finanzen.net
Das comdirect Depot - Handeln für nur 3,90 €1 pro Order im 1. Jahr. Kostenlose Depotführung - garantiert für 3 Jahre², persönlicher Service und mehr.-w-
08.11.2014 08:00
Bewerten
(2)

Strafzinsen treffen auch Fondsanleger

Fondsanleger aufgepasst!: Strafzinsen treffen auch Fondsanleger | Nachricht | finanzen.net
Fondsanleger aufgepasst!
Jetzt verlangen auch große Depotbanken erstmals Negativzinsen von Fondshäusern oder wollen diese einführen. Bisher betroffen: Fonds von Union Investment, Universal Investment und Frankfurt Trust.
€uro am Sonntag
von Andreas Höss, €uro am Sonntag

Der von der Europäischen Zentralbank (EZB) eingeführte Strafzins auf Bankeinlagen erreicht immer mehr Anleger und Sparer. Große Depotbanken planen, Minuszinsen auf Barmittel von Fondsgesellschaften zu berechnen oder tun dies bereits. Das hat eine Umfrage von €uro am Sonntag bei den größten deutschen Depotbanken - BNP Paribas, State Street, BNY Mellon, JP Morgan und DZ Bank - ergeben. Laut einer Aufstellung des Branchenverbands BVI verwahren diese insgesamt 840 Milliarden Euro an Fondsvermögen.

Seit Juni zahlen Banken erstmals Zinsen, statt welche zu bekommen, wenn sie Geld bei der EZB parken. Das soll die Banken zwingen, Kapital an Unternehmen oder Staaten zu verleihen, statt es bei der EZB anzulegen. Im September erhöhte EZB-Chef Mario Draghi den Strafzins nochmals, derzeit werden 0,2 Prozent auf Einlagen fällig.

Nun geben viele Depotbanken den Negativzins weiter. "Nach der Ankündigung der EZB vom September hat sich BNY Mellon entschieden, minus 0,2 Prozent auf Kundeneinlagen in Euro zu erheben", bestätigte eine Sprecherin von BNY Mellon. Auch State Street habe beschlossen, "ähnlich wie andere Banken im Verwahrgeschäft im Laufe des Quartals Negativzinsen einzuführen", so ein Sprecher des Unternehmens. Die BNP Paribas gibt nur bekannt, dass sie derzeit keine Minuszinsen verlangt. Bei JP Morgan heißt es "kein Kommentar". Die DZ Bank, Mitglied des Bundesverbandes der Deutschen Volks und Raiffeisenbanken (BVR), sagt: "Die Konditionen sind Gegenstand individueller Verhandlungen. Unter Berücksichtigung der jeweiligen Kundenbeziehung versuchen wir, nach Möglichkeit keine negativen Zinsen zu erheben." Ein Nein ist das nicht. Beachtlich, schließlich hatte mit der Skatbank ebenfalls eine Bank aus dem BVR-Verbund erstmals reichen Privatkunden Strafzinsen berechnet. Nun könnten durch die Hintertür auch Kleinanleger betroffen sein, die etwa über Sparpläne in Fonds investieren.

Auf die Fondsgesellschaften kommen dadurch neue Kosten zu, was die Rendite der Fonds schmälert. Beim Fonds­haus Frankfurt Trust hält man den Effekt aber für "überschaubar", da nur das bei Banken geparkte Bargeld der Fonds betroffen ist. Das sind im Vergleich zum in Wertpapiere investierten Kapital in der Regel nur wenige Prozent. Genaue Zahlen gibt es aber nicht. Das liegt zum einen daran, dass die sogenannten Cashquoten von Fonds zu Fonds verschieden sind. Bei Offenen Immobilienfonds sind sie meist höher als bei Aktien-, Renten oder Mischfonds. Die Fonds halten diese liquiden Mittel vor, um Anleger auszuzahlen. Zum anderen können Fondsmanager beispielsweise bei Börsencrashs Aktien verkaufen, um Verluste zu begrenzen. Dann können die Cashbestände anwachsen. Die Depotbanken parken dieses Geld dann meist bei der EZB und zahlen dafür selbst Strafzinsen.

