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13.11.2020 22:01

Facebook - eine Konzerngeschichte

Social-Media-Urgestein: Facebook - eine Konzerngeschichte | Nachricht | finanzen.net
Social-Media-Urgestein
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Wie andere Tech-Giganten aus dem Silicon Valley schrieb auch Facebook eine atemberaubende Erfolgsgeschichte. So wurde aus einem Wohnheim-Projekt ein Milliarden-US-Dollar-Konzern.
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• Von der Havard-Universität in die ganze Welt
• 500 Millionen Facebook-Nutzer nach nur sechs Jahren
• Vom Technologie-Riesen zum weltweiten Medienkonzern


Die Geschichte von Facebook begann 2004 in einem Studentenwohnheim an der renommierten Harvard-Universität. Zu diesem Zeitpunkt studierte Mark Zuckerberg dort Psychologie und Informatik - ein Studium, das er allerdings nie zum Abschluss brachte. Stattdessen gründete er eines der erfolgreichsten Unternehmen seit Einführung des Internets.

Facebook als Netzwerk für Studenten

Was mit einem Scherz begann, entwickelte sich für Facebook-Gründer Mark Zuckerberg zu einer brillanten Idee. Unter der Homepage "Facemash" veröffentlichte Zuckerberg Bilder von Studentinnen, die er sich vorher von den Uni-Servern aus Harvard illegal heruntergeladen hatte. Die Besucher seiner Internetseite hatten die Möglichkeit, Personen nach ihrem Attraktivitätsgrad zu bewerten. Allerdings war diese Seite aufgrund der großen Anzahl an Protesten nur wenige Tage online.

Im Frühjahr 2004 ging daraufhin die erste Prototyp-Seite von Facebook mit dem Namen "Thefacebook.com" online. Was ursprünglich nur Harvard-Studierenden vorbehalten war, erweiterte sich rasend schnell und verbreitete sich an weiteren Hochschulen in Amerika. Nur drei Monate später hatten über 30 Universitäten ihr eigenes Facebook-Netzwerk. Ende 2005 hatte Facebook bereits mehr als fünf Millionen Benutzer und wuchs weiterhin rasant, nachdem auch Highschool-Schüler sich dem Netzwerk anschließen konnten.

Facebook wächst und gedeiht

Facebooks rasantes Wachstum blieb auch dem PayPal-Gründer und Investor Peter Thiel nicht verborgen. Thiel war der erste Investor, der Facebook mit 500.000 US-Dollar unterstützte und dafür sieben Prozent der Anteile an Facebook erhielt. 2007 erhielt auch Microsoft-CEO Steve Ballmer 1,6 Prozent am Unternehmen, allerdings musste Ballmer schon eine Summe von 240 Millionen US-Dollar auf den Tisch legen. Zu diesem Zeitpunkt hatte Facebook bereits rund 50 Millionen Mitglieder.

Schon in den Anfangsjahren sah sich Facebook-Gründer Zuckerberg mit verschiedenen Anschuldigungen konfrontiert. So warfen ihm die Brüder Tyler und Cameron Winklevoss vor, ihre Idee zur Gründung von Facebook gestohlen zu haben. Zwar konnten die Zwillinge einen damit verbundenen Gerichtsprozess nicht für sich entscheiden, dennoch erhielten sie eine Zahlung von insgesamt 65 Millionen US-Dollar als Entschädigung.

Im März 2008 startete Facebook auch in Deutschland und ein Jahr später kam mit dem "Like"-Button eine der bis heute einflussreichsten Neuerungen hinzu. Die Marke von über 500 Millionen Facebook-Nutzern konnte das Unternehmen im Juli 2010 überschreiten, nur sechs Jahre nach seiner Gründung.

Facebook geht auf Einkaufstour und an die Börse

Den ersten großen Zukauf tätigte Facebook im Jahr 2012 und kaufte den Fotodienst Instagram für rund eine Milliarde US-Dollar. Ende 2018 schätzte Bloomberg den Wert von Instagram bereits auf rund 100 Milliarden US-Dollar.

