ROUNDUP: Heidelberger Druckmaschinen steigert Umsatz - Auftragseingang sinkt
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HEIDELBERG (dpa-AFX) - Der Maschinenbauer Heidelberger Druck (Heidelberger Druckmaschinen) hat in einem schwierigen Marktumfeld im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2025/26 den Umsatz gesteigert. Der Auftragseingang und der operative Gewinn gingen jedoch zurück. An der Börse kam dies nicht gut an. Für die Aktie ging es zuletzt um mehr als zehn Prozent nach unten. Ihr Kurs fiel damit auf den tiefsten Stand seit Juli 2025. Seit dem Jahreswechsel hat das Papier fast ein Fünftel an Wert verloren.
Analyst Stefan Augustin von Warburg Research sieht den größten Schwachpunkt der Quartalsergebnisse im Auftragseingang, der seine Schätzungen verfehlt habe. Die Bestellungen seien nicht nur niedriger ausgefallen als im Vorquartal, sie lägen auch unter dem Vorjahreswert. Daran schuld seien vor allem das Geschäft mit Lösungen für die Druck-, Verpackungs- und Verarbeitungsindustrie.
Der Umsatz stieg in den drei Monaten bis Ende Dezember im Vergleich zum Vorjahr um vier Prozent auf 617 Millionen Euro, wie das im SDAX notierte Unternehmen am Donnerstag in Heidelberg mitteilte.
Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank im Vergleich zum Vorjahresquartal jedoch von 55 Millionen auf 50 Millionen Euro. Die entsprechende Marge lag bei 8,2 Prozent gegenüber 9,2 Prozent im Vorjahr. Unter dem Strich verbuchte Heidelberger Druck einen Gewinn von 17 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte der Konzern wegen Rückstellungen noch einen Verlust von 7 Millionen Euro ausgewiesen.
Der Auftragseingang ging im Jahresvergleich von 550 Millionen Euro auf 517 Millionen zurück. Der Auftragsbestand lag mit 709 Millionen Euro noch deutlicher unter dem Vorjahreswert von 903 Millionen Euro. Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr bestätigte das Management um Konzernchef Jürgen Otto dennoch.
So erwartet der Vorstand weiterhin einen Umsatz von 2,35 Milliarden Euro nach 2,28 Milliarden im Vorjahr. Die Marge auf Basis des bereinigten operativen Gewinns soll angesichts erheblicher Währungseffekte und anhaltend schwacher wirtschaftlicher Lage jedoch nur leicht steigen. Bisher hatte der Vorstand eine Steigerung von zuletzt 7,1 Prozent auf bis zu 8 Prozent in Aussicht gestellt. Jetzt dürfte sie nur den unteren Bereich dieser Spanne erreichen, hieß es./err/stw/stk
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