Viertes Quartal

Airbus-Aktie von Auslieferungsausblick belastet: Prognose erfüllt - Dividende steigt

19.02.26 22:01 Uhr

Airbus-Aktie sinkt wegen Auslieferungsausblick kräftig: Prognose erfüllt, Dividende steigt | finanzen.net

Airbus hat im vierten Quartal 2025 Umsatz und Ergebnis gesteigert und die Prognose erfüllt. Für das laufende Geschäftsjahr stellt das Unternehmen weiteres Ergebniswachstum in Aussicht.

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So peilt der Luft- und Raumfahrthersteller trotz fortbestehender Engpässe bei Triebwerkslieferungen eine Erhöhung der Auslieferungen von Verkehrsflugzeugen an. Zur guten Geschäftsentwicklung dürfte aus das Rüstungsgeschäft beitragen. Aktionäre sollen eine um 20 Cent höhere Dividende von 3,20 Euro pro Aktie erhalten, Analysten hatten dagegen eine Senkung der Ausschüttung um 25 Cent erwartet.

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"Diese Ergebnisse für 2025 und das Vertrauen in unsere zukünftige finanzielle Performance sprechen für die vorgeschlagene höhere Dividendenzahlung", sagte CEO Guillaume Faury laut der Mitteilung.

In den drei Monaten von Oktober bis Dezember steigerte Airbus den Umsatz um 5 Prozent auf knapp 26 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Adjusted EBIT) stieg um 17 Prozent auf 2,98 Milliarden Euro. Der Nettogewinn legte um 6 Prozent auf 2,58 Milliarden Euro zu, je Aktie verdiente der im DAX notierte Konzern mit 3,27 Euro 20 Cent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Für das Geschäftsjahr 2026 strebt Airbus einen Anstieg des bereinigten EBIT auf 7,5 Milliarden Euro an, gegenüber 7,1 Milliarden im vergangenen Jahr. Der freie Cashflow (FCF) vor Kundenfinanzierungen soll auf dem Vorjahresniveau von 4,5 Milliarden Euro liegen. Bis zum Jahresende will der Konzern rund 870 Verkehrsflugzeuge an Kunden übergeben nach 793 Maschinen im vergangenen Jahr.

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Airbus muss A320-Produktion wegen Triebwerksengpässen etwas drosseln

Der Flugzeugbauer Airbus hat wegen der Engpässe bei Triebwerkslieferungen von Pratt & Whitney seine Produktionspläne für die beliebte Schmalrumpfflugzeug-Baureihe A320 leicht gedrosselt. Pratt & Whitney habe bisher keine feste Zusage für die von Airbus bestellten Triebwerke gemacht, diese wirke sich negativ auf die Prognose für dieses Jahr und den Produktionsanstieg aus, teilte der DAX-Konzern mit.

Airbus geht nun davon aus, bis Ende 2027 eine Produktionsrate von 70 bis 75 Flugzeugen pro Monat zu erreichen, die sich danach bei 75 Maschinen stabilisieren werde. Bisher hatte der Konzern für 2027 die Fertigung von 75 A320 pro Monat angepeilt.

Die Produktionsrate des Großraumflugzeugs A330 soll weiterhin bis 2029 von aktuell vier auf fünf Maschinen pro Monat steigen. Für das größeres Modell A350 strebt Airbus weiterhin zwölf pro Monat im Jahr 2028 an.

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Die Fertigung des kleinsten Passagierflugzeugmodell A220, die der Konzern im Oktober wegen Verzögerungen beim US-Zulieferer Spirit Aerosystems drosseln musste, soll nun bis 2028 von aktuell zwölf auf 13 Maschinen steigen. Die Produktionspläne würden nach wie vor durch die Integration der Arbeitspakete von Spirit Aerosystems und das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bestimmt.

Airbus wieder schwach - Auslieferungsausblick enttäuscht

Der Geschäftsausblick von Airbus hat den Anlegern am Donnerstag die Laune verdorben. Die Aktien des Luftfahrtkonzerns sackten auf den tiefsten Stand seit Anfang Dezember ab und fielen damit auch unter die 200-Tage-Linie, einen längerfristigen Trendindikator.

Letztlich notierten die Aktien im XETRA-Handel 6,73 Prozent tiefer bei 187,06 Euro. Tags zuvor hatten sie es noch knapp zurück über die 200-Euro-Marke geschafft, nachdem sie Mitte Januar noch mehr als 221 Euro gekostet hatten.

Der Produktionsausbau des Flugzeugbauers kommt weiterhin langsamer voran als geplant. Airbus avisierte für 2026 zwar rekordhohe Auslieferungen von 870 Verkehrsflugzeugen, Analysten hatten im Schnitt aber einen noch stärkeren Anstieg auf mehr als 900 Maschinen erwartet.

Der Ausblick sei schwach, selbst wenn er möglicherweise konservativ geplant sei, sagte ein Börsianer. So ganz unerwartet komme dies allerdings nicht. Von ihrem Rekord im Januar hatten Airbus-Aktien zuletzt um bis zu 15 Prozent korrigiert. Erst an der einfachen 200-Tage-Linie traten bei zweimaligem Test wieder Käufer auf den Plan.

Die Ergebnisse für 2025 seien solide gewesen, kommentierte Goldman-Analyst Sam Burgess. Der Auslieferungsausblick auf 2026 aber sei geprägt von Problemen in der Lieferkette. Nach Aussage von Douglas Harned vom US-Analysehaus Bernstein Research hat der Flugzeugbauer im vierten Quartal die Erwartungen übertroffen. Enttäuscht hätten neben dem Ausblick auf die diesjährigen Auslieferungen auch die Zielsetzungen für den operativen Gewinn (Ebit) und den Free Cashflow.

Für Ken Herbert von der kanadischen Bank RBC ist das vierte Quartal von Airbus hingegen durchwachsen ausgefallen, mit etwas schwächeren Umsätzen und etwas besserem operativen Ergebnis (Ebit). Das Positive werde vom schwachen Ausblick auf 2026 überschattet. Herbert rechnet kurzfristig mit Kursdruck, hält die Prognose von rund 870 Flugzeugauslieferungen aber für "angemessen konservativ". Er habe mit weniger als 900 Auslieferungen gerechnet.

Barclays-Expertin Milene Kerner goutierte, dass Airbus nun auch für den A320-Jet eine klarere mittelfristige Produktionsprognose abgegeben hat. Damit habe der Flugzeugbauer eine wichtige Unsicherheitsquelle beseitigt. Der Fokus könne sich nun wieder auf die Steigerung der Produktion und das Wachstum im Verteidigungsbereich richten.

DOW JONES / FRANKFURT (dpa-AFX Broker)

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Bildquellen: Airbus, Naiyyer / Shutterstock.com

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