02.10.2018 17:49

Siemens-Aktien fallen auf Tief seit Mai - HSBC streicht Kaufempfehlung, kritische Analysten

Langwierige Probleme: Siemens-Aktien fallen auf Tief seit Mai - HSBC streicht Kaufempfehlung, kritische Analysten | Nachricht | finanzen.net
Langwierige Probleme
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Siemens-Aktien sind am Dienstag unter der Last skeptischer Analystenstimmen eingebrochen und auf das Niveau vom Mai zurückgefallen
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Im Tief ging es für Siemens bis auf 106,72 Euro bergab, zuletzt notierten die Papiere des Elektrokonzerns mit minus 3,19 Prozent nur wenig darüber bei 106,82 Euro. Der DAX gab zeitgleich um 0,60 Prozent nach. Den Dienstagshandel verließen die Papiere 2,65 Prozent leichter bei 107,42 Euro pro Aktie.

Branchenexperte Michael Hagmann von der britischen Investmentbank HSBC belastete die Papiere schwer: Er scherte aus der Reihe der für den Münchener Konzern bislang überwiegend positiv gestimmten Analysten aus und strich seine Kaufempfehlung. Hagmann votiert nunmehr dafür, die Papiere zu halten und strich sein Kursziel von 140 auf 123 Euro zusammen - liegt damit aber noch deutlich über dem aktuellen Aktienkurs.

Die Siemens-Aktie hatte sich zwischen April bis Anfang August im europäischen Sektorvergleich überdurchschnittlich geschlagen, nach einem Zwischenhoch bei knapp 122 Euro traten sie aber den Rückzug an. Damals hatten Anleger dem Konzern nach einer schwächer als erwartet ausgefallenen Ergebnisentwicklung im dritten Quartal den Rücken gekehrt und Kursgewinne mitgenommen.

Nach Einschätzung von HSBC-Experte Hagmann steht Siemens in Sachen Gewinndynamik nun eine Übergangszeit bevor, weshalb er mit seinen Erwartungen an den Gewinn je Aktie im laufenden und im kommenden Geschäftsjahr deutlich unter den Konsensschätzungen liegt. Sorge bereitet dem Analysten vor allem das Strom- und Gasgeschäft des Münchener Dax-Konzerns. Aber auch der Geschäftsbereich "Digitale Fabrik" werde vom Wechsel hin zu Produkten mit niedrigeren Margen belastet. Außerdem rechnet der Analyst mit geringerer Profitabilität bei dem Windkraftanlagen-Hersteller Siemens Gamesa und bei den Mobilitätslösungen.

An den langfristigen Aussichten von Siemens hegt Hagmann unterdessen keine Zweifel. Die neue Konzernorganisation unter dem Label "Vision 2020+" mit drei operativen und drei strategischen Einheiten biete erhebliches Potenzial.

Trotz des neuen neutralen Votums von Hagmann empfiehlt die klare Mehrheit der 19 im dpa-AFX Analyser erfassten Siemens-Beobachter die Aktie zum Kauf. Einzig Analyst James Stettler von Barclays senkte bereits Ende 2017 den Daumen und rät seitdem anhaltend zum Verkauf des Papiers.

Im Chor der Vorsichtigen singt auch Andreas Willi von der US-Bank JPMorgan mit. In seiner ebenfalls am Dienstag veröffentlichten Studie bekräftigte er sein "Halten"-Votum und verwies darauf, dass die Markterwartungen an Siemens seit den Zahlen zum dritten Geschäftsquartal um 6 Prozent zurückgekommen seien. Dieser Trend sinkender Prognosen dürfte sich fortsetzten, schätzt Willi. Denn er geht davon aus, dass Siemens selbst im November zur Vorlage seiner Jahreszahlen unter den Erwartungen liegende Ziele ausgeben könnte. Der Experte senkte sein Kursziel leicht auf ebenfalls 123 Euro.

Ähnlich wie Hagmann sieht aber auch Willi in der Siemens-Aktie längerfristig eine interessantere Anlage, unter anderem, da sich mit der neuen Organisation die Möglichkeit auf eine bessere Konzernführung eröffne.

/ag/jha/

FRANKFURT (dpa-AFX Broker)

Bildquellen: Jonathan Weiss / Shutterstock.com, servickuz / Shutterstock.com

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