Nur kurze Zeit nach der Übernahme von Instagram ging Facebook im Mai 2012 an die Börse und legte damit den bis dahin größten Börsengang eines Internet-Unternehmens aufs Parkett. Die Einnahmen aus dem Börsengang beliefen sich auf insgesamt rund 16 Milliarden US-Dollar und machten Mark Zuckerberg zum jüngsten lebenden Selfmade-Milliardär. Im September 2012 knackte Facebook dann auch noch die Marke von einer Milliarde Mitglieder. Zusammengefasst also ein durchaus erfolgreiches Jahr für das Unternehmen mit Hauptsitz in Kalifornien.

Im Februar 2014 folgte dann die Milliarden-Übernahme des Messenger-Dienstes WhatsApp. Für insgesamt 19 Milliarden US-Dollar schluckte Facebook nach Instagram das zweite große Online-Netzwerk und baute seine Vormachtstellung im Internet dadurch aus. Nur einen Monat später folgte die Virtual Reality Firma Oculus, die für insgesamt zwei Milliarden US-Dollar aufgekauft wurde. Wie Mark Zuckerberg am 29. Januar 2020 in einem Facebook-Beitrag mitteilte, kommt Facebook mit all seinen Plattformen inzwischen auf rund 2,9 Milliarden aktive Nutzer. Der Börsenwert des Technologie-Riesen lag Mitte November 2020 bei mehr als 775 Milliarden US-Dollar.

Facebook muss auf Kritik reagieren

Immer wieder steht Facebook wegen strittigem Umgang mit Datenschutz in der Kritik, wobei vor allem die Verwendung persönlicher Daten zu Werbezwecken Facebook-Chef Mark Zuckerberg immer wieder in Erklärungsnot bringen.

Im März 2018 wurde einer der bis dahin größten Skandale mit illegal gekauften Facebook-Profilen öffentlich. Dabei sollte die Analysefirma Cambridge Analytica die Daten von rund 87 Millionen Facebook-Profilen erhalten haben und damit den Präsidentschaftswahlkampf 2016 zugunsten von Donald Trump beeinflusst haben. Im Zuge dessen musste Facebook-Chef Mark Zuckerberg immer wieder vor dem US-Kongress Rede und Antwort stehen. Allerdings konnten die Vorwürfe bis heute nicht bewiesen werden und es bestehen weiterhin Zweifel.

Noch immer wird der Einfluss von Facebook auf die Meinungsbildung der breiten Bevölkerung unterschätzt. Verschiedene Studien, wie beispielsweise vom Reuters Institute in Oxford, zeigen, dass Facebook in Amerika von rund 41 Prozent als bevorzugte Nachrichtenquelle genutzt wird, in Deutschland lag dieser Wert im Jahr 2015 bei rund 23 Prozent. Facebook hat sich also von einem Technologie-Unternehmen zu einem der weltweit größten Medienkonzerne entwickelt und muss dementsprechend Verantwortung über die veröffentlichten Inhalte übernehmen. Zuletzt hatte der Konzern im Rahmen der US-Präsidentschaftswahl etwa Anzeigen politischer Art unterbunden. Der Werbestopp solle "Verwirrung oder Missbrauch" verhindern, wie das Unternehmen erklärte, das mit dieser Maßnahme unter anderem aggressive Werbekampagnen in der heißesten Phase des Wahlkampfs von der Plattform fernhielt.

Felix Spies / Redaktion finanzen.net

Bildquellen: AHMAD FAIZAL YAHYA / Shutterstock.com, Ink Drop / Shutterstock.com

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23.12.2020Facebook buyGoldman Sachs Group Inc.
30.10.2020Facebook overweightJP Morgan Chase & Co.
30.10.2020Facebook buyGoldman Sachs Group Inc.
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23.12.2020Facebook buyGoldman Sachs Group Inc.
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