finanzen.net
25.05.2020 17:33

TUI will ab Juni wieder fliegen - TUI-Aktie schießt zweistellig hoch - Auch andere Tourismus-Aktien gefragt

Krise in Tourismus-Industrie: TUI will ab Juni wieder fliegen - TUI-Aktie schießt zweistellig hoch - Auch andere Tourismus-Aktien gefragt | Nachricht | finanzen.net
Krise in Tourismus-Industrie
Folgen
Der Vorstandschef von TUI, Fritz Joussen, fordert einen Rettungsschirm für Reisebüros.
Werbung
"Viele mittelständische Betriebe halten das nicht mehr lange durch. Dafür sind die Margen für Veranstalter und Reisebüros zu gering. Ich unterstütze eine nicht rückzahlbare Übergangshilfe für die Reisebüros", sagte er der Rheinischen Post (Samstagausgabe).

Joussen schließt nicht aus, dass TUI erneut Staatshilfe beantragt. Das Unternehmen hat bereits einen vom Staat abgesicherten Kredit in Höhe von 1,8 Milliarden Euro erhalten. "Wir haben durch den Staatskredit die Liquidität für die kommende Zeit gesichert und die Kosten um 70 Prozent gesenkt. Nach dem Ende der Reisewarnung Mitte Juni geht es jetzt darum, Reisen zu verkaufen. Für mich ist Umsatz der Weg, um gut aus der Krise zu kommen. Aber natürlich müssen wir für alle Szenarien vorbereitet sein, niemand weiß, wie lange diese Krise die Tourismus-Industrie noch treffen wird."

Ab Ende Juni will Europas größter Tourismuskonzern wieder nach Mallorca und zu anderen Zielen fliegen, wie Joussen der Rheinischen Post weiter sagte. "Wir wollen Mitte/Ende Juni den Flugverkehr nach Mallorca wieder aufnehmen. Österreich, Griechenland, Zypern, Kroatien, Bulgarien sind ebenfalls sehr gut vorbereitet. Die Hotel-Saison soll dort spätestens?am 1. Juli?starten. Wir sprechen wie das Auswärtige Amt auch mit der Türkei. Es wird eine Dynamik der Öffnungen geben, weil es keinen Grund für einen dauerhaften Lockdown des Tourismus gibt."

Joussen rechnet mit günstigen Preisen: "Grundsätzlich haben alle Länder viel freie Kapazität 2020. Das sorgt für günstige Angebote. Aber einige Regionen wie Deutschland sind jetzt in den ersten Wochen besonders begehrt, da sieht es also umgekehrt aus."

TUI-Aktien erholen sich nach Chef-Interview an 50-Tage-Linie

Papiere des angeschlagenen Reiseunternehmens TUI haben sich am Montag nach einem Interview des Vorstandschefs Fritz Joussen kräftig erholt. Mit einem Kursplus von 14,51 Prozent via XETRA auf 3,88 Euro testeten sie am Mittag ihre 50-Tage-Linie. Mit einem Sprung über diesen Indikator für den mittelfristigen Trend würde der Ausbruch über den kurzfristigen Abwärtstrend bestätigt und die Bodenbildung nähme Formen an. Dies gelang dem Papier bis zum Börsenschluss letztendlich: Die TUI-Aktie legte via XETRA letztlich um 15,28 Prozent zu auf 3,90 Euro.

"Ab Ende Juni wollen wir pünktlich zu den Sommerferien wieder fliegen", sagte Joussen der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Samstag). Mallorca soll demnach schon bald angesteuert werden, Österreich, Griechenland, Zypern, Kroatien und Bulgarien seien ebenfalls sehr gut vorbereitet. "Es wird eine Dynamik der Öffnungen geben, weil es keinen Grund für einen dauerhaften Lockdown des Tourismus gibt", so Joussen.

Dass Joussen gleichzeitig einen weiteren Antrag auf Staatshilfen nicht ausschloss, überraschte die Anleger angesichts der immer noch unklaren Lage in der Corona-Krise nicht.

Er sagte der Zeitung: "Wir haben durch den Staatskredit die Liquidität für die kommende Zeit gesichert und die Kosten um 70 Prozent gesenkt. Nach dem Ende der Reisewarnung Mitte Juni geht es jetzt darum, Reisen zu verkaufen. Für mich ist Umsatz der Weg, um gut aus der Krise zu kommen. Aber natürlich müssen wir für alle Szenarien vorbereitet sein, niemand weiß, wie lange diese Krise die Tourismus-Industrie noch treffen wird."

Auch andere Tourismus-Aktien gefragt

Den Aktien von TUI folgten auch die Papiere anderer möglicher Nutznießer von Ferienreisen deutlich nach oben: die Stammaktien des Autovermieters Sixt und die Papiere des Flughafenbetreibers Fraport zum Beispiel zogen im XETRA-Handel um 4,61 Prozent auf 70,40 Euro und und 7,14 Prozent auf 41,44 Euro an.

