04.08.2022 17:52

adidas-Aktie dennoch in Grün: adidas mit Gewinneinbruch - Hoffnung auf Rückenwind von WM in Katar

Endgültige Zahlen: adidas-Aktie dennoch in Grün: adidas mit Gewinneinbruch - Hoffnung auf Rückenwind von WM in Katar | Nachricht | finanzen.net
Endgültige Zahlen
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Auch unter dem Strich hat die adidas AG nach den endgültigen Zahlen für das zweite Quartal deutlich weniger verdient.
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Der auf die Anteilseigner entfallende Gewinn sank auf 294 Millionen Euro von 397 Millionen im Vorjahr. Beim Betriebsergebnis erzielte adidas 392 Millionen Euro verglichen mit 543 Millionen im Vorjahr. Der Nettogewinn betrug im fortgeführten und aufgegebenen Geschäft 309 Millionen Euro nach 407 Millionen.

Der Nachsteuergewinn von 360 Millionen Euro entsprach den vorläufigen Ergebnissen, der unverwässerte Gewinn je Aktie im fortgeführten Geschäft im Quartal sank auf 1,88 Euro von 1,93 Euro im Vorjahr.

Der finale Quartalsumsatz entsprach dem vorläufigen Wert von 5,596 Milliarden Euro verglichen mit 5,077 Milliarden Euro im Vorjahresquartal, währungsbereinigt ein Plus von mageren 4 Prozent.

Die Ende Juli gesenkte Prognose für das Gesamtjahr spiegelt Adidas zufolge insgesamt die Erwartung von "zweistelligem Wachstum in H2" wider.

adidas hofft auf Rückenwind von WM in Katar

Der Sportartikelhersteller adidas erhofft sich von der Fußball-Weltmeisterschaft der Herren in Katar im Winter Rückenwind. Daneben soll die Einführung neuer Produkte sowie eine erwartete Aufstockung der Lager im Großhandel zu einer leichten Beschleunigung des Wachstums in der zweiten Jahreshälfte führen, sagte Finanzvorstand Harm Ohlmeyer am Donnerstag bei der Vorlage der detaillierten Zahlen zum zweiten Quartal. Das wichtige China-Geschäft ist in dieser Entwicklung allerdings ausgeklammert. Hier werde die Erholung nach dem Lockdown-bedingten Einbruch langsamer vonstattengehen als geplant. Aus diesem Grund hatte adidas in der vergangenen Woche seine Jahresprognosen gesenkt.

Ohlmeyer geht im zweiten Halbjahr für den Konzern ohne das China-Geschäft von einem währungsbereinigten Wachstum im mittleren Zehnprozentbereich aus, nach einem vergleichbaren Plus von elf Prozent in den ersten sechs Monaten. Konzernweit soll das Plus zehn Prozent betragen. Dabei zeigte sich adidas für den nord- sowie lateinamerikanischen Markt optimistischer als zuvor, während der Sportartikelhersteller für die europäische Region EMEA die Wachstumsaussichten leicht senkte. Im wichtigen China-Geschäft geht das Management von Kasper Rorsted von einem prozentual zweistelligen Rückgang aus.

adidas hatte wegen der Probleme in China sowie einer zu erwartenden schwächeren Konsumlaune in anderen Ländern Ende Juli seine Prognosen gesenkt. Für 2022 erwartet das Management ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich - deutlich weniger als zuvor. Zuletzt hatte adidas ein Plus am unteren Ende der Spanne von elf bis 13 Prozent ausgegeben.

Die operative Marge sieht das Unternehmen bei sieben Prozent nach bisher avisierten rund 9,4 Prozent, und auch der Gewinn aus fortgeführten Bereichen soll mit rund 1,3 Milliarden Euro unter den zuvor erwarteten 1,8 Milliarden bis 1,9 Milliarden Euro ausfallen. Auch hier hatte adidas zuletzt das untere Ende der Spanne als Ziel ausgeben. Der Konzern war wegen der Corona-Beschränkungen im wichtigen chinesischen Markt bereits im Mai vorsichtiger geworden.

Im zweiten Quartal stiegen die Erlöse wie bereits bekannt währungsbereinigt um vier Prozent. Zweistellige Zuwächse erzielte das Unternehmen den Angaben zufolge in Nord- und Lateinamerika. In der europäischen Region EMEA konnte adidas ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich verbuchen. In Euro stieg der Umsatz um zehn Prozent auf knapp 5,6 Milliarden Euro. Die operative Marge sank hingegen wegen hoher Frachtkosten von 10,7 auf 7,0 Prozent. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft ging von 387 Millionen auf 360 Millionen zurück.

Die in diesem Jahr bislang schwer gebeutelte adidas-Aktie setzte ihre Erholung aus den vergangenen Wochen fort und gewann am Donnerstag via XETRA letztendlich 2,48 Prozent auf 175,24 Euro.

FRANKFURT (Dow Jones) / dpa

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