MÄRKTE EUROPA/Kurseinbruch bei SAP belastet DAX

29.01.26 13:24 Uhr

DOW JONES--Der Kurseinbruch der SAP-Aktie setzt am Donnerstag den DAX unter Druck. Der Current Cloud Backlog (CCB) bei SAP, der die gesicherten Aufträge auf Sicht eines Jahres beziffert und eine zentrale Kennzahl bei dem Konzern darstelle, sei mit 25 Prozent währungsbereinigtem Wachstum im vierten Quartal schwächer ausgefallen als erwartet, so Morgan Stanley. Die Bank of America streicht den soliden Ausblick und den Aktienrückkauf über 10 Milliarden Euro positiv heraus. Für die SAP-Aktie geht es um 14 Prozent nach unten.

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Vor diesem Hintergrund fällt der DAX um 0,8 Prozent auf 24.618 Punkte und entfernt sich damit wieder von der wichtigen Marke von 25.000 Punkten. Dagegen steigt der Euro-Stoxx-50 um 0,5 Prozent auf 5.963 Punkte. Hier stützt vor allem das kräftige Plus des Rohstoff-Sektors (+3,1%) mit den weiter steigenden Preisen für Gold und Silber. Die Aktien von BHP und Rio Tinto gewinnen in London bis zu 4,0 Prozent.

Gold und Silber markieren vor dem Hintergrund der Spannungen um den Iran neue Rekordhochs. Der Goldpreis steigt um 2,0 Prozent auf 5.522 Dollar, nachdem er im Hoch schon knapp unter der Marke von 5.600 Dollar notiert hatte. Bei Silber geht es 1,3 Prozent aufwärts. Auch die Ölpreise legen mit den weiter zunehmenden geopolitischen Risiken erneut zu. Die Notierung für die Nordseesorte Brent steigt um 2,5 Prozent.

Für die Aktien der Deutschen Bank geht es nach zwischenzeitlichen Verlusten nun um 1,0 Prozent nach oben. Der Ausblick für 2026 wirkt enttäuschend und die Ergebnisse dürften für die Anleger kaum ausschlaggebend sein, so Thomas Hallett und Andrew Stimpson von Keefe, Bruyette & Woods (KBW). Das Fehlen einer Profitabilitätsprognose wirke enttäuschend, und die Umsatz- und Kostenziele entsprächen den Konsenserwartungen. Die Quartalsergebnisse sähen zwar gut aus, die Outperformance sei aber größtenteils auf Performance-Gebühren in der Vermögensverwaltung und das Segment Corporate zurückzuführen.

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Die Papiere der DWS gewinnen 11,3 Prozent. Die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank übertraf im vierten Quartal sowohl die eigene Gewinnprognose als auch jene der Analysten. Bei den Nettomittelzuflüssen im Schlussquartal schnitt die DWS dagegen etwas schwächer ab als erwartet. Bereits am Vorabend hatte das Unternehmen die mittelfristigen Ziele erhöht und eine Sonderdividende für 2027 in Aussicht gestellt.

Die Geschäftsausweise der US-Technologiekonzerne Meta Platforms, IBM und Microsoft liefern kein einheitliches Bild. Der europäische Technologie-Sektor verliert 1,4 Prozent. Während IBM und Meta mit einem optimistischen Ausblick die KI-Euphorie am Leben hielten, überzeugte Microsoft nicht. Der Software-Konzern sprach von steigenden Kosten im Zusammenhang mit KI. Der Technologie-Sektor hatte bereits am Vortag zunächst von starken Ergebnissen und einem optimistischen Ausblick von ASML profitiert, die Gewinne im späten Handel allerdings wieder eingebüßt.

