09.01.2018 20:47

Continental prüft Aufspaltung - 2018 weiter kräftiges Wachstum geplant - Aktie mit Rekordhoch

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Der Reifenhersteller und Automobilzulieferer Continental denkt über seine Aufstellung in der künftigen Automobilindustrie nach.
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Der DAX-Konzern bestätigte am Dienstagabend im Grundsatz entsprechende Medienberichte. Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte gemeldet, Continental prüfe verschiedene Szenarien der künftigen Unternehmensstruktur, von denen auch der Aufbau einer Dachgesellschaft und eine separate Börsennotierung von Geschäftsbereichen eine Möglichkeit sei. Conti betonte am Abend, man befinde sich "in einem frühen Analysestadium", ob sich Änderungen ergäben sei völlig offen. Es gebe auch keine beschlussfähigen Pläne.

"Die Autoindustrie ist im Umbruch", sagte Finanzchef Wolfgang Schäfer im Gespräch mit der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX zu den Überlegungen. "Da ist es wichtig, dass man immer flexibel reagieren kann."

Am Aktienmarkt hatten Anleger nach dem Bericht ein Kursfeuerwerk entfacht. Die Conti-Aktie war am späten Mittag an die Dax-Spitze geschnellt und war auch zum Handelsschluss mit einem Kursgewinnen von mehr als fünf Prozent auf 251,30 Euro Spitzenreiter. Zwischenzeitlich hatte die Hoffnung auf eine Conti-Holding, bei der Anleger unterschiedlich in die verschiedenen Bereiche des Unternehmens investieren könnten, die Conti-Aktie auf ein Rekordhoch bei 257,40 Euro getrieben.

Für eine mögliche Entscheidung zu einer Änderung der Unternehmensstruktur sei aber nicht das Lob der Aktionäre allein ausschlaggebend, sagte Schäfer. "Wir fühlen uns allen Stakeholdern verpflichtet", sagte der Manager und verwies auf Aktionäre, Arbeitnehmer und Standorte. "Wir sind nicht ein Unternehmen, was sich ausschließlich am Aktienkurs orientiert."

Derweil hat der Konzern im vergangenen Jahr weiter von einer robusten Autokonjunktur profitiert. Nach vorläufigen Eckdaten kletterte der Umsatz aus eigener Kraft - also ohne Wechselkurseffekte und Zu- wie Verkäufe - um 8 Prozent auf rund 44 Milliarden Euro. Im laufenden Jahr soll der Erlös dann auf rund 47 Milliarden zulegen, wie Konzernchef Elmar Degenhart am Abend nach deutschem Börsenschluss auf der Technologiemesse CES in Las Vegas mitteilte. Das ist mehr als Experten dem Unternehmen als neue Richtschnur zugetraut hatten. Der Auftragseingang der Autosparte war 2017 auf über 39 Milliarden Euro gestiegen, nach 35 Milliarden im Vorjahr.

Bei der Ertragskraft machte der Konzern allerdings 2017 keine Fortschritte, die um Sondereffekte bereinigte Umsatzrendite vor Zinsen und Steuern stagnierte bei 10,8 Prozent. Im laufenden Jahr soll die Marge konzernweit - fast schon traditionell - mindestens 10,5 Prozent erreichen. Analysten trauen Conti aber bereits 11,3 Prozent zu, auch weil sie nicht mehr in der Größenordnung des Vorjahrs mit Belastungen in der Reifensparte rechnen. Schäfer geht in diesem Jahr von rund 50 Millionen Euro Belastung aus, unter anderem weil die gut laufende Weltwirtschaft die Rohmaterialpreise steigen lassen dürfte. Zudem würden Kosten für zwei neue Reifenwerke in den USA und Thailand hinzukommen.

Conti investiert derzeit viel Geld in Zukunftsfelder wie Elektronik und Sensoren. So könnte auch das wachsende Portfolio mit Technologielösungen für Fahrerassistenzsysteme oder Elektromotoren Wachstumsfantasien bei den Anlegern bedienen - wenn sie isoliert in diese Bereiche investieren könnten.

Noch ist bei Conti allerdings nur vage die Rede davon, "unsere Organisation noch flexibler auf die Herausforderungen in der Automobilindustrie auszurichten". Womöglich sind dazu auch verstärkte Partnerschaften möglich. Erst vor dem Jahreswechsel hatte Degenhart Überlegungen zu Investitionen in die kommende Generation von Batterien öffentlich gemacht - wegen des milliardenschweren Geldbedarfs seien dazu aber Partner nötig, sagte er der "Automobilwoche". In dem Bericht von Bloomberg hatte es auch geheißen, nicht ausgeschlossen seien Zusammenlegungen einiger Bereiche mit dem Geschäft von Wettbewerbern.

Schäfer sagte dem "Handelsblatt" (Mittwochausgabe), dass der Konzern sich im nächsten halben Jahr weiter zu den Überlegungen äußern werde. Ein gewichtiges Wort mitreden könnte dabei der Großaktionär, die Industriellenfamilie Schaeffler. Diese hat auch beim Auto- und Industriezulieferer Schaeffler das Sagen. Die Schaefflers besitzen rund 46 Prozent an Conti. Vorausgegangen war ein missglückter Übernahmeversuch, bei dem der fränkische Wälzlagerhersteller in der Wirtschafts- und Finanzkrise vor rund zehn Jahren nahezu in die Pleite geschlittert war.

Am Kapitalmarkt wird die Trennung verschiedener Unternehmensteile von Konzernen derzeit gern gesehen. Zuletzt kündigte etwa der Auto- und Lastwagenbauer Daimler an, sich eine Holdingstruktur geben zu wollen, um die Geschäfte unabhängiger voneinander entwickeln zu können.

HANNOVER (dpa-AFX)

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