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23.01.2014 03:00

DAX-Aktien: Wo neue Bosse für höhere Kurse sorgen

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Zahlreiche deutsche Unternehmen besetzen ihre Spitze neu, allein vier DAX-Chefs sollen frischen Wind in den Kurs bringen. €uro am Sonntag hat die Börsenqualität der Manager geprüft.
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€uro am Sonntag
von S. Bauer, W. Ehrensberger und J. Spiering, Euro am Sonntag

Mein Job ist es, so ziemlich alles infrage zu stellen", sagt Gerold Linzbach, Vorstandschef von Heidelberger Druck. Linzbach ist ein ausgewiesener Sanierer, einer, der einen Laden umkrempeln kann. Das hat der 57-Jährige in den Neunzigern beim Umbau des Chemieriesen Hoechst bewiesen und Anfang des Jahrtausends bei DuPont in den USA. Seit eineinhalb Jahren saniert Linzbach nun den Druckmaschinenhersteller aus Heidelberg.

Rosig geht es dem einst insolvenzgefährdeten Mittelständler noch lange nicht. Der Preisdruck ist groß, die Konkurrenz digitaler Medien erschwert das Geschäft. Doch die Gewinnschwelle haben Linzbach und seine Truppe im vergangenen Jahr nach langer Durststrecke erreicht. Auch die Anteilseigner haben schon schlechtere Zeiten erlebt: Seit Linzbachs Antritt hat sich der Aktienkurs verdreifacht.

Neuer Chef, neuer Schwung im Kurs - darauf hoffen Aktionäre zahlreicher deutscher Unternehmen in diesen Tagen. DAX-Anleger sind zum Beispiel gespannt darauf, wie sich der ehemalige BASF-Manager Wolfgang Büchele ab Mai an der Spitze des Industriegasespezialisten Linde macht. Und Passage-Vorstand Carsten Spohr, heißer Kandidat auf den Spitzenposten bei der Lufthansa, soll wohl ab Mai den Umbau der größten deutschen Airline, den Vorgänger Christoph Franz gestartet hat, heil auf die Erde bringen.

Achtung, Risiko
Die Hoffnungsträger treten mit den besten Wünschen der Anteilseigner an. Doch der Spruch vom neuen Besen, der gut kehrt - er trifft die Sache leider nicht immer. Ex-Siemens-Lenker Peter Löscher etwa ist ein Beispiel dafür, dass ein Wechsel auch Werte vernichten kann. Der Österreicher stand - nach bravourös bewältigter Bestechungsaffäre - am Ende für ein schlecht laufendes ­operatives Geschäft, interne Pannen und verfehlte Ziele. Aktionäre verloren während der Ära des ersten externen Chefs an der Siemens-Spitze fast ein Viertel ihres Kapitals.

Der Neue von außen, der ein komplexes Unternehmen steuern soll und sich mangels eigenem Netzwerk verfährt - Löscher ist so ein Fall. Auch der ehemalige SAP-Chef Leo Apotheker, der den US-Hightechkonzern Hewlett-Packard ins Abseits steuerte, oder Markus Pinger, der von Beiersdorf kam und beim Pharmagroßhändler Celesio scheiterte, gehören in diese Reihe.

Gleichwohl zeigen zahlreiche Beispiele, dass Neue sehr wohl frischen Schwung bringen können. Am meisten bewegen Manager, die große Freiheiten haben, etwa wenn der Karren im Dreck steckt. Der gelungene Turnaround von Heidelberger Druck steht hier nicht allein. Den Touristikkonzern TUI sortiert beispielsweise der ehemalige Chef von Vodafone Deutschland, Fritz Joussen, seit vergangenen Februar neu. Der Kapitalmarkt feierte den Wechsel an der TUI-Spitze nach elf Amtsjahren Michael Frenzels schon bei der Ankündigung - ein typischer Fall. Selbst institutionelle Anleger achten bei Personalien oft weniger auf ratio­nale Aspekte wie strategische Aussagen, sondern mehr auf die Persönlichkeit. "Vor allem Reputation, Ausstrahlung und Vertrauenswürdigkeit sind entscheidend", sagt Torsten Oltmanns, Partner bei der Unternehmensberatung Roland Berger.