Daneben gab es eine Reihe von Geschäftszahlen aus der Schweiz. Der Pharmakonzern Roche (-0,2%) rechnet für dieses Jahr mit einem währungsbereinigten Wachstum bei Umsatz und Kerngewinn je Aktie. Das Unternehmen begründete dies unter anderem mit der Stärke seiner Medikamentenpipeline. ABB (+10,1%) hat das Jahr 2025 mit höheren Auftragseingängen und den höchsten Quartalsumsätzen ihrer Geschichte abgeschlossen. Damit übertraf der Technologiekonzern die Markterwartungen. ABB teilte zudem mit, ein neues Aktienrückkaufprogramm von bis zu 2,0 Milliarden Dollar bis zum 27. Januar 2027 auflegen zu wollen. Siemens steigen im Fahrwasser um 3,7 Prozent und sind damit zweitgrößter DAX-Gewinner nach Siemens Energy (+4,7%).

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Nokia hat einen starken Umsatzanstieg bei seiner Netzwerkinfrastrukturausrüstung gemeldet, der auf die stark gestiegene Nachfrage von Kunden aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Rechenzentren zurückzuführen ist. Ein schwächerer Ausblick für das kommende Jahr drückt die Aktie aber 5,7 Prozent ins Minus. STMicro fallen um 3,0 Prozent. Der Chip-Hersteller hat Zahlen für das vierte Quartal vorgelegt und eine Prognose für das erste Quartal abgegeben, die leicht über den Erwartungen lagen, wie die Citi-Analysten anmerken.

Nemetschek verlieren 2,2 Prozent. Die vorläufigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 haben weitgehend sowohl den Prognosen von MWB als auch denen des Marktes entsprochen. Die Zahlen hätten bestätigt, dass die erhöhte Umsatzprognose und das Rentabilitätsziel erreicht worden seien. Eckert & Ziegler verbessern sich nach vorläufigen Ergebnissen für 2025 um 1,2 Prozent.

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INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD

Euro-Stoxx-50 5.963,11 +0,5% 29,91 +3,5%

Stoxx-50 5.074,71 +0,6% 29,30 +3,8%

DAX 24.618,33 -0,8% -204,46 +1,6%

MDAX 31.644,79 +0,0% 4,42 +3,6%

TecDAX 3.645,22 -2,1% -78,32 +2,5%

SDAX 18.218,48 -0,6% -101,31 +6,7%

CAC 8.117,00 +0,6% 50,32 +0,0%

SMI 13.085,27 +0,5% 61,46 -0,4%

ATX 5.647,55 +0,4% 21,78 +5,5%

DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Mi, 17:15 Uhr % YTD

EUR/USD 1,1946 -0,1% 1,1956 1,1938 +2,5%

EUR/JPY 183,28 -0,1% 183,43 183,42 -0,4%

EUR/CHF 0,9180 -0,1% 0,9186 0,9190 -1,5%

EUR/GBP 0,8662 -0,0% 0,8663 0,8664 -0,2%

USD/JPY 153,43 +0,0% 153,42 153,65 -2,8%

GBP/USD 1,3791 -0,1% 1,3804 1,3780 +2,8%

USD/CNY 6,9756 +0,0% 6,9749 6,9753 -0,9%

USD/CNH 6,9434 -0,0% 6,9436 6,9465 -0,5%

AUS/USD 0,7038 -0,0% 0,7039 0,6994 +5,1%

Bitcoin/USD 87.747,45 -1,7% 89.253,25 89.190,60 +0,5%

ROHÖL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD

WTI/Nymex 64,87 63,21 +2,6% 1,66 +8,3%

Brent/ICE 70,11 68,40 +2,5% 1,71 +10,5%

METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD

Gold 5.521,64 5.415,55 +2,0% 106,09 +19,9%

Silber 118,39 116,82 +1,3% 1,58 +57,3%

Platin 2.296,91 2.267,11 +1,3% 29,80 +25,5%

Kupfer 6,30 5,93 +6,3% 0,37 +2,6%

YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags

(Angaben ohne Gewähr)

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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/sha

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January 29, 2026 07:24 ET (12:24 GMT)

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