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04.08.2020 17:59

HUGO BOSS rutscht tief in Verlustzone - keine Prognose - HUGO-BOSS-Aktie mit Abschlägen

Umsatzeinbruch: HUGO BOSS rutscht tief in Verlustzone - keine Prognose - HUGO-BOSS-Aktie mit Abschlägen | Nachricht | finanzen.net
Umsatzeinbruch
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HUGO BOSS ist im zweiten Quartal inmitten der coronabedingten Geschäftsschliessungen und Produktionsstillstände tief in die roten Zahlen gerutscht und hat knapp 60 Prozent seines Umsatzes eingebüsst.
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Der im MDAX notierte Modehersteller HUGO BOSS aus dem baden-württembergischen Metzingen traut sich nach dem ersten Halbjahr angesichts der Unsicherheit der weiteren Entwicklungen der Corona-Pandemie immer noch keine Prognose für das Gesamtjahr zu. Der Konzern erwartet laut Mitteilung eine "sukzessive Verbesserung" bei Umsatz und Ergebnisentwicklung im zweiten Halbjahr, die im zweiten Quartal von Monat zu Monat zu verzeichnen war und sich zu Beginn des dritten Quartals fortgesetzt habe.

Im Zeitraum April bis Juni betrug der EBIT-Verlust 250 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 80 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Enthalten sind darin 125 Millionen Euro nicht zahlungswirksame Wertminderungen langfristiger Vermögenswerte im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Pandemie auf das eigene Einzelhandelsgeschäft. Bereinigt um die Wertminderungen betrug der EBIT-Verlust mit 124 Millionen Euro etwa die Hälfte.

Der Umsatz sank auf 275 Millionen Euro von 675 Millionen. Nach Steuern ergab sich ein Verlust von 186 Millionen Euro, im Vorjahr stand hier noch ein Gewinn von 52 Millionen.

Lichtblick war der Online-Handel, dessen Umsatz um 74 Prozent zulegte.

Gewinn und Umsatz waren signifikant schlechter als die Prognose der Analysten im Factset-Konsens. Im Schnitt hatten die Analysten mit einem Umsatzrückgang von nominal 57 Prozent auf 293 Millionen gerechnet, einem EBIT-Verlust von 133 Millionen Euro sowie einem Nachsteuerverlust von 110 Millionen.

Mit der Mitteilung der Erstquartalsergebnisse hatte der Konzern für das zweite Quartal einen währungsbereinigten Umsatzrückgang von mindestens 50 Prozent und somit "deutlicheren Umsatz- und Ergebnisrückgang als im ersten Quartal" angekündigt.

HUGO BOSS erwägt Kreditrating

Der Modehersteller HUGO BOSS, der in der Corona-Krise zusätzlich eine durch die KfW abgesicherte Kreditlinie zur Liquiditätsverbesserung erhalten hat, erwägt ein Kreditrating.

"Wir überlegen, haben aber noch nicht entschieden", sagte CFO Yves Müller in der Telefonkonferenz mit Journalisten. Mit einem Kreditrating hätte der Konzern mit Unternehmensanleihen ein weiteres Instrument, um den Kapitalmarkt anzuzapfen, anstatt über Kredite oder Kapitalerhöhungen. Derzeit hat Hugo Boss kein Kreditrating, so wie zum Beispiel Adidas.

Bis Ende Juni habe Hugo Boss die 275 Millionen Euro Kreditlinie, die die KfW absichert, nicht benötigt, so Müller. Die Kreditlinie hat eine Laufzeit von zwei Jahren, in dieser Zeit darf Hugo Boss keine Dividenden ausschütten, sie ist monatlich kündbar, so der CFO. Es sei allerdings zu früh zu sagen, wann eine Kündigung der Kreditlinie anstünde.

Hugo Boss hat im zweiten Quartal über diverse Maßnahmen den Cashflow insgesamt um 600 Millionen Euro verbessert, so Müller. Dazu gehören Senkungen bei Kosten und Investitionen, Einsparungen auf der Vorratsseite sowie bei der Dividende. Ein Teil der Maßnahmen dauere noch im dritten Quartal an, so der CFO.

Trotz schwacher Zahlen und düsterer Aussichten hielt sich die HUGO BOSS-Aktie im XETRA-Handel zeitweise erstaunlich gut, gab aber schlussendlich 2,64 Prozent auf 22,53 Euro ab.

FRANKFURT (Dow Jones)

Bildquellen: Pere Rubi / Shutterstock.com, Andreas Rentz/Getty Images for GQ

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