Flucht in sichere Anlagen

Branchenverband: Goldnachfrage erreicht Rekordniveau

29.01.26 08:46 Uhr

Rekordhoch bei Goldnachfrage: Branchenverband meldet steigendes Interesse | finanzen.net

Die weltweite Nachfrage nach Gold ist wegen der Flucht in sichere Anlagen so stark wie noch nie.

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Im vergangenen Jahr habe die Nachfrage mit 5.002 Tonnen einen historischen Höchststand erreicht, wie der Branchenverband World Gold Council (WGC) am Donnerstag in London mitteilte. Vor allem Ende 2025 hätten wachsende Unsicherheiten in der Weltwirtschaft die Flucht in den sicheren Anlagehafen Gold angetrieben. Das Volumen der Investitionen in das Edelmetall bezifferte der Verband auf insgesamt 555 Milliarden US-Dollar (463 Mrd Euro).

Besonders gefragt waren nach Angaben der WGC-Experten Wertpapiere, die mit physischem Gold hinterlegt sind. "Rund um den Globus griffen Anleger auf der Suche nach einem sicheren Hafen und Diversifizierung zu Gold-ETFs und stockten ihre Bestände im Jahresverlauf um 801 Tonnen auf", heißt es in dem Bericht "Gold Demand Trends".

Investoren haben aber auch bei physischem Gold verstärkt zugegriffen. Der Verband bezifferte die weltweite Nachfrage nach Barren und Münzen auf 1.374 Tonnen beziehungsweise 154 Milliarden Dollar. Die stärksten Zuwächse bei der Nachfrage gab es demnach in China und Indien: Beide Länder machten demnach mehr als 50 Prozent des Anstiegs in dieser Kategorie aus.

Wichtige Treiber der Nachfrage bleiben zudem Zentralbanken, die ihre Reserven unabhängiger vom US-Dollar machen wollen und daher verstärkt in Gold umschichten. Der Branchenverband geht davon aus, dass die Zentralbanken die Goldreserven um 863 Tonnen aufgestockt haben. Dagegen habe sich die Nachfrage nach Goldschmuck wegen des hohen Goldpreises im vergangenen Jahr deutlich abgeschwächt.

Zuletzt setzte sich die Rekordjagd beim Goldpreis mit hohem Tempo fort. Der Preis für eine Feinunze (etwa 31,1 Gramm) stieg am Donnerstagmorgen an der Metallbörse in London bis auf 5.595 Dollar. Das sind etwa drei Prozent mehr als am Vortag und so viel wie noch nie. Seit dem Jahreswechsel ist Gold bereits um rund 30 Prozent teurer geworden, nachdem der Preis im vergangenen Jahr um 65 Prozent gestiegen war.

/jkr/mis

LONDON (dpa-AFX)

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