MÄRKTE EUROPA/Erholung zum Wochenschluss - Stellantis brechen ein
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DOW JONES--Nach einer bewegungsreichen Woche hat der europäische Aktienmarkt am Freitag mit Aufschlag geschlossen. Die Rotation aus Technologie- wie auch Softwaretiteln dauerte zum Wochenschluss an. Geld floss verstärkt in zyklische Sektoren wie Industrie, Rohstoffe und Bankenwesen, wie es von Strategen hieß. Mit Blick auf die disruptive Auswirkung von Künstlicher Intelligenz (KI) auf die Geschäftsmodelle einzelner Software-Anbieter war der große Verkaufsdruck zunächst abgeflaut. Stützend wirkten günstige Daten zur US-Verbraucherstimmung, die Sorgen um die US-Wirtschaft milderten.
Der DAX schloss 0,9 Prozent auf 24.721 Punkte fester, für den Euro-Stoxx-50 ging es um 1,2 Prozent auf 5.998 Punkte nach oben. Am Devisenmarkt stieg der Euro leicht an auf 1,1817 Dollar. Am disruptiven Potenzial von KI für verschiedene Unternehmen und Wirtschaftsbereiche besteht nach Einschätzung der DZ Bank zwar grundsätzlich kein Zweifel. "Allerdings ist dies mit Blick auf den technologischen Fortschritt eher die Regel als die Ausnahme. Auf längere Sicht überwiegen aus ökonomischer Sicht die Chancen die vorherrschenden Risiken. Und hiervon dürften auch die Aktienmärkte profitieren", hieß es.
Eine faustdicke Überraschung lieferte Stellantis, die Aktien brachen um rund 25 Prozent ein. Der Jeep-Hersteller gab bekannt, dass er im Rahmen einer Abkehr von Elektrofahrzeugen nun Belastungen in Höhe von rund 22,2 Milliarden Euro verbuchen wird. Damit ist Stellantis der jüngste Automobilhersteller, der seine Pläne für batteriebetriebene Autos angesichts einer schwächer als erwartet ausfallenden Nachfrage zurückschraubt. Für Autowerte ging es europaweit im Schnitt um 2,7 Prozent nach unten.
Positiv werteten die Analysten von JP Morgan für Bayer (+1,9%), dass der Gerinnungshemmer Asundexian das Risiko eines ischämischen Schlaganfalls substanziell, und zwar um 26 Prozent, reduziert. Aktuell berücksichtigten sie Spitzenumsätze von 1,4 Milliarden Dollar nach 2035 sowie Erlöse von 100 Millionen Dollar im Jahr 2028, was im Einklang mit dem Konsens liege. Die Analysten glauben jedoch, dass aufgrund der starken Datenlage Aufwärtspotenzial für diese Prognosen bestehe.
Für Bechtle ging es um 9,5 Prozent nach unten. Aus dem Handel hieß es, dass die Geschäftszahlen an sich so ein hohes Minus nicht rechtfertigten. Wichtige Kennziffern lägen alle rund um den erwarteten Rahmen, das vierte Quartal sei gut gelaufen. Eventuell bremse der vorsichtige Ausblick, der die deutlichen Preiserhöhungen der PC-Hersteller erwähne.
Nach einem positiven Analystenkommentar ging es für Renk um 5,4 Prozent nach oben. Rheinmetall erholten sich von den Abgaben vom Vortag und legten um 2,1 Prozent zu. Die Aktie von Siemens Healthineers (-2,8%) wurde zum Wochenausklang "ex Dividende" in Höhe von einem Euro gehandelt.
Novo Nordisk legten um 5,3 Prozent zu, nachdem das Unternehmen rechtliche und regulatorische Schritte gegen Hims & Hers angekündigt hatte. Die Telemedizinplattform hatte zuvor bekannt gegeben, sie werde eine kostengünstigere Rezeptur der Wegovy-Pille anbieten. Novo Nordisk bezeichnete den Vorstoß von Hims & Hers als "illegale Massenherstellung von Rezeptur-Medikamenten, die ein erhebliches Risiko für die Sicherheit der Patienten darstellt".