Hart zupackende Fremde
Während Frenzel als Eigenbrötler galt, wird Joussen bislang seinem Ruf als harter Aufräumer gerecht. In der Zentrale fielen zahlreiche Jobs weg, nach sechs trockenen Jahren soll für 2013 wieder eine Dividende fließen. Der Wechsel hat TUI-­Eignern bislang etwa 50 Prozent Kursgewinn gebracht. Stattlich, doch es geht noch besser: Bernd Köhler hat beim Solar­anlagenbauer Phoenix Solar den Kurs bis dato fast vervierfacht. Im März 2013 trat der Manager, der zuvor aus dem Bürogerätehersteller den Büroorganisierer Triumph-Adler gemacht hatte, beim Solarunternehmen an. Köhler gab das Deutschland-Geschäft auf, konzentrierte sich vor allem auf die USA und Asien. Im November wies Phoenix erstmals seit drei Jahren ein Gewinnquartal aus - zuvor war die Mitarbeiterzahl in Deutschland um rund 90 Prozent auf etwa 40 eingedampft worden.

Steigern externe Chefs das Börsenkapital also besonders stark? ­Einem Chef von außen, der in eine vergleichsweise einfach aufgebaute Firma in schlechter Lage kommt und volle Rückendeckung vom Aufsichtsrat hat, gelingt das oft. Hinzu kommt, dass es den Managertyp des ausgewiesenen Sanierers gibt, wie die Beispiele Köhler oder Linzbach zeigen. "Der Sanierer, der den Laden in verfahrener Situation übernimmt und ohne Rücksichten neu ausrichtet - der sorgt oft für Kursfantasie", sagt Sörge Drosten, Geschäftsführer der Personalberatung Kienbaum, die vor allem Spitzenjobs besetzt.

Schwieriger als der Turnaround eines finanziell klammen, aber überschaubaren Unternehmens ist oftmals die Neuausrichtung eines weitverzweigten Konzerns. Der radikale Externe würde hier mehr schaden als nützen. Interne Aufsteiger, die die Organisation und die entscheidenden Leute gut kennen, wirken dagegen oft motivierend auf die Mannschaft, weil es einer aus ihrer Mitte schafft. "Führung braucht Akzeptanz. Und die stützt sich häufig auf gewachsene Beziehungen und ein gutes Verständnis davon, wie ein Unternehmen tickt", sagt Professorin Heike Bruch, Direktorin für Führung und Personalmanagement an der Universität St. Gallen.

Finanzer erobern die Chefsessel
Auch eine gute Reputation des Neuen am Kapitalmarkt hilft dem Aktienkurs. Das ist ein Grund, weshalb es im DAX zuletzt auffallend viele Finanzvorstände zu Spitzenjobs gebracht haben. Die Anzahl der DAX-Vorstände mit Finanzverantwortung im Lebenslauf hat sich in den vergangenen zehn Jahren laut Unternehmensberatung PwC fast verdoppelt. Beim Chemiekonzern BASF etwa rückte im Mai 2011 mit Kurt Bock der Finanzchef auf den Chefsessel, Anfang 2012 tat es ihm Olaf Koch beim Handelsriesen Metro nach. Beide steigerten, nach anfänglichen Kursrückgängen, den Börsenwert ihres Unternehmens.

Effizientes Finanzmanagement wird für Konzerne immer wichtiger, die Kommunikation mit den Finanzmärkten spielt eine immer größere Rolle. "Der Trend zum Finanzmann auf dem Spitzenposten hält unvermindert an", berichtet Kienbaum-Experte Drosten. Der Vertriebsprofi, der neue Produkte lanciert oder regionale Märkte entwickelt und das Wachstum ankurbelt, sei dagegen derzeit weniger gefragt.

Zudem sind die Finanzleute inzwischen keine reinen Zahlenfresser mehr, sondern denken strategisch - und stehen oft mit ihrem Chef auf Augenhöhe. So brachte es Joe Kaeser an die Siemens-Spitze. Und Timo­theus Höttges, der neue Lenker der Deutschen Telekom, diskutierte schon vor seinem Amtsantritt im Januar die wichtigsten Fragen gemeinsam mit Exchef René Obermann.

Für Anleger wird spannend, wie etwa die DAX-Bosse Höttges oder Büchele künftig an der Börse wirken. Auch bei Nebenwerten tut sich einiges - €uro am Sonntag hat die wichtigsten Neubesetzungen in deutschen Chefetagen auf die Kurschancen hin geprüft.

