03.08.2022 12:56

AUTO1-Aktie klettert zweistellig: AUTO1 wird für den Jahresumsatz zuversichtlicher

Stärkeres Wachstum erwartet: AUTO1-Aktie klettert zweistellig: AUTO1 wird für den Jahresumsatz zuversichtlicher | Nachricht | finanzen.net
Stärkeres Wachstum erwartet
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Der Online-Gebrauchtwagenhändler AUTO1 will im laufenden Jahr stärker wachsen.
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Der Jahresumsatz werde bei 6 bis 7 Milliarden Euro liegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Berlin mit. Zuvor lag die Erwartung bei 5,7 bis 6,8 Milliarden. Die Prognose für die Rohergebnis-Spanne und die Marge für das operative Ergebnis bestätigte das Management, während das Absatzziel leicht eingedampft wurde. Chef Christian Bertermann sieht das Unternehmen angesichts steigender Bruttogewinne je verkauftem Auto auf "einem guten Weg", bis Ende 2023 operativ profitabel zu sein. An der Börse reagierten die Anleger positiv.

Der in den vergangenen Monaten stark gebeutelte SDAX-Wert notierte erstmals seit Anfang Juni wieder über 10 Euro. Allerdings kostet die Aktie damit weiterhin nur einen Bruchteil ihres Platzierungspreises von Anfang 2021. Damals waren die Papiere zu je 38 Euro an die Börse gebracht worden. Nach einem anfänglichen Anstieg bis auf 57 Euro drehte der Wind schnell. Seither ging es beständig nach unten.

AUTO1 sei gut positioniert, hieß es von der kanadischen Bank RBC. Eine negative Stimmung im Sektor könnten die Papiere aber vorerst etwas zurückhalten. Auch Goldman-Sachs-Analystin Lisa Yang kommentierte zufrieden: Der Jahresausblick sei zwar durchwachsen ausgefallen, aber der Umsatz habe ihre Prognose und die Konsensschätzung klar übertroffen.

Von April bis Juni konnte das Unternehmen mit Marken wie Autohero und wirkaufendeinauto.de den Umsatz um fast zwei Drittel auf 1,74 Milliarden Euro steigern. Dabei stieg die Zahl der verkauften Fahrzeuge wie bereits bekannt um gut 16 Prozent auf 166 100. Verglichen mit dem Auftaktquartal ließ die Dynamik damit etwas nach. In den ersten drei Monaten war der Absatz noch um fast ein Drittel nach oben geschnellt. Und auch im Gesamtjahr dürfte die Nachfrage etwas nachlassen.

AUTO1 erwartet nun statt maximal 770 000 nur noch 725 000 Autos verkaufen zu können. Bis zu 650 000 sollen dabei aus dem Geschäftskunden-Bereich kommen und bis zu 75 000 aus dem Privatkunden-Geschäft. Gleichzeitig verdient AUTO1 aber je verkauftem Fahrzeug immer mehr.

Im Geschäft mit Privatkunden lag das Rohergebnis pro verkaufter Einheit im zweiten Quartal bei über 1000 Euro. Die Kennziffer beschreibt den Verkaufserlös abzüglich des Ankaufspreises. Dieses beim Börsengang festgelegte Ziel wurde damit ein Jahr früher erreicht als gedacht, wie AUTO1-Chef Bertermann betonte. Im Geschäftskunden-Bereich stieg der Rohertrag hingegen nur leicht, sodass sich auf Unternehmensebene ein Plus von 9,4 Prozent auf 761 Euro je Einheit ergibt.

Operativ musste AUTO1 im zweiten Quartal einen Verlust von fast 47 Millionen Euro verbuchen und damit mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Die entsprechende Marge verschlechterte sich von minus 2,1 auf minus 2,7 Prozent und bewegt sich damit in der unteren Hälfte der angestrebten Spanne von minus 2 bis minus 3 Prozent für das Gesamtjahr.

So reagiert die AUTO1-Aktie

Nach dem Quartalsbericht von AUTO1 sind die Aktien am Mittwoch stark gestiegen und haben erstmals seit zwei Monaten wieder die Marke von 10 Euro überwunden. Die Aktien des Online-Gebrauchtwagenhändlers springen via XETRA zeitweise um 17,06 Prozent auf 10,02 Euro nach oben. Seit Jahresanfang hatten sich die Papiere mehr als halbiert.

Die erzielten Umsätze pro Nutzer auf den Vertriebskanälen inklusive Autohero hätten die Erwartungen übertroffen, schrieb Analystin Lisa Yang von Goldman Sachs in einer ersten Reaktion. Das Unternehmen habe in einem schrumpfenden europäischen Gesamtmarkt Anteile hinzugewonnen. Vor allem Autohero habe sich zuletzt stark entwickelt.

Trotz des aktuellen Erholungsversuchs haben die Aktionäre seit dem Börsengang Anfang 2021 einen leidvollen Weg hinter sich. Von den damaligen Höchstständen bei fast 57 Euro ist kaum noch etwas übrig. Bei Kursen von teils deutlich unter sieben Euro in den zurückliegenden Wochen dürfte jede positive Nachricht besonders willkommen sein.

/lew/mis

BERLIN (dpa-AFX)
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