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01.06.2020 16:00

Lidl-Mutter wirbt mit eigenem Cloud-Dienst und macht Amazon Konkurrenz

Europaweite Cloud: Lidl-Mutter wirbt mit eigenem Cloud-Dienst und macht Amazon Konkurrenz | Nachricht | finanzen.net
Europaweite Cloud
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Die Schwarz-Gruppe wird bald ihren Cloud-Dienst "Stackit" auf den Markt bringen und somit US-amerikanischen Größen wie Amazon Web Services die Stirn bieten.
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Schwarz-Gruppe stellt eigenen Cloud-Dienst vor

Der Lidl-Mutterkonzern Schwarz-Gruppe hat die zunehmende Relevanz von digitalen Infrastrukturen für Firmen erkannt und wurde durch die Corona-Krise noch einmal bestätigt, dass Unternehmen mehr denn je auf digitale Tools angewiesen sind. Cloud-basierte Lösungen, digitale Datenbanken und Infrastrukturen sind für viele Unternehmen so wichtig wie noch nie und bilden inzwischen das Rückgrat einer Firma. Ein eigener Server ist oftmals unerlässlich, da das digitale Firmennetzwerk mit dem Wachsen des Unternehmens auch an Komplexität gewinnt. Große Anbieter wie Microsoft oder Amazon Web Services (kurz AWS) bieten deshalb IT-Dienstleistungen wie das Cloud Computing an, bei dem Unternehmen firmenexterne Rechner und Server nutzen können. IT-Strukturen wie Speicherplatz und die Datenbank-Cloud-Dienste werden hierbei über das Internet zur Verfügung gestellt. AWS, eine Tochtergesellschaft von Amazon, gilt als weltweit führend im Bereich der Cloud-Dienstleistungen. Die Cloud der Schwarz-Gruppe könnte im Bereich Europa eine große Konkurrenz werden.

Die Schwarz-Gruppe arbeitete bereits seit längerem an einem digitalen Netzwerk für ihre Tochterfirmen Kaufland und Lidl und baute die hauseigene Cloud weiter aus, um sie auch für andere Unternehmen verfügbar zu machen und dadurch in das Cloud-Geschäft einzusteigen. Die Schwarz-Cloud heißt "Stackit" und befindet sich momentan in der Beta-Testphase, sie soll zunächst in der DACH-Region verfügbar werden und laut t3n bald marktreif sein. Das langfristige Ziel der Schwarz-Gruppe sei es, sich europaweit als größter Cloud-Dienstleister zu etablieren und somit die europäische Alternative zu Amazon Web Services darzustellen.

Schwarz-Gruppe möchte damit deutsche Mittelständler unterstützen

Die Schwarz-Gruppe, als Deutschlands größter Handelskonzern, möchte damit insbesondere deutsche Mittelständler unterstützen. Eine Studie der Landesbank Baden-Württemberg, kurz LBBW, welche dem "Handelsblatt" exklusiv vorliegt, zeigt, dass viele deutsche Unternehmen eine Cloudnutzung zwar in Erwägung zögen, jedoch vor Risiken wie der Datenabgabe an US-amerikanische Rechenzentren zurückschreckten. Laut der LBBW-Studie nutzen lediglich sechs Prozent der deutschen Mittelständler nordamerikanische Cloud-Dienste und nur zwei Prozent könnten sich vorstellen, einen Cloud-Anbieter mit Rechenzentrumstandort außerhalb Europas auszuwählen. Beste Voraussetzungen für Stackit. Walter Wolf, Vorstand und Manager bei der Schwarz-Gruppe, erklärt diesbezüglich gegenüber dem Handelsblatt: "Wir hören immer wieder von Mittelständlern aus der Region, dass sie großes Interesse haben, für ihre IT eine Cloud-Lösung zu nutzen, dass sie aber Berührungsängste gegenüber den großen amerikanischen Anbietern haben." Die Schwarz-Gruppe möchte diesen Umstand nutzen und bietet zukünftig Unternehmen mit Stackit wohl die Möglichkeit, die Cloud eines deutschen Rechenzentrums, eben das der Schwarz-Gruppe, zu nutzen.

Lidl-Mutter plant eigenes IT-Zentrum mit 5.000 Angestellten

Die Schwarz-Gruppe plant die Realisierung der Cloud bereits seit 2018 und gründete dazu eine eigene IT-Firma, Schwarz IT, welche bereits mehrere Rechenzentren in Deutschland und Österreich betreibt. Seit Anfang 2019 können externe Firmen auf zwei der Rechenzentren vorerst Server-Colocation in Anspruch nehmen. Das bedeutet, dass die Kunden ihre gestellten Server von den Rechenzentren betreiben lassen. Ein erster Schritt also, um ein mit AWS und Co. konkurrierender Cloud-Anbieter zu werden.

Damit dieses Vorhaben vorangeht, plant die Schwarz-Gruppe in Bad Friedrichshall ein IT-Zentrum, in dem 2025 bereits 3.500 Schwarz-Informatiker arbeiten sollen. Zur Weiterentwicklung der Cloud akquirierte der Handelskonzern jüngst 90 Prozent des Software- und Domainspezialists Camao IDC. Ferner arbeitet die Lidl-Mutter mit dem Energieversorger EnBW und Würth zusammen, um das Projekt schnellstmöglich zu realisieren. Eine Lidl-Sprecherin finalisiert bei t3n: "Unser Ziel ist es, eine zuverlässige, wettbewerbsfähige und skalierbare Cloud-Infrastruktur aufzubauen, die unabhängig von den großen globalen Anbietern ist und nach europäischen Datenschutzstandards arbeitet." Wolf betont gegenüber dem Handelsblatt: "Wir haben die Akquise auch schon begonnen. Kunden können sowohl aus dem Handel als auch aus anderen Branchen kommen."

Redaktion finanzen.net

Bildquellen: monticello / Shutterstock.com, pianodiaphragm / Shutterstock.com

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