finanzen.net
20.03.2020 18:22

Kurssprung bei OSRAM-Aktie: ams erwartet Vollzug des OSRAM-Angebots weiter im zweiten Quartal

Trotz Corona-Krise: Kurssprung bei OSRAM-Aktie: ams erwartet Vollzug des OSRAM-Angebots weiter im zweiten Quartal | Nachricht | finanzen.net
Trotz Corona-Krise
Folgen
Das österreichische Technologieunternehmen ams geht weiter davon aus, das öffentliche Angebot für die Übernahme des deutschen Lichttechnologieunternehmens OSRAM im zweiten Quartal 2020 zu vollziehen.
Werbung
Die einzige verbleibende Bedingung zum Abschluss betreffe den Erhalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen, heißt es in einer Mitteilung am Donnerstagabend. In der Zwischenzeit habe ams seine direkte Beteiligung an OSRAM auf 23,4 Prozent erhöht. Diese Erhöhung sei aus bestehenden liquiden Mitteln finanziert worden und unterstreiche das klare Ziel, das Öffentliche Angebot erfolgreich abzuschließen und den Zusammenschluss umzusetzen.

Die Bezugsrechtsemission schreite gemäß den Bestimmungen des am 13. März 2020 publizierten Prospekts voran. Die Bezugsrechtsemission sei vollumfänglich von einem Bankensyndikat übernommen worden, das aus denselben Banken bestehe, die sich bereits verpflichtet hätten, die Brückenfinanzierung für die Übernahme im Umfang von bis zu 4,4 Milliarden Euro bereitzustellen. ams habe sich somit alle notwendigen Finanzmittel gesichert.

ams sei seit Start der Bezugsrechtsemission im fortlaufenden Kontakt mit Investoren und habe positive Rückmeldungen von einer Reihe großer bestehender Aktionäre erhalten, die planten, ihre Bezugsrechte auszuüben, sowie von weiteren Investoren, die an der Bezugsrechtsemission teilnehmen wollten.

Im Einklang mit der Pressemitteilung vom 6. März 2020 bestätigt ams in der Mitteilung zudem erneut die finanziellen Erwartungen für das erste Quartal 2020 eines Umsatz von 480 bis 520 Millionen Dollar und einer bereinigten operativen EBIT-Marge von 19 bis 21 Prozent. Die Auswirkungen von Covid-19 auf die Geschäftstätigkeit werde weiterhin aktiv beobachtet.

So reagiert die OSRAM-Aktie

Das bekräftigte Übernahme-Vorhaben von ams für OSRAM hat am Freitag die Aktien des deutschen Lichtspezialisten in eine Erholung katapultiert. Am Markt wird das Vorhaben der Österreicher jedoch weiterhin mit Vorbehalten gesehen.

Im etwas stabilisierten Gesamtmarkt sprangen die OSRAM-Papiere zum Handelsschluss im Xetra-Geschäft um 39,64 Prozent auf 31,00 Euro hoch. Damit machten sie einen guten Teil ihrer Verluste im Zuge der Panik über die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise wieder wett. Insgesamt hatten sie seit Februar bis zum gestrigen Krisentief 57 Prozent eingebüßt und damit deutlich mehr als der Durchschnitt der 60 MDAX-Werte. Die Anteile von ams gewannen am Freitag in Zürich zugleich nur 0,15 Prozent auf 9,30 Franken. Sie hatten im selben Zeitraum mehr als 75 Prozent eingebüßt.

"ams versucht eine zuversichtliche Botschaft auszusenden", kommentierte ein Händler mit Blick auf die aktuellen Aussagen. Der österreichische Sensorhersteller hatte am Donnerstagabend mitgeteilt, trotz des Kursverfalls seiner Aktien an den Übernahme-Plänen festhalten und die Transaktion im zweiten Quartal abschließen zu wollen.

Der Börsianer blieb aber skeptisch: "Die Erinnerung von ams, die angelaufene Kapitalerhöhung sei durch die Banken vollständig garantiert, und die Akquisition durch einen Überbrückungskredit vom Bankenkonsortium finanziert, beantwortet eine zentrale Frage nicht: Haben die Banken eine Rückzugsoption?" Er sieht daher zwar die OSRAM-Aktie momentan gestützt, allerdings gebe es wenig neue Fakten. "Die Übernahme bleibt ein Risiko, und es ist wohl unnötig zu erwähnen, dass das Geschäft von OSRAM aktuell schwach ist. Etwa 75 Prozent der europäischen Autoherstellung liegt vorübergehend still."