Die Gerüchteküche brodelt
So stecken viele Depotbanken gerade in Verhandlungen mit den Fondsgesellschaften. Das Klima ist nervös, die Gerüchteküche brodelt. Der eine steckt durch, seine Bank behandle Kunden ungleich. Ein anderer sagt, auch JP Morgan verlange Negativzinsen. Was davon stimmt, ist unklar. Offen ist auch, ob etwa die Fonds von Allianz Global Investors oder von DWS, die State Street als Depotbank haben, von den dort geplanten Minuszinsen betroffen sind. Bisher sei das nicht der Fall, heißt es.

Fakt ist hingegen: 70 Fonds von Frankfurt Trust sind beispielsweise von der Ankündigung von BNY Mellon betroffen, Minuszinsen zu erheben. Universal Investment konnte Negativzinsen bisher nur "weitgehend vermeiden". Auch einige Fonds von Union Investment, der Fondssparte der Volks- und Raiffeisenbanken, zahlen bereits Strafzinsen auf Sichteinlagen. Der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch hat sogar einen Brief einer Depotbank in seinem Quartalsbericht abgedruckt, die 0,25 Prozent Strafzins abbucht. "Das aktuelle Zinsumfeld ist damit endgültig eine Herausforderung für das Investitionsverhalten der Fonds geworden", heißt es in dem Bankschreiben.

Die Aufregung ist groß. Sowohl bei den Fondsgesellschaften als auch bei Depotbanken, die den negativen Zins auch nur weitergeben. Einer kann sich jedoch freuen: EZB-Chef Mario Draghi. Viele Fondsmanager überlegen sich, wo sie ihre Barmittel ohne Strafen parken können. Dabei wird immer wieder eine Möglichkeit genannt: in liquiden Staats- und Unternehmensanleihen, zum Beispiel aus der Eurozone.

Bildquellen: Ismagilov / Shutterstock.com

Nachrichten zu JPMorgan Chase & Co.

  • Relevant
    5
  • Alle
    5
  • vom Unternehmen
  • Peer Group
  • ?

Um Ihnen die Übersicht über die große Anzahl an Nachrichten, die jeden Tag für ein Unternehmen erscheinen, etwas zu erleichtern, haben wir den Nachrichtenfeed in folgende Kategorien aufgeteilt:

Relevant: Nachrichten von ausgesuchten Quellen, die sich im Speziellen mit diesem Unternehmen befassen

Alle: Alle Nachrichten, die dieses Unternehmen betreffen. Z.B. auch Marktberichte die außerdem auch andere Unternehmen betreffen

vom Unternehmen: Nachrichten und Adhoc-Meldungen, die vom Unternehmen selbst veröffentlicht werden

Peer Group: Nachrichten von Unternehmen, die zur Peer Group gehören

Analysen zu JPMorgan Chase & Co.

