07.05.2014 15:00

Salzgitter und SKW: Zwei Wetten für Stahlharte

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Die härtesten Kostensenkungen helfen wenig, wenn der Markt bergab geht. In dieser Hase-Igel-Konstellation war mit den meisten europäischen Stahlaktien in den vergangenen beiden Jahren wenig zu holen.
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von Jörg Lang, Euro am Sonntag

Die Werte notieren fast unisono deutlich unter ihren Mehrjahreshöchstkursen. Ein Beispiel ist die Aktie von Salzgitter, die im MDAX gelistet ist. Anfang 2011 kostete sie noch mehr als 60 Euro, heute sind es knapp 30 Euro, wenig mehr als der 52-Wochen-Tiefstkurs bei 25 Euro. Dass es die Norddeutschen, Börsenwert 1,8 Milliarden Euro, mit ihrer Restrukturierung ernst meinen, zeigt der Verlust von 490 Millionen Euro, der 2013 angefallen war. Der größte Teil davon resultiert aus Sonderaufwendungen im Rahmen des Kostensenkungsprogramms.

Salzgitter hat die Kapazitäten gesenkt und Betriebsabläufe optimiert. Noch sind viele Analysten eher skeptisch und erwarten, dass die Tiefstkurse noch einmal getestet werden könnten. Allerdings: Wenn man die Trendwende schon in den Büchern ablesen kann, ist der erste Kursschub bereits gelaufen. Zwei Argumente sprechen dafür, dass der bei Salzgitter möglich sein könnte. Zum einen hellen sich die Aussichten für die europäische Stahlindustrie auf. Die Preise steigen wieder, die Auslastung nimmt zu. Zweitens: Ein großes Sorgenkind des Konzerns ist die Tochter Peiner Träger. Sie verursachte den Löwenanteil der Restrukturierungskosten. Nun scheinen insbesondere aus dem für Peiner wichtigen Verkehrswegebau neue Aufträge möglich zu sein. Bei Verkehrs­wegeplanern von Bund und Bahn ist klar, dass Deutschlands Brücken umfangreich saniert werden müssen.

Auch die Aktie von SKW Stahl-Metallurgie notiert weit unter ihrem Potenzial. Vor gut drei Jahren mussten noch mehr als 20 Euro bezahlt werden. Heute ist der Wert für die Hälfte zu haben. Das Unternehmen stellt Zusatzstoffe - wie Fülldrähte - her, die bei der Produktion von Stahl verwendet werden. Rund 90 Prozent der Erlöse von rund 350 Millionen Euro sind dem Stahl direkt zurechenbar.

Auch SKW hat 2013 rote Zahlen geschrieben. Das Unternehmen dürfte in seiner Restrukturierung schon eine Stufe weiter sein als Salzgitter. Denn ohne Sonderkosten hätten die Oberbayern schon 2013 schwarze Zahlen geschrieben. Weil die Investitionen nun deutlich abnehmen, hat der Freie Cashflow zumindest ausgereicht, um die Nettoschulden um zehn Millionen Euro abzubauen. Zehn Millionen erwirtschaftete Bargeldüberschüsse sind nicht schlecht für ein Unternehmen, das gerade noch auf einen Börsenwert von 70 Millionen Euro kommt. Bei einer anziehenden Stahlkonjunktur dürfte klar sein, dass die Nettogewinne deutlich ansteigen. In Normalform kann das Unternehmen wohl 1,50 bis zwei Euro verdienen. Günstig ist das Unternehmen allemal. Ein einstelliges Kurs-Gewinn-­Verhältnis und ein Kurs-Buchwert kleiner eins, das ist nicht nur was für Stahlharte.

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18.01.2021Salzgitter UnderperformCredit Suisse Group
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