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06.11.2018 21:49
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Kanadische Bitcoin-Börse MapleChange verliert all ihre Bitcoins - Hack oder Betrug?

Was steckt dahinter?: Kanadische Bitcoin-Börse MapleChange verliert all ihre Bitcoins - Hack oder Betrug? | Nachricht | finanzen.net
Was steckt dahinter?
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Im Laufe der Zeit wurden schon Tausende von Coins bei Hacks auf Kryptobörsen erbeutet. So beispielsweise von der japanischen Börse Mt. Gox. Vor wenigen Tagen ereignete sich erneut ein Hack. Doch die Nutzer fragen sich zurecht, ob es sich nicht vielmehr um einen Betrug der Börse handelte.
Auf die kanadische Krpytobörse MapleChange wurde am 28. Oktober angeblich ein Hackerangriff verübt. Tags zuvor hatte die Börse noch Wartungsarbeiten an ihrem Server durchgeführt, weshalb die Website kurzzeitig nicht erreichbar war. Die Angreifer hätten sich das Update zunutze gemacht, indem sie durch dadurch entstandene Sicherheitslücken geschlüpft wären.

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Update auf Twitter angekündigt

Dass Hackerangriffe vor allem nach Updates erfolgen, ist kein Geheimnis. Wie oft mussten iPhone-Nutzer kurz nachdem sie ihre iOS-Version aktualisiert haben, bereits erneut ein Update aus Sicherheitsgründen machen. Internet-Kriminelle nutzen hierbei aus, dass bei neuen Versionen die möglichen Lücken meist einfach noch nicht bekannt sind und die IT diese nicht sorgsam genug überprüft hat.

Groß angekündigt hatte MapleChange die Durchführung des Updates jedoch auf ihrem Twitter-Account: "Unsere Wartungsarbeiten sind offiziell beendet und wir haben unsere Server komplett upgegradet! Version 2.0.0. ist jetzt online und für alle verfügbar."

Nutzer nicht gut genug geschützt?

Durchaus möglich, dass sich Online-Angreifer daraufhin dazu aufgemacht haben, eine Lücke zu entdecken, über die Coins abgegriffen werden könnten. In einer auf der anonymen Textveröffentlichungs-Plattform Pastebin einzusehenden Erklärung gibt MapleChange auch an, dass der Grund für den Hack im Softwareupdate lag. Im Quellcode lagen wohl Fehler vor, über die Restriktionen beim Handel umgangen werden konnten: So hätten Angreifer aus acht Bitcoin 15 machen können.

Die Online-Community zeigt sich aber überwiegend skeptisch gegenüber MapleChange. Vor allem, dass die Kryptobörse ein Open-Source-Framework zum Aufbau nutzt, stimmt Nutzer misslich. Dadurch seien die Sicherheitsstandards zu niedrig, bei Open-Source-Website-Vorlagen könne leicht manipuliert werden, weil die Funktionsweise allgemein zugänglich ist.

Bitcoin und Litecoin gibt es nicht zurück

Die Reaktionen auf Twitter sind ebenfalls durchweg negativ: So vermuten dort einige Nutzer, dass es sich bei dem vermeintlichen Hack vielmehr um einen sogenannten Exit-Scam, also einen Betrug, von MapleChange selbst handelte. Nachdenklich stimmen in diesem Zusammenhang einige Sachen. So hat die kanadische Börse nach dem Bekanntgeben des Hacks via Twitter zunächst alle Social-Media-Kanäle eingestellt - der einzige Weg, über den betroffene Nutzer die Verantwortlichen kontaktieren konnten. Lösungen bot die Handelsplattform erst an, nachdem einige der Geschädigten die Identitäten der Macher herausfanden, sie also zur Tat gedrängt wurden.

Ein Discord-Channel - ein Programm für Instant Messaging -, den MapleChange daraufhin extra für die Kontaktaufnahme einrichtete, funktionierte ebenfalls nicht. Zwar teilte das Unternehmen einen Beitrittslink dafür auf Twitter, dieser war jedoch schon nach wenigen Minuten ungültig.

Nur "Shitcoins" gibt es zurück

Zuletzt bleibt eine weitere Frage im Raum stehen. MapleChange hat laut Angaben auf Twitter nun begonnen, einige Coins zurückzuzahlen. So beispielsweise von der Kryptowährung Lumeneo oder Conceal. Was allerdings nicht erstattet werden soll, sind die Währungen Bitcoin und Litecoin. Nutzer, denen digitale Münzen in diesen virtuellen Währungen abhanden gekommen sind, sind aber mit Abstand die größten Verlierer beim MapleChange-Hack. So drückt es ein verärgter Twitter-User treffend aus: "Wir können nicht die guten Kryptowährungen zurückerstatten, nehmt stattdessen eure Shitcoins zurück."

Am Fall MapleChange wird wieder einmal deutlich, wie schwer es beim Thema Kryptowährungen ist, zwischen Rechtmäßigkeit und Betrug zu unterscheiden. Krypto-Experten appellieren an Krypto-Fans, Online-Börsen nur zum Handel, nicht aber zur Aufbewahrung zu nutzen. Prinzipiell wird außerdem dazu geraten, Handel auf dezentralen Plattformen ohne Mittelsmann durchzuführen und nicht bei zentralen Börsen wie MapleChange. Meldungen wie diese werfen wieder einmal ein schlechtes Licht auf Bitcoin, Ethereum & Co. Wer mit Kryptowährungen handeln will, sollte sich genau überlegen, wem er sein Wallet anvertraut.

Theresa Rauffmann / Redaktion finanzen.net

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Bildquellen: wael alreweie / Shutterstock.com, r.classen / Shutterstock.com, Wit Olszewski / Shutterstock.com, Lukasz Stefanski / Shutterstock.com

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