  • Alle
  • Buy
  • Hold
  • Sell
  • ?
08.01.2020JPMorgan ChaseCo OutperformRBC Capital Markets
11.10.2019JPMorgan ChaseCo OutperformCredit Suisse Group
07.10.2019JPMorgan ChaseCo OutperformRBC Capital Markets
22.07.2019JPMorgan ChaseCo NeutralGoldman Sachs Group Inc.
16.07.2019JPMorgan ChaseCo OutperformRBC Capital Markets
08.01.2020JPMorgan ChaseCo OutperformRBC Capital Markets
11.10.2019JPMorgan ChaseCo OutperformCredit Suisse Group
07.10.2019JPMorgan ChaseCo OutperformRBC Capital Markets
16.07.2019JPMorgan ChaseCo OutperformRBC Capital Markets
02.01.2019JPMorgan ChaseCo OverweightBarclays Capital
22.07.2019JPMorgan ChaseCo NeutralGoldman Sachs Group Inc.
28.06.2019JPMorgan ChaseCo HoldDeutsche Bank AG
04.04.2019JPMorgan ChaseCo HoldHSBC
12.10.2018JPMorgan ChaseCo NeutralGoldman Sachs Group Inc.
20.07.2018JPMorgan ChaseCo NeutralGoldman Sachs Group Inc.
03.08.2017JPMorgan ChaseCo SellJoh. Berenberg, Gossler & Co. KG (Berenberg Bank)
21.12.2012JPMorgan ChaseCo verkaufenJMP Securities LLC
21.09.2007Bear Stearns sellPunk, Ziegel & Co
18.07.2007Bear Stearns sellPunk, Ziegel & Co
09.10.2006Update Washington Mutual Inc.: UnderperformBear Stearns

Um die Übersicht zu verbessern, haben Sie die Möglichkeit, die Analysen für JPMorgan Chase & Co. nach folgenden Kriterien zu filtern.

Alle: Alle Empfehlungen

Buy: Kaufempfehlungen wie z.B. "kaufen" oder "buy"

Hold: Halten-Empfehlungen wie z.B. "halten" oder "neutral"

Sell: Verkaufsempfehlungn wie z.B. "verkaufen" oder "reduce"
mehr Analysen
Werbung

Fondsfinder

Suchen

Heute im Fokus

DAX stabil -- US-Börsen geschlossen -- EVOTEC hebt Gewinnprognose an -- Kaufvertrag für Tesla-Gigafabrik steht -- VW: Batterie-Hersteller aus China bestätigt Gespräche -- DIC, QIAGEN, Merck im Fokus

IWF senkt Pfad für globales Wachstum. Medienbericht zu Milliarden-Angebot für Lateinamerika-Geschäft beflügelt Telefonica-Aktie. RATIONAL-Aktie auf Rekordhoch. Kaufempfehlung von Goldman treibt Ströer-Aktie auf Rekordhoch. Rheinmetall-Aktie steigt - Commerzbank rät zum Kauf. BVB-Anleger feiern: Haalands Mega-Debüt treibt die Aktie von Borussia Dortmund an.
Werbung
Werbung
Börse Stuttgart Anlegerclub

Die richtige Strategie für die Börsenkrise

Stecken Sie nicht den Sand in den Kopf, sondern kaufen Sie die richtigen Aktien. Erfahren Sie im aktuellen Anlegermagazin mehr über attraktive Qualitätsaktien und zyklische Aktien
Kostenfrei registrieren und lesen!

Umfrage

Glauben Sie, dass die Wirtschaftsform des Kapitalismus gut für die Zukunft ist?

Online Brokerage über finanzen.net

finanzen.net Brokerage
Handeln Sie für nur 5 Euro Orderprovision* pro Trade aus der Informationswelt von finanzen.net!

ETF-Sparplan

Oskar ist der einfache und intelligente ETF-Sparplan. Er übernimmt die ETF-Auswahl, ist steuersmart, transparent und kostengünstig.
Zur klassischen Ansicht wechseln
Kontakt - Impressum - Werben - Pressemehr anzeigen
Top News
Beliebte Suchen
DAX 30
Öl
Euro US-Dollar
Bitcoin
Goldpreis
Meistgesucht
Wirecard AG747206
Ballard Power Inc.A0RENB
NEL ASAA0B733
Varta AGA0TGJ5
Deutsche Bank AG514000
Daimler AG710000
TeslaA1CX3T
Microsoft Corp.870747
Apple Inc.865985
EVOTEC SE566480
XiaomiA2JNY1
CommerzbankCBK100
PowerCell Sweden ABA14TK6
BASFBASF11
Deutsche Telekom AG555750