Auch die Aktien von Fluggesellschaften und aus der Flugzeugindustrie erholten sich am Montag, wenn auch mit unterschiedlichem Tempo. Jene der Lufthansa gehörten im DAX 30 mit einem Anstieg um 6,49 Prozent auf 8,56 Euro auch wegen der Aussicht auf eine Einigung auf ein staatliches Rettungspaket zum erweiterten Favoritenkreis. Airbus brachten es im MDAX als zweitbester Wert nach Fraport auf ein Plus von 4,97 Prozent auf 56,81 Euro. Für die Titel des Reisebuchungs-Portals HolidayCheck, die keinem großen Index aus der DAX-Familie angehören, ging es im XETRA-Handel um 2,27 Prozent auf 1,31 Euro nach oben.

Unternehmen wie Sixt oder Fraport war in den vergangenen drei Monaten die Geschäftsgrundlage weggebrochen, weil der globale Reiseverkehr im Zuge der Corona-Pandemie quasi zum Erliegen gekommen ist. Beide Papiere waren seit Februar, als sich das Virus in Europa ausbreitete, in der Spitze um bis zu zwei Drittel eingebrochen. Seither sind sie aus einem Erholungskurs, der nun zu Wochenbeginn am Laufen blieb. Sixt haben sich mittlerweile vom Tief wieder verdoppelt, Fraport immerhin um die Hälfte zugelegt.

Seit einigen Wochen machen bereits die laufenden Lockerungen der Virus-Maßnahmen den Anlegern in der Reisebranche etwas Hoffnung.

Laut dem Warburg-Experten Marc-René Tonn ist Sixt in den Startlöchern für wieder anspringende Geschäfte - und dabei in einer besseren Position als seine direkten Wettbewerber. Er glaubt, dass der Autovermieter in den kommenden Quartalen wieder auf das Umsatzniveau vor der Krise zurückkehren kann. Der Tageserlös pro Fahrzeug verbessere sich und außerdem dürfte Sixt von seiner Expansionsstrategie außerhalb Deutschlands profitieren, so der Experte.

DÜSSELDORF (Dow Jones) / FRANKFURT (dpa-AFX)

Bildquellen: TUI

Nachrichten zu TUI

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu TUI

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
29.05.2020TUI verkaufenIndependent Research GmbH
19.05.2020TUI SellGoldman Sachs Group Inc.
07.05.2020TUI UnderweightMorgan Stanley
20.03.2020TUI HoldHSBC
16.03.2020TUI VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
19.02.2020TUI kaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
09.10.2019TUI OutperformBernstein Research
26.09.2019TUI buyJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
25.09.2019TUI OutperformBernstein Research
11.08.2017TUI overweightJP Morgan Chase & Co.
20.03.2020TUI HoldHSBC
24.09.2019TUI NeutralUBS AG
23.09.2019TUI Equal weightBarclays Capital
26.05.2015TUI NeutralCitigroup Corp.
19.05.2015TUI HaltenIndependent Research GmbH
29.05.2020TUI verkaufenIndependent Research GmbH
19.05.2020TUI SellGoldman Sachs Group Inc.
07.05.2020TUI UnderweightMorgan Stanley
16.03.2020TUI VerkaufenNorddeutsche Landesbank (Nord/LB)
10.10.2019TUI UnderperformJefferies & Company Inc.

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für TUI nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht tiefer ins lange Wochenende -- TOTAL erwartet Einnahmeausfälle von 12 Milliarden Dollar -BaFin prüft Aktienkäufe von Wirecard-CEO -- JDE-Börsengang erforlgreich -- VW, Lufthansa, TUI im Fokus

Total erwartet hohe Einnahmeausfälle. Richterin lässt Klage gegen Deutsche Bank und andere im Devisenskandal zu. BASF begibt Anleihen über 2 Milliarden Euro. Twitter versieht weiteren Trump-Tweet mit Warnhinweis. VW und Ford vertiefen globale Zusammenarbeit. Airbus-Aktie: S&P senkt Airbus-Rating auf A von A+; Ausblick negativ. HELLA im Fokus: Hoffen auf den Elektro-Boom.

Die 5 beliebtesten Top-Rankings

Das hat George Soros im Depot (Q1 - 2020)
Änderungen im Portfolio
Rohstoffe: Die Gewinner und Verlierer in Q1 2020
Welcher Rohstoff macht das Rennen?
TecDAX: Die Gewinner und Verlierer im April 2020
Welche Aktie macht das Rennen?
Die erfolgreichsten Kinofilme der letzten 25 Jahre
Welche Titel knackten die Milliardenmarke an den Kinokassen?
Das sind die besten Renten-Länder
In welchen Ländern lohnt es sich, zur Ruhe zu setzen?
mehr Top Rankings

Umfrage

Wo sehen Sie den DAX Ende 2020?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Deutsche Bank AG514000
Scout24 AGA12DM8
Wirecard AG747206
Lufthansa AG823212
Daimler AG710000
TeslaA1CX3T
TUITUAG00
NEL ASAA0B733
Allianz840400
Carnival Corp & plc paired120100
Deutsche Telekom AG555750
BioNTech SE (spons. ADRs)A2PSR2
ITM Power plcA0B57L
Airbus SE (ex EADS)938914
BASFBASF11