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18.01.2020 13:25
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Grundgedanke adé: Wie anonym ist Bitcoin wirklich?

Kryptowährungen im Fokus: Grundgedanke adé: Wie anonym ist Bitcoin wirklich? | Nachricht | finanzen.net
Kryptowährungen im Fokus
Wer mit Bitcoin handelt, möchte das meist anonym tun. Doch wie anonym ist der Bitcoin wirklich?
• Durch die KYC-Prinzipien kann Bitcoin-Adresse mit Klarnamen verknüpft werden
• Bitcoin mit Bargeld bezahlen oder selber schürfen
• Eigene Full Nodes betreiben und CoinJoins können helfen, Anonymität zu wahren

Ein großer Vorteil, der Kryptowährungen immer wieder nachgesagt wird, ist die Anonymität. Allerdings hinterlassen alle Transaktionen Spuren - auch bei der Kryptowährung Nummer eins, dem Bitcoin. Wie anonym ist der Bitcoin wirklich?

"Know-Your-Customer"-Prinzipien sind "Single Point of Failure"

Wer mit Kryptowährungen handelt, möchte oft anonym bleiben. Vor allem, wer früh eingestiegen ist und beispielsweise zu früher Stunde in Bitcoins investiert hat und nun über ein großes Vermögen verfügt, hat ein Interesse daran, dass niemand in der Krypto-Welt über sein Vermögen und seine wahre Identität informiert ist. Denn sonst könnte er leicht Phishing-Angriffen oder Hacks ausgesetzt sein. Doch gerade beim Bitcoin ist die Anonymität so eine Sache: Komplett anonym scheint man den Bitcoin nur in Ausnahmefällen handeln zu können.

Grund dafür sind die "Know-Your-Customer"-Prinzipien, die Kryptobörsen, auf denen man den Bitcoin handeln kann, beinhalten. Wer sich registriert, muss das dort oft mit Klarnamen und Identitätsnachweis machen. Zwar sind diese Informationen eigentlich nur als Absicherung für die Kryptobörse selbst gedacht. Doch sie stellen einen sogenannten "Single Point of Failure" dar: Denn damit könnte man im Nachhinein mit genug Anstrengung eine Verbindung zwischen der Bitcoin-Adresse und dem Klarnamen des Händlers ziehen.

Bitcoin mit Bargeld erwerben oder selber schürfen und auf Blockbelohnung setzen

Die Website "btc-echo.de", die sich mit allerlei Bitcoin-Themen beschäftigt, schreibt, dass wohl die einzige Möglichkeit, sich zu schützen, sei, Bitcoin mit Bargeld zu erwerben. Das ist aber kaum noch möglich, denn es gibt kaum Krypto-Börsen, an denen der Handel mit Bargeld möglich ist. Allerdings zeigt sie noch eine Möglichkeit auf, die aber wohl für die wenigsten praktikabel sein dürfte: Das Bitcoin-Mining.

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Wer selber Bitcoins schürft, bekommt für jeden Block eine Belohnung in Form von Bitcoins ausgezahlt. Derzeit sind das noch 12,5 Bitcoin pro geschürftem Block, im Mai steht aber das nächste sogenannte Bitcoin-Halving an, bei dem die Belohnung pro Block auf 6,25 Bitcoin halbiert wird. Der Aufwand für das Mining ist aber groß: Bitcoin-Miner müssen eine große Rechenkapazität aufwenden, um Bitcoin zu schürfen. Das kostet eine Menge Strom und je geringer die Block-Belohnung wird - und je höher der Strompreis -, desto unprofitabler wird das Mining.

Full Nodes und CoinJoins

Eine weitere Möglichkeit, anonymer mit Bitcoins zu handeln, ist, einen eigenen Full Node zu betreiben. Damit kann eine eigene Wallet zur Aufbewahrung der digitalen Coins aufgesetzt werden, die persönliche Daten wie Adresse oder Transaktionen nicht mit dem jeweiligen Besitzer der Wallet verknüpft.

Außerdem können Bitcoin-Fans, die anonym bleiben wollen, sogenannte CoinJoins nutzen. Dabei schließen sich mehrere Personen für ihre Transaktionen zusammen. Die einzelnen Transaktionen bedienen sich dann an dem Topf der zusammengeschmissenen Bitcoins - so kann nicht mehr nachvollzogen werden, welche Bitcoins am Ende von welchem Nutzer ausgegangen sind. Je mehr Leute sich für einen CoinJoin zusammenschließen, desto anonymer. Denn der Knackpunkt dabei ist, dass zwar nicht auf die Einzelperson bei der Transaktion rückgeschlossen werden kann, allerdings auf die Gruppe der Teilnehmer.

Nutzung einer VPN zur Verschleierung der IP-Adresse

Auch Internetbrowser gelten unter Privacy-Experten als Sicherheitsrisiko, schreibt "btc-echo". Über IP-Adressen der Rechner könnten beispielsweise Suchanfragen nach Bitcoin-Adressen mit dem Nutzer verbunden werden und "im schlimmsten Fall Klarnamen mit Bitcoin-Adressen verknüpfen". Helfen würde hier die Nutzung eines VPN, das die IP-Adresse verschleiert.

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Alles in allem scheint es schwierig zu sein, Bitcoin komplett anonym zu handeln. Bitcoin-Fans sollten sich frühzeitig damit auseinandersetzen, wie sie ihre Privatsphäre schützen können. Denn Hacks und oder Angriffe auf Krypto-Börsen und Wallets sind nicht selten.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: Andrew Angelov / Shutterstock.com, Lukasz Stefanski / Shutterstock.com

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