Ein Analyst verwies ebenfalls auf die hohe Abhängigkeit Osrams vom Autosektor, der wegen der Viruskrise stark von Werksschließungen betroffen ist. "Zu 60 bis 70 Prozent ist Osram vom Endmarkt der Autobranche abhängig", hob er hervor. Nach den 2019 mehrfach nach unten revidierten Zielen des Unternehmens sehe es 2020 daher wohl kaum besser aus. "Und ams versucht, dieses problembehaftete Unternehmen zu kaufen", konstatiert er ebenfalls mit Vorbehalten. Dabei verwies er auch darauf, dass die Übernahme zwar seitens der Wettbewerbsbehörden wohl problemlos über die Bühne gehen dürfte. Vom Finanzierungsstandpunkt aus betrachtet, sieht er jedoch Probleme.

"Die Kapitalerhöhung läuft noch bis Ende März. Zugleich fiel die ams-Aktie am Montag zeitweise unter den Preis von 9,20 Franken für die Bezugsrechte der neuen Aktien. Da stellt man sich die Frage, warum Investoren von ams an der Bezugsrechtsemission teilnehmen sollten, wenn sie die Aktien am freien Markt günstiger haben können", sagte der Analyst.

Auch er sieht weiterhin die Gefahr eines Scheiterns. "Gemäß dem Verkaufsprospekt gibt es eine gewisse Flexibilität in der Konsortialvereinbarung. Eine Klausel, wodurch die Banken die Bezugsrechtsemission scheitern lassen könnten." Zwar gebe es dann noch die Möglichkeit einer Brückenfinanzierung für die Übernahme, doch dürfte diese den Verschuldungsgrad von ams deutlich stärker als beabsichtigt steigen lassen."

PREMSTETTEN (Dow Jones) / (dpa-AFX Broker)

Bildquellen: ah, AR Pictures / Shutterstock.com

Nachrichten zu ams AG

  • Relevant
  • Alle
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu ams AG

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
01.07.2020ams OutperformCredit Suisse Group
24.06.2020ams overweightJP Morgan Chase & Co.
18.06.2020ams OutperformCredit Suisse Group
17.06.2020ams buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
16.06.2020ams OutperformCredit Suisse Group
01.07.2020ams OutperformCredit Suisse Group
24.06.2020ams overweightJP Morgan Chase & Co.
18.06.2020ams OutperformCredit Suisse Group
17.06.2020ams buyHauck & Aufhäuser Privatbankiers KGaA
16.06.2020ams OutperformCredit Suisse Group
30.04.2020ams NeutralJP Morgan Chase & Co.
06.04.2020ams NeutralJP Morgan Chase & Co.
21.02.2020ams NeutralJP Morgan Chase & Co.
10.02.2020ams NeutralJP Morgan Chase & Co.
09.01.2020ams NeutralJP Morgan Chase & Co.
16.04.2020ams UnderweightBarclays Capital
01.04.2020ams UnderperformCredit Suisse Group
26.03.2020ams UnderperformCredit Suisse Group
13.03.2020ams verkaufenCredit Suisse Group
11.03.2020ams UnderweightBarclays Capital

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für ams AG nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Heute im Fokus

DAX geht schwächer ins Wochenende -- US-Börsen im Feiertag -- Chefwechsel bei Commerzbank voraus -- Deutsche Bank: Interesse an Wirecard-Teilen -- QIAGEN, Rolls-Royce, Lufthansa, Vonovia im Fokus

UBI will sich nicht von Intesa kaufen lassen. Delivery Hero verdoppelt Bestellzahlen inmitten der Pandemie. Sanofi bricht Medikamentenstudie zur Behandlung von COVID-19 ab. Mercedes-Benz muss dreistellige Millionensumme abschreiben. Airbus-Chef: Könnten mit Hilfe des Bundes 2.000 Stellen retten. Gilead Sciences: Arznei Remdesivir erhält europäische Zulassung für COVID-19.

Umfrage

Wie gehen Sie angesichts der ausgesprochen volatilen Börsen in diesem Sommer mit Ihrem Depot um?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
BayerBAY001
Amazon906866
BioNTech SE (spons. ADRs)A2PSR2
TeslaA1CX3T
Deutsche Telekom AG555750
Lufthansa AG823212
NEL ASAA0B733
Microsoft Corp.870747
Infineon AG623100
BASFBASF11
Allianz840400
E.ON SEENAG99