Praktikable Lösung

thyssenkrupp-Aktie klettert: Jindal könnte Stahlsparte wohl schrittweise kaufen - Stahlaktien profitieren

07.01.26 18:03 Uhr

thyssenkrupp-Aktie fester: Möglicher Jindal-Deal für Stahlsparte | finanzen.net

thyssenkrupp könnte seine Stahlsparte nach Informationen von Reuters in mehreren Schritten an Jindal Steel International verkaufen.

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Beide Seiten ringen um eine praktikable Lösung für das komplexe Geschäft, wie drei mit den Gesprächen vertraute Personen der Nachrichtenagentur sagten. In einem ersten Schritt könnte Jindal 60 Prozent an thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) übernehmen, heißt es in dem Bericht. Später könnten abhängig vom Sanierungsfortschritt weitere Tranchen folgen.

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thyssenkrupp erlaube ein solches Vorgehen, die Absicherung von Pensionslasten in Höhe von 2,5 Milliarden Euro zu strecken, zitiert Reuters einen der Informanten. Die seien bei früheren Verkaufsversuchen ein großes Hindernis gewesen. Die Buch-Prüfung laufe allerdings noch, heißt es in dem Bericht weiter. Die Details einer möglichen Vereinbarung könnten sich noch ändern.

In einer Stellungnahme von thyssenkrupp heißt es, man führe vertrauliche Gespräche mit Jindal Steel International und den Arbeitnehmervertretern über einen eventuellen Verkauf der Stahlsparte. "Alle relevanten Parameter - einschließlich Bewertung, Verpflichtungen und künftiger Investitionen - werden im laufenden Due-Diligence-Prozess sowie in etwaigen Vertragsverhandlungen direkt zwischen den Parteien adressiert." Zu einzelnen Aussagen, die aktuell lediglich einen Zwischenstand darstellen könnten, werde sich der Konzern nicht äußern.

Das indische Unternehmen hatte im Herbst ein unverbindliches Angebot für thyssenkrupp Steel Europe vorgelegt. thyssenkrupp-CEO Miguel Lopez bezeichnete im Dezember auf der Bilanzpressekonferenz Jindal als optimalen Partner für TKSE, man habe für den Fall eines Scheiterns der Gespräche mit Jindal aber einen Plan B.

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Stahlsektor begehrt - Thyssenkrupp mit Spartenverkauf im Blick

Die thyssenkrupp-Aktien haben am Dienstag von Sektor-Rückenwind und einem Pressebericht zu Details des möglichen Verkaufs der Stahlsparte an den indischen Jindal-Konzern profitiert. Die thyssenkrupp-Aktie zeigte sich via XETRA schließlich 6,79 Prozent höher bei 10,25 Euro. Der Kurs kehrte damit nach einer Vortagsschwäche wieder über die 10-Euro-Marke zurück in Richtung des etwas darüber liegenden Hochs vom Oktober.

Stahlwerte waren am Mittwoch allgemein gefragt, wie Salzgitter mit einem Anstieg um 2,3 Prozent sowie ArcelorMittal um drei Prozent zeigen. Im Sektor herrscht seit einiger Zeit Optimismus, dass die Branche 2026 von Abschirmungsmaßnahmen der Europäischen Union gegen Billigimporte aus China profitieren könnte. Hinzu kommt Fantasie wegen der deutschen Infrastruktur-Milliarden sowie ein möglicher Wiederaufbau der Ukraine, sollte Russland seinen Angriffskrieg endlich stoppen.

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Zu ArcelorMittal äußerte sich zudem die US-Bank Morgan Stanley positiv. Die Analysten stuften das Papier auf "Overweight" hoch; für sie ist es ein "Top Pick", also ein Favorit im Sektor. Der Aktienkurs erreichten daraufhin den höchsten Stand seit 14 Jahren. In seiner Studie sieht Analyst Alain Gabriel Luft nach oben für die Stahlbranche wegen Maßnahmen, die die Produktion in Europa wettbewerbsfähiger machen soll. Für thyssenkrupp und Salzgitter erhöhte der Experte zwar seine Kursziele, bleibt aber mit "Underweight" negativ gestimmt.

Mit Bezug zu thyssenkrupp berichtete die Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch unter Berufung auf Kreise, dass mit Jindal für den komplexen Verkauf der Stahlsparte weiterhin eine praktikable Lösung gesucht wird. Darin heißt es, in einem ersten Schritt könnte Jindal 60 Prozent an thyssenkrupp Steel Europe übernehmen. Abhängig vom Fortschritt der Sanierung könnten dann später ein oder zwei weitere Tranchen folgen, hieß es in den Quellen der Agentur weiter. Ein kritisches Thema bleibt demnach die Absicherung von Pensionslasten.

Laut einem Händler nimmt der Stahlverkauf allmählich konkretere Formen an, nachdem jahrelang vergeblich nach einem Käufer gesucht worden sei. Um die Fantasie dafür weiter zu beleben, brauche es aber eine konkrete Bestätigung.

DOW JONES / FRANKFURT (dpa-AFX)

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Bildquellen: thyssenkrupp AG

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12.12.2025thyssenkrupp HaltenDZ BANK
10.12.2025thyssenkrupp HoldJefferies & Company Inc.
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10.12.2025thyssenkrupp HoldDeutsche Bank AG
09.12.2025thyssenkrupp NeutralJP Morgan Chase & Co.
09.12.2025thyssenkrupp HoldJefferies & Company Inc.
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