handel standen die Papiere 0,46 Prozent höher bei 147,34, drehten dann ins Minus und wurden am Mittag 0,82 Prozent tiefer gehandelt. Zum Handelsschluss verbuchten sie ein Minus von 1,83 Prozent auf 143,98 Euro.

WOLFSBURG (Dow Jones)

Bildquellen: PAUL J. RICHARDS/AFP/Getty Images, josefkubes / Shutterstock.com

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