Was die neuen bringen

Deutsche Telekom
Mister Kosteneffizienz

"Ich hasse es, zu verlieren" - die Worte von Timotheus Höttges bei seiner Antrittsrede vor der Belegschaft verhießen für manchen Mitarbeiter nichts Gutes. Höttges ist als Sparfuchs bekannt und als jemand, der Effizienz sehr schätzt. Entsprechend viel Gewicht legt der Nachfolger von René Obermann auf Kosten­senkungen - schließlich ist es in der von Verdrängung und Preiskampf geprägten Branche schwer, zu wachsen. Seine konkreten Pläne will der 51-Jährige dem Aufsichtsrat kommende Woche vorlegen. Dass Höttges in der IT-Dienstleistungssparte T-Systems kräftig sparen will, gilt als sicher. 6.000 Stellen stehen angeblich zur Disposition, auch über betriebsbedingte Kündigungen wird offenbar diskutiert. Höttges geht damit auf Konfrontationskurs mit der starken Gewerkschaft Verdi. Die Aktie profitiert hiervon - wie von den Übernahmespekulationen in der Telekombranche. Wie Höttges den Konzern in der wachstumsschwachen Zunft mittelfristig aufstellen wird, ist aber noch offen. "Die eigentliche Bewährungsprobe steht an, wenn strategische Weichen gestellt werden müssen", sagt Ingo Speich, Fondsmanager bei der Gesellschaft Union Investment.
FAZIT
Höttges schaut als Ex-Finanzchef vor allem auf die Marge. Das hilft kurzfristig. Auf längere Sicht muss der Neue noch beweisen, dass er auch ein Stratege ist.



Linde
Der Unbeschriebene

Kaum ein anderes DAX-Unternehmen ist so von seinem scheidenden Vorstandschef geprägt wie Linde. Wolfgang Reitzle hat seit seinem Antritt 2003 aus dem einstigen Mauerblümchen einen fokussierten Weltmarktführer im Gasegeschäft geformt. "Eine solche Transformation wird unter meinem Nachfolger natürlich nicht mehr passieren", sagt Reitzle, wohl wissend, dass er in dem international erfahrenen Chemiemanager und Ex-BASF-Mann Wolfgang Büchele jemanden hat, der den eingeschlagenen Weg fortsetzen kann. "Er wird die Performance von Linde weiter verbessern", verspricht Reitzle. Die Messlatte hat der scheidende Chef schon mal hoch gelegt: Bis 2016 soll ein operatives Konzernergebnis von fünf (2013: vier) Milliarden Euro und eine Rendite auf das eingesetzte Kapital von 14 (2013 rund zehn) Prozent erreicht werden. Derzeit ist Büchele Chef des finnischen Chemiekonzerns Kemira, mit Ablauf der Hauptversammlung im Mai übernimmt er in München die Führung. Es wird keine leichte Aufgabe für den noch weitgehend unbekannten 54-Jährigen, in die Fußstapfen seines Vorgängers zu treten. Die solide Konzernaufstellung aber verschafft Reitzles Nachfolger Zeit. 
FAZIT
Linde ist hervorragend positioniert und hat gute Ertragspotenziale. Büchele ist zwar schwer einzuschätzen, hat aber Zeit, in seine Rolle zu finden.



Nemetschek
Im Auftrag des Herrn

Betriebswirt Patrik Heider wird ab März Vorstand mit vielen Funktionen bei Nemetschek: Der 40-Jährige wird Vorstandssprecher, Finanzvorstand und Leiter des operativen Geschäfts. Heider kommt von der Hoffmann Holding, dem europäischen Marktführer für Werkzeuge im Großhandel, zuvor hatte er bei der IBM-Dienstleistungssparte Global Services gearbeitet. Bei Nemetschek soll er die Expansion vorantreiben - und interne Spannungen abbauen: Viele Wechsel an der Spitze und zahlreiche Abgänge auf der mittleren Führungsebene sorgten im Softwarehaus zuletzt für Unruhe. Der Kontrollwahn und das autoritäre Auftreten von Aufsichtsratschef Kurt Dobitsch seien die Gründe hierfür, heißt es. Im Vergleich zur langjährigen Erfolgsgeschichte seien die jüngsten Turbulenzen kurz, findet Fondsmanager Christoph Gebert von Warburg Invest. Das Geschäft zumindest läuft gut: Nach voraussichtlich 30 Prozent Gewinnzuwachs im vergangenen Jahr soll es weiter prozentual zweistellig aufwärtsgehen. Für europäische Architekturbüros und Bauunternehmen ist die Software von Nemetschek der Standard. 
FAZIT
Der Aufsichtsrat macht Heider genaue Vorgaben. Dessen größte Herausforderung: den richtigen Ton finden und die Stärken des Softwarehauses ausbauen.



