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13.11.2018 17:52
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Nordex traut sich im Gesamtjahr nur noch kleinere Sprünge zu - Aktie tiefrot

Pessimistischer Ausblick: Nordex traut sich im Gesamtjahr nur noch kleinere Sprünge zu - Aktie tiefrot | Nachricht | finanzen.net
Pessimistischer Ausblick
Der Windkraftanlagenbauer Nordex blickt mit mehr Vorsicht auf das Jahr 2018.
Das TecDAX-Unternehmen bestätigte am Dienstag bei der Vorlage der Neunmonatszahlen zwar seine Prognose für den Jahresumsatz von 2,4 bis 2,6 Milliarden Euro und für die operative Marge von 4 bis 5 Prozent. Nordex erwartet allerdings bei beiden Kennzahlen nur noch das untere Ende der jeweiligen Spanne zu erreichen. Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg befragten Experten liegen bei ihren Schätzungen in der Mitte.

Am Aktienmarkt kamen die Aussagen nicht gut an. Das Papier lag zum Erklingen der Schlussglocke 16,83 Prozent im Minus bei 7,97 Euro.

Die gesamte Windkraftbranche leidet noch unter der Auftragsflaute aus dem vergangenen Jahr und dem Druck auf die Preise. Europaweit finden Ausschreibungen für neue Anlagen inzwischen überwiegend über Auktionen statt. Die Windanlagenbauer ächzen daher unter einem harten Konkurrenzkampf. Dies gilt vor allem für Anlagen an Land, da der Markt zunehmend gesättigt ist und Subventionen heruntergefahren werden.

Nordex-Chef José Luis Blanco sieht das Unternehmen weiter auf Kurs, erwartet aber noch viel Arbeit. "Wir gehen davon aus, dass auch das Jahr 2019 herausfordernd sein wird", sagte er. "Eine wesentliche Aufgabe wird für uns darin bestehen, unsere Lieferkette weiter zu transformieren, also in Länder mit besserer Kostenstruktur zu verschieben." Auf diese Weise wolle Nordex Installationen so effizient wie möglich abwickeln.

Nordex spürte im dritten Quartal nach eigener Aussage eine Belebung des Geschäfts. So sei im Segment Projekte ein Auftragseingang von 974 Megawatt erzielt worden und damit deutlich mehr als im Vorjahr. Die Summe der Neuaufträge belief sich nach drei Quartalen auf etwa 3 Gigawatt. Sichtbar werde dies in den Zahlen aber erst zwölf bis 15 Monate später, so Blanco.

In den ersten neun Monaten sank der Umsatz um 23,6 Prozent auf 1,77 Milliarden Euro. Im dritten Quartal lagen die Erlöse mit 815,7 Millionen Euro nur leicht unter dem Vorjahresniveau, was das Unternehmen auf eine höhere Installationsleistung vor allem in den USA zurückführte. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sackte zwischen Januar und September um 60,7 Prozent auf 71,4 Millionen Euro ab. Unter dem Strich stand für diesen Zeitraum ein Nettoverlust von 51,8 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 27,9 Millionen Euro ein Jahr zuvor.

/she/elm/fba

HAMBURG (dpa-AFX)

Bildquellen: Nordex, Lukassek / Shutterstock.com

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