18.10.2020 15:39

Krypto-Trader erwarten Sell-off bei Altcoins - und Bullenmarkt beim Bitcoin

Spannendes Q4: Krypto-Trader erwarten Sell-off bei Altcoins - und Bullenmarkt beim Bitcoin | Nachricht | finanzen.net
Spannendes Q4
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Der Bitcoin hat den September mit einer schwachen Performance abgeschlossen - für den Rest des Jahres stehen die Zeichen aber dennoch gut: Trader erwarten, dass der Bitcoin im vierten Quartal eine signifikante Outperformance gegenüber anderen Kryptos erzielen wird.
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• Altcoins zuletzt mit besserer Performance als Bitcoin
• Experten prognostizieren monatelangen Sell-off bei Altcoins
• Mehrere Faktoren dürften Bitcoin-Preis anschieben

Die Performance des Bitcoin in den vergangenen Monaten kann sich auf den ersten Blick eigentlich durchaus sehen lassen: Im dritten Quartal 2020 verteuerte sich die größte Digitalwährung um knapp 18 Prozent, in den ersten neun Monaten des Jahres legte ihr Wert sogar um mehr als 45 Prozent zu. Der September erwies sich jedoch als Dämpfer für eine noch stärkere Kursentwicklung des digitalen Coins: Rund acht Prozent verlor der Bitcoin in diesem Monat. Und auch insgesamt ist die Entwicklung der bekanntesten Cyberdevise bei genauerem Hinsehen in diesem Jahr bisher nicht ganz so erfreulich, meinen Experten.

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Hype um Altcoins dürfte sich umkehren

Altcoins mit einer kleineren Marktkapitalisierung hätten sowohl Bitcoin als auch Ethereum in diesem Jahr bisher "signifikant ausperformt", sagte Ryan Watkins gegenüber "Coindesk". Der Bitcoin-Analyst des Krypto-Unternehmens Messari begründete dies unter anderem mit der Erholung und teilweisen Stabilisierung der globalen Finanzmärkte. Laut Kyle Davis, Mitgründer des Vermögensverwalters Three Arrows Capital, hätte aber auch die anhaltende Begeisterung über verschiedene Altcoins und neue DeFi-Protokolle den Aufwärtstrend bei den alternativen Kryptos angefacht. DeFi steht dabei für Decentralized Finance und beschreibt Produkte, bei denen auf Finanzinstitute verzichtet wird und die Nutzer selbst als Bank agieren. Laut "Coincierge" hat sich der Wert der in DeFi-Verträgen gesparten digitalen Coins seit Beginn des Jahres bis Mitte Juli von 700 Millionen US-Dollar auf 2,5 Milliarden US-Dollar erhöht.

Die zahlreichen neuen Entwicklungen in den Bereichen DeFi und Altcoins hätten dazu geführt, dass Bitcoins mittlerweile beim Coin-Besitz unterrepräsentiert seien, so Davies laut "Coindesk". Das dürfte sich aber in naher Zukunft ändern, denn der Experte erwartet, dass nun ein Rebalancing zugunsten von Bitcoin stattfinden wird. "Der Markt besitzt zu viele Stablecoins und Nicht-Bitcoins", so die Einschätzung von Davies. Mit einem bereits jetzt abnehmenden "DeFi-Wahn" und sinkenden Erträgen bei Altcoins sollte sich das Interesse wieder hin zu Bitcoin verlagern, ist sich Davies sicher.

Auch Kevin Zhou, Mitgründer des Krypto-Hedgefonds Galois Capital, glaubt, dass sich der Aufwärtstrend bei den Altcoins in Zukunft umkehren wird. Bereits im September habe es einen moderaten Sell-off bei den Altcoins gegeben, der sich fortsetzen dürfte, sagte Zhou gegenüber "Coindesk". Die Abwärtsbewegung bei den Altcoins könnte dabei laut seiner Einschätzung über das vierte Quartal hinaus anhalten und "für mindestens ein Jahr" bestehen bleiben. Angesichts dieser pessimistischen Aussichten für Altcoins positioniert sich auch Zhou nun bullish für den Bitcoin.

Bitcoin vor Post-Halving-Push?

Auch wenn der Bitcoin in der jüngsten Vergangenheit schlechter abgeschnitten haben mag als diverse Altcoins, so hat er laut "Bitcoinist" dennoch gerade das beste dritte Quartal seiner Geschichte hinter sich - was auch weitere Trader bullish stimmt. Auch Chris Burniske vom Krypto-Risikofonds Placeholder Capital erwartet für das vierte Quartal steigende Bitcoin-Kurse. Als Begründung nennt er dabei das Halving-Event, das im Mai stattfand.

Laut "Coincierge" hat es beim Bitcoin-Halving im Jahr 2016 rund sechs Monate gedauert, bis der Bitcoin-Kurs in eine stetige Aufwärtsbewegung überging. Da das letzte Halving im Mai 2020 stattfand, könnte dies - bei einer parallelen Entwicklung - nun wieder im November so weit sein.

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Doch Burniske weist in seinem Tweet auch auf Gefahren für die Entwicklung der Kryptos hin, so zum Beispiel auf die bevorstehende US-Wahl, die Investoren weltweit verunsichert. Dabei ist laut "Coincierge" wohl vor allem im Vorfeld der Wahl mit Schwankungen zu rechnen, denn nach der Wahl sollte die aktuelle Ungewissheit verschwunden sein und Geld an den Markt zurückkehren - wovon dann auch der Bitcoin-Kurs profitieren dürfte.

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: mk1one / Shutterstock.com, 3Dsculptor / Shutterstock

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