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01.10.2021 15:53

Allianz-Aktie moderat höher: Asset-Management-Vorständin tritt vorzeitig zurück - US-Richterin lässt zwölf Anlegerklagen zu

Nachfolgeplanung: Allianz-Aktie moderat höher: Asset-Management-Vorständin tritt vorzeitig zurück - US-Richterin lässt zwölf Anlegerklagen zu | Nachricht | finanzen.net
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Stühlerücken im Vorstand der Allianz SE: Wie Europas größter Versicherer mitteilte, tritt die für das Asset Management und US-Lebensversicherung zuständige Vorständin Jacqueline Hunt vorzeitig von ihrem Amt zurück.
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Die Allianz hatte angekündigt, die Nachfolgeplanung im Vorstand vorzuziehen, was auch im Zusammenhang mit den laufenden Untersuchungen zu massiven Verlusten bei US-Hedgefonds von Allianz Global Investors ("Structured Alpha") steht.

Hunt ist seit 2016 bei der Allianz. In ihren Zuständigkeitsbereich fallen Allianz Global Investors und Pimco. Ihr Vertrag ist 2019 erneuert worden und wäre eigentlich noch bis Ende 2022 gelaufen. Ihre Nachfolge wird Allianz-Leben-Chef-Andreas Wimmer antreten.

Laut einem Bericht des Wall Street Journal aus der vergangenen Woche hat Hunt dieses Jahr intern selbst klargestellt, dass sie das Unternehmen früher verlassen wolle, und zwar schon bevor das US-Justizministerium die Allianz im August über seine Ermittlungen im Zusammenhang mit den US-Fonds Kenntnis gesetzt hatte. Sie verwies demnach auf Meinungsverschiedenheiten über die Unternehmenskultur, die sich über die Zeit angesammelt hätten. Mit Vorstandschef Oliver Bäte hätten sich Spannungen entwickelt.

Die Allianz, einer der größten Asset Manager weltweit, hatte Anfang August gewarnt, Klagen in den USA im Zusammenhang mit den Structured-Alpha-Fonds könnten "erhebliche Auswirkungen" auf künftige Finanzergebnisse des Konzerns haben. Zuvor hatte sich nach der US-Börsenaufsicht SEC auch das Justizministerium in Washington in die Ermittlungen eingeschaltet.

Rückstellungen hat der Konzern dafür aber noch nicht gebildet, weil er die Auswirkungen der Klagen noch nicht abschätzen kann. Das Unternehmen kooperiert mit den Ermittlern und hat seine eigene Untersuchung gestartet. Die fokussiert sich auf Risiko- und Compliance-Management im Zusammenhang mit den Fonds.

US-Richterin lässt zwölf Anlegerklagen gegen Allianz zu

Im Streit um Milliardenverluste ihrer Hedgefonds in der Corona-Krise in den USA muss sich die Allianz mindestens zwölf Klagen von Investoren stellen.

Eine Richterin im New Yorker Stadtteil Manhattan ließ am Donnerstag die Klagen - darunter zwei Sammelklagen - im Volumen von vier Milliarden Dollar zu. In der 81-seitigen Entscheidung schrieb Bezirksrichterin Katherine Polk Failla, die Investoren müssten zeigen, dass die Vermögensverwaltungs-Tochter Allianz Global Investors (AllianzGI) bei der Steuerung der "Structured Alpha"-Fonds nachlässig und nicht im guten Glauben gehandelt habe. Insgesamt liegen vor US-Gerichten mehr als zwei Dutzend Klagen von Investoren vor, die rund sechs Milliarden Dollar von der Allianz fordern.

Die für die Asset-Management-Sparte zuständige Vorständin Jacqueline Hunt gab am Donnerstag ihren Posten mit sofortiger Wirkung auf.

Die "Structured Alpha Fonds" hatten bis zu drei Viertel des Wertes verloren, als die Märkte im ersten Corona-Schock im März 2020 in die Knie gegangen waren. Zwei Fonds im Volumen von 2,3 Milliarden Dollar wurden liquidiert. Richterin Failla erklärte, die Kläger könnten zu belegen versuchen, dass die Allianz gegen die Angaben in ihren Verkaufsunterlagen für die Hedgefonds verstoßen habe. Der Vermögensverwalter habe argumentiert, dabei handle es sich um eine "bessere Werbebroschüre", von der die Allianz nach eigenem Gutdünken abweichen habe können, schrieb die Richterin.

In der Affäre ermitteln inzwischen auch das Justizministerium der USA und die US-Wertpapieraufsicht SEC. Dabei geht es laut Insidern zufolge unter anderem darum, ob die AllianzGI die Risiken der Hedgefonds gegenüber den Investoren falsch dargestellt hat. Die Allianz pocht darauf, dass es sich dabei um erfahrene institutionelle Anleger handle, denen die Risiken von Hedgefonds bekannt seien.

So reagiert die Allianz-Aktie

Die Probleme der Allianz in den USA haben die Aktien des Versicherers am Freitag kaum mehr belastet. Die Titel hielten sich im schwachen DAX mit einem Aufschlag von zuletzt 0,42 Prozent bei 195,66 Euro vergleichsweise gut.

In der Vermögensverwaltung hat der Konzern in den USA mit teuren rechtlichen Problemen zu kämpfen. Die für den Bereich zuständige Managerin Jacqueline Hunt wird nun abgelöst. Am Markt wurde der Schritt nicht als Überraschung gewertet, wenngleich er für die Stimmung auch nicht hilfreich sei.

Hilfreich war am Freitag eher eine Kaufempfehlung der Berenberg Bank. Mit einem weiter gültigen Kursziel von 254 Euro sieht Analyst Michael Huttner für die Titel noch deutlich Luft nach oben. Er glaubt, dass die Münchner auf ihrem Investorentag Anfang Dezember den Anlegern ein höheres operatives Ergebniswachstum in Aussicht stellen als bisher.

FRANKFURT (Dow Jones) / (Reuters) / (dpa-AFX)

Bildquellen: 360b / Shutterstock.com

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