Knorr-Bremse-Aktie zeitweise auf Jahreshoch: Operativer Gewinn klettert stärker als erwartet

Knorr-Bremse hat im vergangenen Jahr bei leicht schwächeren Umsätzen den operativen Gewinn etwas deutlicher als erwartet gesteigert.
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Der im MDAX notierte Konzern profitierte von einem guten vierten Quartal, in dem in beiden Sparten die Profitabilität verbessert wurde. Im neuen Gesamtjahr will der Münchener Bremsenhersteller die operative Marge weiter steigern.
Im abgelaufenen Jahr ging der Umsatz um 0,8 Prozent auf 7,82 Milliarden Euro zurück, wie Knorr Bremse mitteilte. Der betriebliche Gewinn (operatives EBIT) kletterte dagegen um 5 Prozent auf 1,02 Milliarden Euro und die operative EBIT-Marge um 70 Basispunkte auf 13,0 Prozent. Im Schlussquartal sank der Umsatz den Angaben zufolge um 0,4 Prozent auf 1,98 Milliarden Euro - das EBIT stieg dagegen um starke 11 Prozent auf 268 Millionen Euro. Die operative EBIT-Marge stieg auf 13,5 von 12,2 Prozent.
Analysten hatten für 2025 im Konsens mit 7,785 Milliarden Euro Umsatz, einem operativen EBIT von 1 Milliarde Euro und einer operativen EBIT-Marge von 12,9 Prozent gerechnet.
Der Auftragseingang stieg 2025 um 2,8 Prozent, im Schlussquartal sank er um 1,3 Prozent.
Nach Steuern verdiente Knorr-Bremse im Gesamtjahr 574 Millionen Euro, das waren 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie betrug 3,33 (Vorjahr 2,76) Euro, Analysten hatten mit 3,50 Euro je Aktie gerechnet.
Der Umsatz soll im laufenden Jahr Milliarden 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro erreichen. Die operative EBIT-Marge wird bei rund 14 Prozent erwartet. Knorr Bremse stellte für 2025 mögliche Restrukturierungskosten von bis zu 30 Millionen Euro in Aussicht.
Knorr-Bremse zeitweise auf Hoch seit 2021 nach Zahlen
Die Aktien von Knorr-Bremse sind am Donnerstag mit 109,40 Euro auf einen Höchststand seit Juni 2021 geklettert. Im XETRA-Handel notiert die Knorr-Bremse-Aktie zeitweise 1,31 Prozent höher bei 108,00 Euro.
Der Bremsenhersteller habe einen soliden Jahresabschluss gehabt, schrieb Akash Gupta von JPMorgan. Die Ziele lägen im Rahmen der Erwartungen. Er rechnet daher nicht mit einem sich verändernden Analystenkonsens.
Experte Leon Mühlenbruch von MWB Research erinnerte unterdessen an den guten Lauf der Aktien und blieb bei seiner Verkaufsempfehlung. Seit dem Zwischentief im Oktober bei 77,40 Euro waren die Aktien bis Donnerstagmorgen um gut 41 Prozent nach oben gerannt.
Knorr-Bremse-CFO: Auch größerer Zukauf im Signaling-Geschäft möglich
Knorr-Bremse könnte nach der Übernahme der Schweizer Duagon auch weitere Assets im Rail-Geschäft um Leit- und Sicherungstechnik zukaufen. "Wir könnten im Signaling-Geschäft in Europa ergänzend zu Duagon weiter zukaufen", sagte Finanzvorstand Frank Markus Weber im Gespräch mit Dow Jones Newswires. Dabei seien kleinere und auch ein größerer Zukauf bei Signaling vorstellbar. Konkrete Details zu möglichen Zielen nannte der Manager nicht. Der Münchener Konzern hatte die Übernahme von Duagon im September 2025 angekündigt. Der Kaufpreis lag bei rund 500 Millionen Euro zusätzlich einer möglichen Erfolgsprämie.
DOW JONES / dpa-AFX
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Bildquellen: Knorr-Bremse AG, Jann Averwerser/Knorr Bremse AG