PSI
Bewährter Kämpe

Die Berliner bieten Softwarelösungen für das Energiemanagement von Versorgern und Industrie an. An sich ein spannendes Thema. Das Problem: Speziell die ­Versorger stehen mächtig auf der Investitionsbremse, der Ausstieg aus der Atomkraft und die Förderung der erneuerbaren Energien machen ihnen das Leben schwer. Das belastet PSI seit Jahren, 2013 brach der Gewinn stark ein. Harald Schrimpf, ehemals Teil einer Doppelspitze, ist seit Juni als alleiniger Vorstandsvorsitzender für die Geschicke verantwortlich - und könnte mit dieser neuen Freiheit für frischen Wind sorgen. Ob die Wende zum Besseren auch gelingt, ist dennoch fraglich. Seit 2007 ist Schrimpf Vorstand und mitverantwortlich für die strategischen Entscheidungen der vergangenen Jahre. Dass es PSI in dieser Zeit nicht geschafft hat, ein Geschäftsmodell zu entwickeln, das unabhängiger von politischen Entscheidungen ist, geht auch auf seine Kappe. Immerhin: Dieses Jahr soll der Gewinn wieder deutlich steigen. Zudem wird PSI als mögliches Übernahmeziel von RWE gehandelt, der Versorger hält bereits mehr als 17 Prozent. 
FAZIT
Schrimpf kommt aus dem eigenen Hause, radikale Schritte sind eher nicht zu erwarten. Die Aktie ist zudem teuer.



Lufthansa
Unbekannter Härtegrad

Mitten im laufenden Sanierungsprogramm "Score" hat Lufthansa-Chef Christoph Franz vergangenen Herbst seinen vorzeitigen Abschied von der Airline angekündigt. Franz will im April als Verwaltungsratschef zum Schweizer Pharmakonzern Roche wechseln. Die Weichen für die Restrukturierung sind gestellt. Passagierflug-Vorstand Carsten Spohr werden die besten Karten im Nachfolgepoker zugeschrieben. Eine interne Nachfolge scheint schon deshalb wahrscheinlich, weil der Job zwar große Medienaufmerksamkeit, aber im DAX-Vergleich relativ wenig Gehalt mit sich bringt. Aufsichtsratschef Wolfgang Mayrhuber musste dennoch aus formalen Gründen eine externe Kandidatensuche einleiten. Der Chefkontrolleur hatte es im Sommer 2013 nur gerade so an die Aufsichtsratsspitze geschafft und will sich offenbar bei Personalien keine Fehler erlauben. Spohr hätte das typische Blatt eines Internen: Als Hausgewächs könnte der 47-Jährige sich schwertun, mit der nötigen Härte durchzugreifen. Doch dieses Manko ließe sich womöglich ausgleichen, wenn Swiss-Chef und Sanierungsexperte Harry Hohmeister - wie erwartet - die Passagiersparte als Spohrs Nachfolger übernimmt. 
FAZIT
Niedrigere Spritkosten, Dynamik im Passagierverkehr, Fortschritte beim Umbau - die Aktie läuft. Der heißeste Chefanwärter, Spohr, muss aber Kurs halten.