Die Ergebnisse der Societe Generale für das vierte Quartal dürften nicht ausreichen, um eine weitere Outperformance der Aktie zu rechtfertigen, urteilten die Analysten Thomas Hallett und Andrew Stimpson von Keefe, Bruyette & Woods. Die französische Bank habe vor einer hohen Hürde gestanden, da die Erwartungen gestiegen seien und die Aktie sich vor Veröffentlichung der Zahlen überdurchschnittlich entwickelt habe. Die Aktie fiel um 2,2 Prozent.
Orsted kamen auf ein Plus von 3,5 Prozent. Die Dänen hatten ihre Jahresprognosen bestätigt und zeigten sich weiter zuversichtlich. Dies stützte die verbesserte Stimmung gegenüber dem Windparkunternehmen, nachdem dieses nun auch Unterstützung von US-Gerichten für den Weiterbau von Anlagen in den USA erhalten hatte. Siemens Energy gewannen 4,2 Prozent und waren Tagesgewinner im DAX.
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Index Schluss Entwicklung in % Seit Jahresbeginn*
Euro-Stoxx-50 5.998,40 +1,2% +2,3%
Stoxx-50 5.130,92 +1,2% +3,1%
Stoxx-600 617,12 +0,9% +3,3%
XETRA-DAX 24.721,46 +0,9% +0,0%
CAC-40 Paris 8.273,84 +0,4% +1,1%
AEX Amsterdam 995,35 +1,0% +3,6%
ATHEX-20 Athen 6.045,05 +0,0% +13,0%
BEL-20 Brüssel 5.517,52 -0,1% +8,8%
BUX Budapest 130.030,34 +0,2% +16,9%
OMXH-25 Helsinki 5.920,49 +0,3% +4,9%
OMXC-20 Kopenhagen 1.583,57 +1,9% -3,4%
PSI 20 Lissabon 8.890,30 +1,3% +6,2%
IBEX-35 Madrid 17.943,30 +1,1% +4,6%
FTSE-MIB Mailand 45.877,20 +0,1% +1,9%
OBX Oslo 1.748,15 +3,2% +6,1%
PX Prag 2.759,40 -0,6% +3,4%
OMXS-30 Stockholm 3.120,45 +1,0% +7,2%
WIG-20 Warschau 3.392,41 +0,6% +5,9%
ATX Wien 5.665,53 +0,5% +5,8%
SMI Zürich 13.503,06 +0,3% +1,5%
*bezogen auf Vortagesschluss
DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Do, 17:59 Uhr % YTD
EUR/USD 1,1812 +0,3% 1,1782 1,1801 +0,3%
EUR/JPY 185,57 +0,3% 185,01 185,16 +0,5%
EUR/CHF 0,9165 -0,0% 0,9166 0,9173 -1,5%
EUR/GBP 0,8683 -0,2% 0,8703 0,8713 -0,2%
USD/JPY 157,10 +0,0% 157,04 156,90 +0,2%
GBP/USD 1,3603 +0,5% 1,3537 1,3545 +0,5%
USD/CNY 6,9504 -0,1% 6,9589 6,9530 -1,0%
USD/CNH 6,9310 -0,1% 6,9382 6,9345 -0,5%
AUS/USD 0,7012 +1,2% 0,6929 0,6969 +3,9%
Bitcoin/USD 69.787,85 +9,2% 63.926,40 67.879,55 -29,1%
ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD
WTI/Nymex 64,02 63,29 +1,2% 0,73 +9,9%
Brent/ICE 68,37 67,55 +1,2% 0,82 +10,7%
METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD
Gold 4.950,24 4.774,29 +3,7% 175,95 +10,6%
Silber 76,39 70,90 +7,7% 5,49 -0,6%
Platin 1.770,41 1.690,39 +4,7% 80,02 -3,6%
Kupfer 5,85 5,82 +0,5% 0,03 +2,0%
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags
(Angaben ohne Gewähr)
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/mpt/flf
(END) Dow Jones Newswires
February 06, 2026 12:11 ET (17:11 GMT)
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