Siemens
Gewiefter Börsenflüsterer

Vom Strategie- zum Finanzchef - der Aufstieg Joe Kaesers im Mai 2006 unter Exchef Klaus Kleinfeld spricht Bände. Ein reiner Zahlenmensch, der bloß seine Bilanz im Blick hat, war der Niederbayer nie. Josef Käser, der sich während seiner Zeit für Siemens in den USA auch dem Namen nach globalisierte, diskutierte mit Vorgänger Peter Löscher stets auf Augenhöhe. Der 56-Jährige hat die Macht des Postens noch ausgebaut. Viele Schlüsselpositionen, etwa in China oder Indien, hat der Neue mit Vertrauten besetzt. Anfang Mai will der Siemens-Chef die künftige Konzernstrategie präsentieren. Die große Frage ist, was mit dem vierten Sektor Infrastruktur & Städte (I & S) geschieht, den Löscher aus ursprünglich drei Bereichen herausschnitt. Die Verkehrstechnik fiel mit teuren Pannen wie der verspäteten Auslieferung von ICEs auf. Erste Verkäufe sind erfolgt, so trennte sich Siemens vom Anlagenbau für die Stahlbranche. Die Niederspannungstechnik steht auf dem Prüfstand, auch die Diagnostiksparte könnte durchs Raster fallen. Wie viel wo gespart wird und wer von höheren Investitionen profitiert, dafür könnte es auf der Hauptversammlung am 28. Januar erste Anhaltspunkte geben.
FAZIT
Joe Kaeser kennt den Konzern wie kaum ein anderer. Der Niederbayer gilt zudem als geschickter Kommunikator und steht bei Finanzprofis hoch im Kurs.



Rational
Hüter der Küchentradition

Für Peter Stadelmann wird es schwer, kurzfristig mehr Wert für die Aktionäre des Weltmarktführers für Garautomaten in Großküchen zu schaffen. Der promovierte Betriebswirt ist seit Jahresbeginn Vorstandschef des MDAX-Konzerns. Stadelmanns Vorgänger Günther Blaschke hat eine beispiellose Erfolgsserie vorgelegt. Unter seiner Führung ging Rational im Jahr 2000 mit einem Aktienkurs von 23  Euro an die Börse - aktuell sind die Papiere weniger als zehn Prozent von ihrem Allzeithoch bei gut 262 Euro entfernt. Die Großküchengarer spielen den ­Löwenanteil von fast 460 Millionen Euro Umsatz ein. Das Geschäft mit Geräten für Kontakthitze, die Pfannen und Fritteusen ersetzen, wird noch aufgebaut.
Die Gewinnwarnung vom vergangenen Juli ist ein Kratzer in der Erfolgsgeschichte. ­Inzwischen ist Rational aber zurück auf Wachstumskurs. Stadelmann kam vor ­einem Jahr als Personalvorstand nach Landsberg. Der 48-Jährige soll den ­eingeschlagenen Kurs halten, das ist der Auftrag, den er von der Gründerfamilie Meister bekommen hat. Sie hält 71 Prozent der Anteile. 
FAZIT
Stadelmann ist ein Externer, der für Kontinuität sorgen soll. Rational ist gut auf­gestellt, das Gewinnwachstum soll wieder anziehen. Die Aktie ist aber teuer.



SGL Carbon
Der Aufräumer

Nach mehr als 20 Jahren an der Spitze hat Robert Koehler den Chefposten beim Wiesbadener Grafitspezialisten zum Jahreswechsel niedergelegt. Nicht nur der Name seines Nachfolgers signalisiert Kontinuität: Jürgen Köhler, ein promovierter Ingenieur, ist bereits seit 2002 im Unternehmen, seit Juni 2013 im Vorstand. Köhler hat also die jüngsten Weichenstellungen seines Vorgängers mitgetragen, die SGL Carbon nach einem schwachen Geschäftsjahr 2013 zurück auf Kurs bringen sollen. Wichtigste Aufgabe wird die Umsetzung des Sparprogramms SGL2015 sein, das die Kosten um 150 Millionen Euro drücken soll. Rund 50 Millionen davon wurden bereits realisiert. Zudem dürfte sich der Konzern unter Köhler von weiteren Randbeteiligungen trennen. Nachdem im Dezember bereits die Rotorblattproduktion an einen strategischen Investor verkauft wurde, sehen Analysten nun die Luft- und Raumfahrtsparte Hitco sowie das auf Autoteile spezialisierte Gemeinschaftsunternehmen mit Benteler als Verkaufskandidaten. Zudem erwarten die Experten, dass SGL in diesem Jahr wieder Gewinne schreibt. 
FAZIT
Der neue Chef wird den Sanierungskurs seines Vorgängers fortsetzen. Die Rückkehr in die Gewinnzone dürfte im aktuellen Kurs aber bereits verarbeitet sein.

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